Spex 1/05
Sims operiert tatsächlich mit einer Punk-Ethik - nicht bloss mit einer Punk-Ästhetik; das ist zur Zeit ja schon mal einiges wert. Gigolos bzw. DJ Hells Projekt des darken, existenziellen Dancefloors wird beharrlich weitergetrieben.
Kurzbeschreibung
Seit seinem Debütalbum Ultrasex auf Gigolo gilt Mount Sims als einer der wichtigsten Acts der weltweiten Techno- und Electro-Punk-Szene. DJ Hell hat hier wieder einmal mehr seine fantastsichen A&R-Fähigkeiten unter Beweis gestellt, indem er einen Künstler mit einem sehr eigenen Profil supportet. Jetzt ist endlich Mount Sims' neues Album Wild Light am Start. Eine Fortführung seiner Definition von moderner elektronischer Musik mit dem Hauch von Geschichte. Melancholischer sind seine Sounds geworden, spannend und elektrifizierend zugleich. Es geht um die Irrungen und Wirrungen in einer technisierten Welt und der Rolle des Menschen in ihr. Mount Sims verbindet die Feinheiten des Elektro mit der Romantik des Dark Wave, begleitet von der Dynamik von House. Seine Stimme erinnert an die von Prince und lässt einen besonderen Menschen vermuten. Wer Mount Sims einmal live erlebt hat, sah sich in dieser Vermutung bestätigt. Er ist einer der heissesten und attraktivsten Acts seit langem. Seine Auftritte sind die Finalisierung seiner Definition von Musik: Technosexual Pop, der eine lange Geschichte und künstlerische Entwicklung vorangeht. Matthew Sims knüpft mit seiner Musik an die postmoderne Umgebung der 80'er Jahre in L.A. an. Er vereinigt die Themen Techno(logie) und Sex. DJ Hell bekam eine Promo-CD mit Tracks von ihm in die Hände. Was Hell zu hören bekam, überzeugte ihn so sehr, dass er Mount Sims sofort (und bevor es andere taten) für sein Label International DeeJay Gigolo verpflichtete.