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Wilde Liebschaften
 
 
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Wilde Liebschaften [Französisch] [Gebundene Ausgabe]

Calixthe Beyala , Lis Künzli
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 212 Seiten
  • Verlag: Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins; Auflage: 1., Aufl. (23. August 2004)
  • Sprache: Französisch
  • ISBN-10: 3807700617
  • ISBN-13: 978-3807700618
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.836 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unmoralisch? Vielleicht! Amoralisch? Vielleicht. Fesselnd? Auf jeden Fall! Und frech: Wilde Liebschaften.

Calixthe Beyala lebt in Paris, sie ist die wohl bedeutendste schwarze Schriftstellerin in Europa, in Frankreich und Afrika gilt sie als Superstar der Literatur. Sie, 1961 in Kamerun geboren, hat inzwischen zehn Romane veröffentlicht (in 18 Sprachen übersetzt), wurde u.a. mit dem „Großen Romanpreis“ der Académie Française geehrt und darf inzwischen sogar das Wort ‚Sex‘ benutzen, ohne von ihren kameruner Landsleuten Tomaten an den Kopf zu bekommen. Und das nutzt sie in ihrem frechen, freizügigen Roman über eine multikulturelle Gemeinschaft verschwenderisch aus.

In „Wilde Liebschaften“ (berührend, aufwühlend, alles andere als politisch korrekt) erzählt Beyala von der Prostituierten Eve-Marie („Mademoiselle Bonne Surprise“), schwarz wie Ebenholz. Sie lebt zwischen Krokodilsuppe schlürfenden Afrikanern, radikalen Gemüsehändlern, Ärzten mit Namen „Sans Souci“, Optimisten („In meiner Familie gibt es keine Neger“) und geschäftstüchtigen Chinesen in Belleville, dem buntgemischten Kreuzberg von Paris. Und sie ist immer auf der Suche nach einem Freier, "um ihre sublimen Arschbacken zu moderaten Preisen zu verkaufen“ (so der französische Originalverlag).

Eve-Marie trifft auf den Möchtegern-Schriftsteller Pléthore: weiß wie Schnee, unverheiratet. Als er ihr einen Heiratsantrag macht, zögert sie keine Sekunde: Sie wird die legale Gattin eines „echten“ Franzosen! Der Erfüllung ihres ehelichen Glücks stehen aber schon kurz nach dem Honeymoon die weißen Schenkel einer anderen im Weg, zwischen denen sie ihren Mann erwischt. Sie wirft ihn raus, besorgt sich einen Untermieter. Als dessen Liebesspiele mit der Nachbarin nicht ohne Folgen bleiben, hat Eve-Marie eine Idee …

Dieser Roman bringt uns abwechselnd zum Lachen und zum Weinen - das ist ergreifend wie das Leben. Engagiert, ungeschminkt, provokativ, poetisch, stark.

Calixthe Beyala „Wilde Liebschaften“. Aus dem Französischen von Lis Künzli. 212 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. R&B.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von Beatrice Berger TOP 500 REZENSENT
... dann vielen Dank! Gut, ein bißchen ist das wie der moderne (und auch der nicht so moderne) französische Film: unübersichtlich quer durch den Gemüsegarten, ganz amüsant zu lesen, ohne jedoch einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die Erzählerin, Eve-Marie aus Kamerun, war Prostituierte im Pariser Stadtteil Belleville, bevor Pléthore, weiß, Franzose, verkrachter Schriftsteller, sie heiratet. Warum er sie dann irgendwann mit der Nachbarin (die von ihrem Freund regelmäßig geschlagen wird - er steht drauf, sie nicht) betrügt, ist nicht so ganz klar, aber auch unwichtig. Ebenso unklar, aber auch unwichtig, ist, warum Eve-Marie den afrikanischen Transsexuellen Ocean anschleppt, der prompt die Nachbarin schwängert, mit der sich Eve-Marie nach dem Hinauswurf des Gatten prompt verbündet hat. Und dann ist da noch die Leiche auf der Haustreppe, für die keiner verantwortlich sein will.

Irgendwo ist, das, die gebratene Katze eingeschlossen: ziemlich unappetitlich. Dort und unter diesen Umständen möchte man nicht wohnen, vielen Dank. Zwischen den Unappetitlichkeiten aber blitzt etwas hervor, was die Geschichte lesenswert macht: Eve-Maries Mutter, die aus Kamerun anreist, um zu sehen, zu was es ihre Tochter gebacht hat, die auf der Treppe vor der Leiche versammelte Nachbarschaft, die nicht zur Polizei gehen will/kann, weil der einzige mit französischem Paß Pléthore ist, und der weigert sich, die Sinnlosigkeit aber auch für die andere Seite, unter diesen Umständen - vor der Mauer des Schweigens - das Verschwinden einer jungen Frau klären zu müssen.

Das Buch ist kein politisches Buch, und trotzdem hört man beim Lesen so leise im Hintergrund Sarkozys Sprüche zur französischen Innenpolitik. Und dann ist das Buch auf einmal gar nicht so seicht wie es zuerst den Anschein erweckt/erwecken will?
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