Pressestimmen
«Spürbar ist Thoreaus Credo auch heute, 150 Jahre nach seinem Tod, in einem Buch, das es jetzt zum ersten Mal auf Deutsch gibt: ‹Wilde Früchte› … Zur rechten Zeit für unsere ökologischen Debatten: ‹Wilde Früchte› ist ein Plädoyer für Nachhaltigkeit und Regionalität, ein Kompendium der Früchte Neuenglands … der literarische Entwurf einer patriotischen Ökologie … Das hat nichts Borniertes oder regional Engstirniges. Im Gegenteil, der Blick, konzentriert auf die heimische Natur, verschließt sich keiner Möglichkeit der Erkenntnis, umfasst präzises botanisches Wissen, antike Philosophie und zeitge¬nössische Realität … Thoreaus ‹Wilde Früchte› eignen sich zum Hausbuch im besten Sinn: ein prächtiger Bildband in rotem Leinen, von Sonja Schadwinkel nicht in der feinen Präzision botanischer Zeichnungen illustriert, sondern malerischer, flächiger, mit breitem Pinselstrich und stilisierten Bleistiftzeichnungen einzelner Pflanzen¬teile. So entsteht Üppigkeit und Glanz, anspielend auf die übertragene Bedeutung wilder Früchte. Man hält mit der Lektüre reiche botanische und literarische Ernte und entdeckt einen Klassiker als Zeitgenossen. Thoreau wusste, wie menschliche Verhältnisse, Arbeit und Kapital zusammenhängen mit Huckelbeeren, kleinen gelben Mausöhrchen, echter Bärentraube, Sumpfrose oder Wildkartoffel … ein Schmuck¬stück.» (
BR, Bayern 2 Radio, Sdg. Diwan, Ute Mings )
Kurzbeschreibung
Erhellende Erkenntnisse über Natur und Leben vom Vordenker der ökologischen Bewegung
Nie war er aktueller als heute – Henry David Thoreau, Kämpfer für Bürgerrechte und Vordenker der ökologischen Bewegung. Zum 150. Todestag des visionären Autors präsentiert der Manesse Verlag eine kleine Sensation: die deutsche Erstausgabe seiner Aufzeichnungen über „Wilde Früchte”. Liebevoll und detailgenau begleitet Thoreau Erwachen, Wachsen und Reifen der heimischen Natur.
Ausgangspunkt seiner literarischen Streifzüge durch die Pflanzenwelt war Concord, Massachusetts, der Schauplatz seines berühmten Werkes „Walden”. Thoreaus Einträge beschreiben 182 Arten und Unterarten, von den Nussfrüchten der Ulmen Anfang Mai bis zum Wacholder im darauffolgenden März. Für deren genaues Aussehen, ihren Standort und Reifungsprozess interessierte er sich ebenso wie für frühe naturgeschichtliche Aufzeichnungen und das Wissen der amerikanischen Ureinwohner. In prachtvoller Ausstattung und illustriert mit 50 eigens angefertigten farbigen Zeichnungen, lässt sich seine fein strukturierte Prosa im Jubiläumsjahr ganz neu entdecken. Den Geschenkband ergänzen ein botanisches Glossar, ein umfassender Anmerkungsapparat und eine Landkarte von Concord.