Man mag es kaum glauben, aber sie stammen tatsächlich von der Insel Föhr: Stanfours Musik klingt derart international, dass man sofort an Los Angeles denkt. Kunststück, wenn man mit Branchengrößen wie Desmond Child (u.a. Bon Jovi) zusammenarbeitet, eine Weile in Los Angeles gelebt hat und das Album im Studio von Bryan Adams in Vancouver mixen lässt. Auf der anderen Seite passen ihre Songs aber auch gut zu dem unendlichen Blick über das Meer, den eine Insel parat hält; zu Freiheit, Fernweh, Romantik und Abenteuer - daher klingen Stanfour auch weder anbiedernd noch gewollt international, sondern bodenständig und echt. Die Mischung aus zupackendem Rock, mitreißenden Songs, eingängigen Melodien und einer guten Prise Balladen ergeben im Endeffekt eine Band, die wie die Quintessenz der letzten 30 Jahre Mainstreamrock klingt. Ich habe selten ein Debutalbum gehört, das dermaßen ausgereift, selbstbewusst und schlichtweg großartig klang, so dass man den sympathischen Jungs nur fest die Daumen drücken kann, für dieses musikalische Ausrufezeichen den verdienten Lohn einzufahren.
Für Fans von Bryan Adams, Bon Jovi, Def Leppard, Daughtry & Co. dringendste Kaufempfehlung!