Ein dreiviertel Jahr mussten die Fans dieser genialen Serie auf Band 5 warten. Jetzt nachdem ich den Band endlich verschlungen habe, kann ich eine gute und eine schlechte Nachricht verkünden. Die schlechte zuerst: es ist keine direkte Fortsetzung der Handlung, sondern ein Blick in die Vergangenheit. Kazuya Minekura geht noch mal genauer darauf ein, wie sich Kubota und Tokitoh kennen gelernt haben - genau das, was wir in Band 1 so schmerzhaft vermissen, wird uns jetzt nachgereicht. Die gute Nachricht: natürlich ist dies noch nicht der letzte Band, wir können uns schon jetzt auf Band 6 freuen, womit wir dann hoffentlich den Weitergang der Handlung erfahren.
Auch im neuesten Band wird die Geschichte von Kubota und Tokitoh wieder aus der Perspektive einer dritten Person erzählt. Diesmal ist es ein kleiner Junge, der bei Kubota gleich nebenan wohnt. Er beobachtet eines Tages wie sein rätselhafter Nachbar, den er ziemlich Furcht einflößend findet, eine Gestalt in seine Wohnung schleppt und fragt sich natürlich was bzw. wer das ist, denn nachdem er deren Klauenhand gesehen hat, ist er sich nicht einmal sicher, ob es sich um eine menschliche Gestalt handelt. Mit kindlicher Neugier und einem detektivischen Spürsinn überwindet der kleine Shota allmählich seine Angst und freundet sich mit den beiden rätselhaften jungen Männern an. Vor allem zu Tokitoh mit seinem kindlichen Wesen entwickelt er eine besonders enge Bindung.
Tokitoh ist anfangs sehr verwirrt und will auch gar nicht lange bei Kubota bleiben. Er leidet unter Gedächtnisverlust und kann sich weder an seine Identität erinnern noch was mit ihm passiert ist und warum er diese behaarte Klauenhand hat. Den Namen Tokitoh erhält er von Kubota aus einem Zufall heraus. Als er bei einem Handgemenge aus "Versehen" Kubotas Arm bricht und zum ersten Mal mit den übernatürlichen Kräften seiner Klauenhand konfrontiert wird, beschließt er abzuhauen, um niemandem mehr weh zu tun. Kubota überredet ihn jedoch zum Bleiben, denn schließlich kann er sich mit seinem gebrochenen Arm nicht mehr selbst versorgen. Tokitoh muss sich also um Dinge wie Einkaufen, Kochen, Waschen kümmern, was zwischendurch für eine angenehme Auflockerung sorgt.
Insgesamt ist dieser Band nicht ganz so düster als die vier Vorgänger, denn es gibt diesmal kein Opfer der gefährlichen Droge Wild Adapter und durch die kindliche Erzählweise des kleinen Shota kann man sogar hin und wieder vor sich hinschmunzeln. Mehr will ich auch gar nicht verraten, den Rest überlasse ich euch, ihn zu entdecken...
Fazit: der Band ist genauso kaufens- und lesenswert wie alle anderen davor.