Hegre hat 'seinen' Stil gefunden. Leider. Wo "My wife" noch vor Spontanität sprühte, und "Russian Lolita" immerhin noch ungewöhnliche Inszenierungen bot ist dieses Buch zunehmend stromlinienförmig. Nichts was man nicht schon mehr als einmal gesehen hätte, gedruckt oder manchmal (zunehmend) auch im Internet. Vermeintlich technische Qualität ist 150 Jahre nach Erfindung der Fotografie kein besonderes Argument mehr, und man kann sicher sein: Wenn es der Fotograf gewollt hätte, hätte er das schon in den früheren Bänden gemacht. Aber ebenso wie ihm bei der Inszenierug des Modells die Ideen auszugehen scheinen, beschränkt er sich auf technischer Seite auf den Durchschnitt. Alles in allem keine schlechten Bilder, aber eben halt nur solche wie sie sicher viele andere Fotografen auch machen. Kein Buch, das man haben muss.