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Wilco (the Album)


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Produktinformation

  • Audio CD (26. Juni 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Nonesuch (Warner)
  • ASIN: B0029358GM
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.247 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Wilco the Song
2. Deeper Down
3. One Wing
4. Bull Black Nova
5. You and I
6. You Never Know
7. Country Disappeared
8. Solitaire
9. I'll Fight
10. Sunny Feeling
11. Everlasting

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Wilco (the Album)

Amazon.de

Das Verrückteste an dem siebten Studioalbum von Wilco ist Alfred, ein Kamel. Es ziert das Cover und wird im Booklet abgelichtet, wo Songwriter Jeff Tweedy und seine fünfköpfige Band ein wenig wie Clowns aussehen. Irgendwie will das gar nicht zur Musik des sehr souveränen und ausbalancierten Wilco (The Album) passen, denn die Songs der Band aus Chicago kommen mit einer Ausnahme ohne Eskapaden aus. Ein wenig wird die Platten-Veröffentlichung überschattet vom Tode des 2001 bei Wilco ausgeschiedenen Ur-Mitglieds, dem brillanten Multiinstrumentalisten Jay Bennett, der am 24. Mai 2009 völlig überraschend verstarb. Noch kurz vorher hatte er Tweedy wegen angeblich ausstehender Tantiemen verklagt, vielleicht auch, weil er eine notwendige Hüftoperation nicht bezahlen konnte. Trotzdem kamen ehrliche Beileidsbekundungen der ehemaligen Wegbegleiter zum Ableben und kein böses Wort wurde publiziert. Kein Böses Wort kann man auch über Wilco (The Album) verlieren, denn hier hat eine vom Country infizierte Alternative-Rock-Band seine musikalische Mitte gefunden. Das knappe Dutzend Stücke entstand im warmen Auckland / Neuseeland und wurde in Chicago fein geschliffenen Lieder, und einige ragen heraus. Der Eröffnungstitel „Wilco (The Song)“ wandelt auf den Spuren von Velvet Underground, der absolute Höhepunkt heißt „Bull Back Nova“, in dem sich Gitarren und Piano von der Leine reißen, um einem paranoiden, von Mordgedanken getriebenen Jeff Tweedy zu folgen. Diese grandiose Nummer bleibt unerreicht, auch Gastsängerin Leslie Feist kann „You And I“ nicht auf so ein Niveau hieven. Sehr hübsch ist „You Never Know“, ein sehr positives Lied über die Zukunft, in dem eine Portion „My Sweet Lord“ von George Harrison steckt. - Sven Niechziol

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von guitar am 2. Juli 2009
Format: Audio CD
große überraschung: jeff tweedy hat ja humor! wenn alles schief geht, wenn dir jemand ein messer in rücken umdreht, dich die depression zwickt, sich das leben anfühlt, als wäre es gar nicht deines - setz dir die kopfhörer auf, bevor du explodierst, denn: "oh, wilco, wilco, wilco will love you baby"! die indiefolk-variante von "guildo hat euch lieb". schön, sowas.

auf seinem bisher rundesten album verzichtet jeff tweedy fast vollständig auf country (ein song heißt auch "country disappeared". da gehts zwar um was ganz anderes, vielleicht ist das aber außerdem ein schräger hinweis...) und hat den john lennon in sich endgültig freigelegt. mit der brüchigen, aber immer noch starken stimme des späten lennon singt er sich durch wunderbare indiefolk-stücke, die alle so klingen, als wären sie gerne auf dem weißen album der beatles. dazu gibt es knurrige stakkato-pianos wie von velvet underground, beach-boys-melodien, ein schön huschiges duett mit feist und auf "you never know" überdeutliche zitate aus george harrisons "my sweet lord". warum nicht, der hat das stück bekanntlich ja auch zum teil geklaut.

diese platte hat keine angst vor der schönheit. sie strahlt und leuchtet. und sie steht den fleet foxes näher als, sagen wir, giant sand.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Paul Jordis am 26. Juni 2009
Format: Audio CD
Es ist Sommer - auch im Lande Wilco. Auf ihrer neuen Veröffentlichung Wilco (The Album) entdeckt die Band um Jeff Tweedy einen neue Leichtigkeit des Seins fern von dunklen Noise-Collagen der Vergangenheit. Was Sky Blue Sky bereits erahnen ließ, wird auf Wilco (The Album) konsequent weitergeführt: Konstruktion statt Destruktion. So errichten Wilco auch mit ihrer neuen Arbeit liebevoll elf neue Songs - with a little help of their friends. Es ist vor allem der warem Duett-Stimme von Leslie Feist zu verdanken, dass das sanfte "You and I" haarscharf am Kitsch vorbei schrammt und auch ohne übermäßigen Innovationstrieb bestehen kann. Wilco anno 2009 tun nicht mehr weh: Jeff Tweedy hat seine Panikattacken erfolgreich überwunden und in der aktuellen Wilco-Formation seine Wunschbesetzung gefunden. Mit Wilco (The Album) stagnieren Wilco nach bewegten Jahren der Innovation nun zum ersten Mal auf einem Niveau, das weniger Sorgen sondern Freude bereitet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Leserleser am 10. August 2009
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich bin Wilco-Fan seit "Being there" (1996/97) und war immer wieder überrascht von den Fähigkeiten der Band bzw. Jeff Tweedys, die Richtung genauso zu wechseln wie die Brillanz ihrer Musik beizubehalten. Und seit "Being There" habe ich bei jedem Album gedacht: "Das ist das bislang Beste von Wilco, besser geht's nicht." Ausnahme: "Yankee Hotel Foxtrott", mit dem ich überhaupt nichts anfangen konnte. MIt "Sky Blue Sky" war für mich der vorläufige Höhepunkt erreicht, so brillant war das Album. Und nun "Wilco, the Album"...
Ich muss zugeben, ich habe es mehrmals hören müssen, aber jetzt läuft es im Auto andauernd. Es ist ja auch ein Zeichen guter Musik, wenn sie sich dem Hörer nicht gleich beim ersten Mal erschließt, sondern mit jedem Hören besser wird. Die Qualität der Songs ist aussergewöhnlich, ohne Ausnahme. Es fehlt sogar die Verzweiflung, die Tweedy in früheren Alben hinaus schrie. Hat er etwa seinen Frieden mit der Welt gemacht?
Ganz egal, warum. Mit "Wilco, the Album" sind Wilco den Beatles, mit denen sie - in ihrer Welt - so oft und gerne verglichen werden, wieder ein gutes Stück näher gerückt.
Mein persönlicher Favorit & Anspieltipp: "I'll fight"
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mapambulo TOP 500 REZENSENT am 3. Juli 2009
Format: Audio CD
... das muß ich zugeben, ähnlich wie mit dem Autor Max Frisch. Ich weiß, dass er gut ist, finde aber trotz vieler Mühe zu seinen Büchern einfach keinen Zugang. Genauso wie "Stiller" und "Montauk" seit Jahren mein Bücherregal zieren und ich sie in regelmäßigeren Abständen für einen neuen Versuch hervorhole, genauso zählen natürlich "Summer Teeth" und "Yankee Hotel Foxtrot" zu meiner CD-Sammlung. Und wenn es mich überkommt, dann werden auch die wieder mal rausgekramt. Woran es allerdings genau liegt, dass ich mit dem elektronisch verstärkten Countryrock noch nie so richtig warm geworden bin - ich weiß es nicht. Auch die neue Platte gibt da keinen rechten Aufschluß. Sie fängt ja mit dem augenzwinkernden "Wilco (The Song)" verheißungsvoll an, der genau das liefert, was mir bisher bei Songs von Wilco allzu oft fehlte - angenehm aufgeraute Gitarrenparts. Danach wird's zwar deutlich bedächtiger, aber mit dem wunderbar getragenen "One Wing" nicht eben schlechter. Bei "Bull Black Nova" wird dann erstaunlich spielfreudig fast schon psychedelischer, verzerrter Bluesrock zum besten gegeben, für mich der unbestrittene Höhepunkt des Albums. Das Duett von Jeff Tweedy mit Leslie Feist ist dann bestenfalls niedlich, das etwas breitbeinige "You Never Know" hätten Wilco auch getrost Springsteen selbst überlassen können. "Solitaire" gefällt durch seinen akkustischen, reduzierten Charakter, der Rest fällt dann nicht weiter auf, mit "Everlasting Everything" gelingt aber ein würdiger Abschluß. Sicher ein Album, was man sich erarbeiten muß, einige Songs entfalten ihren Charme erst bei wiederholtem Hören. Und wer weiß, vielleicht wird es ja noch mein persönliches Schlüsselwerk - sollte das gelingen, nehme ich garantiert auch Herrn Frisch mal wieder in die Pflicht.
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