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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
jeff guildo lennon,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wilco (the Album) (Audio CD)
große überraschung: jeff tweedy hat ja humor! wenn alles schief geht, wenn dir jemand ein messer in rücken umdreht, dich die depression zwickt, sich das leben anfühlt, als wäre es gar nicht deines - setz dir die kopfhörer auf, bevor du explodierst, denn: "oh, wilco, wilco, wilco will love you baby"! die indiefolk-variante von "guildo hat euch lieb". schön, sowas.auf seinem bisher rundesten album verzichtet jeff tweedy fast vollständig auf country (ein song heißt auch "country disappeared". da gehts zwar um was ganz anderes, vielleicht ist das aber außerdem ein schräger hinweis...) und hat den john lennon in sich endgültig freigelegt. mit der brüchigen, aber immer noch starken stimme des späten lennon singt er sich durch wunderbare indiefolk-stücke, die alle so klingen, als wären sie gerne auf dem weißen album der beatles. dazu gibt es knurrige stakkato-pianos wie von velvet underground, beach-boys-melodien, ein schön huschiges duett mit feist und auf "you never know" überdeutliche zitate aus george harrisons "my sweet lord". warum nicht, der hat das stück bekanntlich ja auch zum teil geklaut. diese platte hat keine angst vor der schönheit. sie strahlt und leuchtet. und sie steht den fleet foxes näher als, sagen wir, giant sand. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wilco (Die Rezension),
Rezension bezieht sich auf: Wilco (the Album) (Audio CD)
Es ist Sommer - auch im Lande Wilco. Auf ihrer neuen Veröffentlichung Wilco (The Album) entdeckt die Band um Jeff Tweedy einen neue Leichtigkeit des Seins fern von dunklen Noise-Collagen der Vergangenheit. Was Sky Blue Sky bereits erahnen ließ, wird auf Wilco (The Album) konsequent weitergeführt: Konstruktion statt Destruktion. So errichten Wilco auch mit ihrer neuen Arbeit liebevoll elf neue Songs - with a little help of their friends. Es ist vor allem der warem Duett-Stimme von Leslie Feist zu verdanken, dass das sanfte "You and I" haarscharf am Kitsch vorbei schrammt und auch ohne übermäßigen Innovationstrieb bestehen kann. Wilco anno 2009 tun nicht mehr weh: Jeff Tweedy hat seine Panikattacken erfolgreich überwunden und in der aktuellen Wilco-Formation seine Wunschbesetzung gefunden. Mit Wilco (The Album) stagnieren Wilco nach bewegten Jahren der Innovation nun zum ersten Mal auf einem Niveau, das weniger Sorgen sondern Freude bereitet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mit Wilco geht es mir ...,
Von Martin Lorenz "martin.k-lorenz" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Wilco (the Album) (Audio CD)
... das muß ich zugeben, ähnlich wie mit dem Autor Max Frisch. Ich weiß, dass er gut ist, finde aber trotz vieler Mühe zu seinen Büchern einfach keinen Zugang. Genauso wie "Stiller" und "Montauk" seit Jahren mein Bücherregal zieren und ich sie in regelmäßigeren Abständen für einen neuen Versuch hervorhole, genauso zählen natürlich "Summer Teeth" und "Yankee Hotel Foxtrot" zu meiner CD-Sammlung. Und wenn es mich überkommt, dann werden auch die wieder mal rausgekramt. Woran es allerdings genau liegt, dass ich mit dem elektronisch verstärkten Countryrock noch nie so richtig warm geworden bin - ich weiß es nicht. Auch die neue Platte gibt da keinen rechten Aufschluß. Sie fängt ja mit dem augenzwinkernden "Wilco (The Song)" verheißungsvoll an, der genau das liefert, was mir bisher bei Songs von Wilco allzu oft fehlte - angenehm aufgeraute Gitarrenparts. Danach wird's zwar deutlich bedächtiger, aber mit dem wunderbar getragenen "One Wing" nicht eben schlechter. Bei "Bull Black Nova" wird dann erstaunlich spielfreudig fast schon psychedelischer, verzerrter Bluesrock zum besten gegeben, für mich der unbestrittene Höhepunkt des Albums. Das Duett von Jeff Tweedy mit Leslie Feist ist dann bestenfalls niedlich, das etwas breitbeinige "You Never Know" hätten Wilco auch getrost Springsteen selbst überlassen können. "Solitaire" gefällt durch seinen akkustischen, reduzierten Charakter, der Rest fällt dann nicht weiter auf, mit "Everlasting Everything" gelingt aber ein würdiger Abschluß. Sicher ein Album, was man sich erarbeiten muß, einige Songs entfalten ihren Charme erst bei wiederholtem Hören. Und wer weiß, vielleicht wird es ja noch mein persönliches Schlüsselwerk - sollte das gelingen, nehme ich garantiert auch Herrn Frisch mal wieder in die Pflicht.
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