Es ist einfach zu schade, meistens erreichen die besten Alben nur wenig aufmerksamkeit, bestes beispiel "Wild Hope" von Mandy Moore. Ich denke mir oft, wie kann es sein dass solche Meisterwerke so untergehen können, ich verstehe manchmal die Welt nicht mehr. Qualitativ setzt diese Platte die Messlatte in astronomische höhen, und es wird für Mandy Moore sehr schwer werden es nochmal zu wiederholen. Der Druck der auf ihr lastet ist enorm, der Release ihrer neuesten Platte steht kurz bevor. In wenigen Monaten wird sie erscheinen. Aber nun zum Album.
Chillig und ergreifend läutet "Extraordinary" das Album ein, schon alleine Mandy Moores wandelbare wunderschöne helle und glasklare Stimme gibt diesem Titel ein ungeheures natürliches gesamtbild. Man erinnert sich selber an wunderschöne und lustige Momente an die man sich das ganze Leben immer wieder erinnern wird. Und es wird noch besser dieses Album ist randgefüllt mit ebensolchen Songs.
Etwas harmloser geht es mit "All good things" weiter, nicht zu verwechseln mit Nelly Furtados Hit. "All good things" klingt sehr ausgewogen und ist so schnukelig poppig dass man es immer wieder hören möchte, vorallem Mandys stimme kommt hier sehr gut zur geltung.
"Slummin in Paradise" ist vielleicht eines der besten Lieder das ich kenne, man würde am liebsten seine sieben Sachen packen und alles hinter sich lassen wenn man dieses Lied hört. Man wünscht sich nur noch eines, dieses Lied so oft und so lange anhören zu dürfen wie nur möglich bevor man sich von dieser Welt verabschieden muss. Der treibende schnelle rhytmische stil dieses Songs mit seinem starken Refrain (dank Jazon Mraz als Backgroundsänger) machen diesen Song zu einer Bombe. Man will einfach nur noch laufen, laufen, und nochmal laufen rund um den Erdball immer mit diesem Lied im Ohr. Man vergisst alles um sich herum.
Ähnlich wuchtig aber melancholischer kommt der nächste Song "Most of me" daher, Mandy Moore singt mit derart inniger und überzeugender Stimme, man könnte heulen. "Few days down" ändert den Stil und überrascht einen mit experimenteller aber nicht minder schönen Melodieführung und baut sich langsam aber zielsicher zu einem wunderschönen Folk-Pop Song auf, ruhiger geht es mit "Cant you just adore her" weiter, tiefgründige Lyrik trifft auf wunderschöne Gesangsstimme und Bombastischem Refrain, einfach perfekt.
Treibender schneller Sound bietet uns "Looking forward to looking back" ein toller schneller Pop Song der ein riesen Potenzial hat. Nachdenklich und verträumt geht die Geschichte in "Wild hope" weiter, wieder ist Mandys Stimme im vordergrund und spielt gekonnt mit Emotionen. Zielsicher und gekonnt packt "Nothing that you are" einen an der hand und treibt einen raus in die Welt, an einem schönen sonnigen Tag, und spielt gekonnt mit den glücksgefühlen genau nach dem gleichen Rezept wie "Slummin in Paradise" ohne als Kopie abgestempelt werden zu können. Das Album lebt davon glücksgefühle auslösen zu können, es gibt immer einen Melancholischen unterton der je nach schnelligkeit oder langsamkeit alles erreichen kann.
"Latest Mistake" wirbelt mit riffigen Gitarren nur so drauflos und weckt wieder unsere abenteuerlust. Es ist einfach unglaublich wie organisch und natürlich diese Lieder wirken ohne jemals künstlich oder gespielt rüberzukommen. Es wirkt alles so ehrlich und authentisch. Wunderschön auch der langsamere Song "Ladies choice" auch hier macht Mandy Moore alles richtig, besser geht es nicht! Nur bei "Gardenia" macht sich etwas ratlosigkeit bemerkbar weil es der ruhigste Song ist, deswegen ist er nicht schlecht aber er passt in das gesamtkonzept nicht so richtig hinein, da das ganze Album mehr eine Aufbruchsstimmung erweckt und an diesem Punkt verlangsamt "Ladies choice" die geschwindigkeit obwohl man eigendlich schon mit Lichtgeschwindigkeit die Erde umrundet.
"Wild Hope" hält alles was man von so einem Titel erwarten würde. Die Wildesten und verrücktesten Hoffnungen gehen in erfüllung. Ich stehe schon wieder voll unter Adrenalin, weil dieses Album einfach alles richtig macht. Erwachsene Pop-Folk Songs die man besser nicht hätte singen können. Mandy Moore du bist eine Göttin!Unbedingt mal reinhören!