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Wilde Lupinen
 
 
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Wilde Lupinen [Taschenbuch]

Charlotte Link
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Deutschland 1938. Alle Zeichen stehen auf Sturm, doch Politik kümmert die junge Belle Lombard wenig. Ihre ehrgeizigen Pläne gelten einzig den Filmstudios in Berlin und dem vermeintlichen Mann ihrer Träume. Ihre Mutter Felicia verteidigt indessen als erfolgreiche Unternehmerin rücksichtslos ihre Interessen, sogar gegen die eigenen Gefühle. Doch das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt....

Klappentext

"Die Schriftstellerin Charlotte Link versteht es prachtvoll, Lebenslinien zu einem Spannungsnetz zu verknüpfen." GONG -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Umschlagtext

Deutschland 1938. Alle Zeichen stehen auf Sturm, doch Politik kümmert die junge Belle Lombard wenig. Ihre ehrgeizigen Pläne gelten einzig den Filmstudios in Berlin und dem vermeintlichen Mann ihrer Träume. Ihre Mutter Felicia verteidigt indessen als erfolgreiche Unternehmerin rücksichtslos ihre Interessen - sogar gegen die eigenen Gefühle. Aber das Chaos macht auch vor der weitverzweigten Familie der beiden Frauen nicht halt. WildeLupinen führt weiter, was in Sturmzeit begann: Die fesselnde Familiengeschichte der Degnellys aus Ostpreußen wird zum lebendigen Kaleidoskop der bewegtesten Epoche dieses Jahrhunderts. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Auszug

Es war im Mai, und die Rapsfelder blühten. Hellgrünes Laub leuchtete in der Sonne. Auf den Wiesen wucherten Klee und Löwenzahn, und der Wind trug einen leisen Salzgeruch ins Land. Flimmernd fielen die Sonnenstrahlen des Frühsommerabends durch die Blätter der Eichen, die die Auffahrt zu Lulinn säumten. Am Ende der Allee konnte man das Gutshaus erkennen, efeubewachsen und verwittert. Entlang der Auffahrt grasten Pferde, Trakehner, zwei von ihnen galoppierten quer über die Koppel hintereinanderher. Ein anderes stand aufrecht, mit hocherhobenem Kopf, am Zaun und wieherte laut.

Obwohl sie fast das ganze Jahr über in Berlin lebte, wäre Belle Lombard nie auf die Idee gekommen, etwas anderes als Lulinn mit Heimat zu bezeichnen.

»Ich komme aus Ostpreußen«, pflegte sie zu sagen, wenn man sie nach ihrem Zuhause fragte, und erklärend setzte sie hinzu: »Von Lulinn. Ein Gut, schon seit drei Jahrhunderten im Besitz meiner Familie. Es liegt nahe bei Insterburg ... also nicht mehr weit von der litauischen Grenze.«

Sie mußte die Worte »Lulinn« und »lnsterburg« nur aussprechen, und es wurde ihr so sehnsüchtig zumute, daß sie meinte, BerIin keine Sekunde länger ertragen zu können. Natürlich, sie hing an dieser Stadt, sie lebte dort, arbeitete dort, hatte eine Menge Freunde, aber Lulinn ... das war etwas ganz anderes. Lulinn - das waren im Sommer Kornfelder soweit das Auge reichte, und im Winter dicke, aufgeplusterte Schneehauben auf den Weidezäunen, das waren Schwarzbeeren im Herbst und der Geruch von Laub und Pilzen, das waren als erste Frühlingsboten die Wildgänse am Himmel, die aus dem Süden zurück-

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