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Wiktor Wawitsch.
 
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Wiktor Wawitsch. (Taschenbuch)

von Boris Schitkow (Autor), Rosemarie Tietze (Autor)
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 941 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499238705
  • ISBN-13: 978-3499238703
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 653.315 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als "besten Roman über die russische Revolution" bezeichnete Boris Pasternak, Autor des Doktor Schiwago, dieses umfangreiche Werk. Gemeint war die Revolution von 1905, die zumindest ein vorübergehendes Nachlassen der zaristischen Repressionen zur Folge hatte. Entstanden ist Wiktor Wawitsch in den 30er-Jahren, von einem ehemaligen Revolutionär und erfolgreichen Kinderbuchautor geschrieben, der 1938 starb und nicht mehr miterleben musste, wie sein Buch 1941 zwar gedruckt, aber vor Auslieferung wieder eingestampft wurde. Einige Exemplare waren trotzdem in Umlauf gelangt, doch zu einer offiziellen Veröffentlichung kam es erst 1999. Nur vier Jahre später liegt der umfangreiche Roman in einer viel gelobten deutschen Übersetzung vor.

Boris Schitkow erzählt das Schicksal zweier Familien und richtet dabei das Hauptaugenmerk auf die beiden Söhne Wiktor Wawitsch und Alexander Andrejewitsch "Sanka" Tiktin. Der aus der Provinz stammende Wiktor träumt davon, als Soldat zu Ruhm und Ehren zu gelangen, bescheidet sich jedoch notgedrungen mit einer Stelle als "Revieraufseher" im Polizeidienst. Sanka, Chemiestudent und Sohn eines Bankdirektors, beteiligt sich während der Aufstände an einem Eisenbahnüberfall und gerät in die Mühlen der Justiz. In der Gegenüberstellung dieser beiden Protagonisten spiegeln sich die revolutionären Verwicklungen, werden Mut und Selbstlosigkeit, Eigensucht und Feigheit als Triebkräfte politischen Handelns entlarvt, zeigt sich die Unentschiedenheit der Volksmassen ebenso wie die Willkür der scheinbar Mächtigen.

In seiner epischen Breite steht Wiktor Wawitsch in der Tradition der großen russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. In stilistischer Hinsicht -- er ist in 150 schlaglichtartige Passagen aufgeteilt -- gemahnt der Roman allerdings an die modernistischen Meister des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt an seine Zeitgenossen Dos Passos und Faulkner. Schitkows erzählerischer Kraft und kompositorischer Souveränität ist es zu verdanken, dass dieses vielschichtige Bild einer Gesellschaft in Aufruhr nie unübersichtlich wird. Rolf Vollmann drückt das in seinem Vorwort so aus: Schitkow "bleibt so hart an der Realität, dass er jede Behäbigkeit und Behaglichkeit des gewohnten guten alten Erzählens daran zerschellen lässt, und zwar so gründlich und auch wieder schön, dass wir sie überhaupt nicht mehr vermissen". Dieser Roman wiegt ganze Wagenladungen zeitgenössischer Betulichkeit auf. In einem an Übersetzungen aus dem Russischen überreichen Büchermarkt bildet er zweifellos einen einsamen Höhepunkt. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Kurzbeschreibung

Die erste russische Revolution 1905: Studentenunruhen, Streiks und blutige Straßenkämpfe. Im Zentrum des Geschehens: Wiktor Wawitsch, ein Polizist aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, der eine Liaison mit der Gattin des Polizeichefs hat. Fasziniert von der Macht der Uniform, gerät er als Handlanger des reaktionären Terrors in einen tiefen moralischen Konflikt. Das "beste Buch über die russische Revolution" (Boris Pasternak), ein großes - in den 30er Jahren entstandenes und nun erstmals ins Deutsche übersetztes - Gesellschaftspanorama Russlands.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Anfang gut, Ende gut..., 22. November 2005
Von Jens Bergner "anndanjens" (Germering) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Gelesen unter völlig "unwissenschaftlichen" Gesichtspunkten als reinen Unterhaltungsroman. Bis einschließlich des zweiten Drittels verschlungen, dann etwas gekaut, und zum Schluß wieder Gas gegeben. Die ersten 600 Seiten sind genial zu lesen, sehr kurzweilig und ausgesprochen interessant. Sowohl als politischer Roman, als auch als "Familienepos". Die Charaktere sind exakt beschrieben, die Szenen sehr plastisch dargestellt. Es macht einfach Spaß. Dann jedoch kam bei mir der Bruch. Irgendwie habe ich mich so ca. zwischen den Seiten 600 und 800 sehr schwer getan. Die Handlung dreht sich im Kreis, ist mehr oder weniger voraussehbar. Das Lesen hat sich auf gut Deutsch: gezogen. Zum Schluß nimmt der Text dann wieder Fahrt auf, und es kommt Stimmung und Spannung auf. Trotz des subjektiv empfundenen Makels eindeutig ein "5-Sterne-Buch". Wer sich für Russland, seine Politik, seine Städte und vor allem seine Menschen interessiert, dem sei dies Buch an's Herz gelegt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Klassiker mit Für und Wider, 15. August 2004
Diese Rezension stammt von: Wiktor Wawitsch (Gebundene Ausgabe)
Kein einfaches Buch. Das fängt mit seiner Geschichte an. Die führt dahin, dass der 1934 fertiggestellte Roman 1999 erstmals veröffentlicht wird. Diese Geschichte wurde zur 2003er Frankfurter Buchmesse mit Russland-Schwerpunkt in den Vordergrund gestellt. Diese Vermarktung machte den Roman erfolgreich (für mich) interessant.

Auch die Sprache des Romans ist nicht einfach. Es ist der besondere Stil von Schitkow mit knappen starken Sätzen zu arbeiten und vor allem: viel auszulassen. An diese Konstrukte muss man sich gewöhnen. Mir ist es bis zum Schluss nicht gelungen, mal hundert Seiten am Stück zu lesen. Ein Detail hat mich nicht mehr losgelassen: Immer, immer und immer wieder wird beim Teufel und seiner Grossmutter geflucht. Vielleicht war das zur Zeit der Handlung wirklich so wenig abwechslungsreich üblich?

Es wird diskutiert, ob es sich um einen Klassiker handelt. Es ist die Rede vom stärksten Roman vor Solschenizyn, Pasternak soll den Roman als den besten über die Russische Revolution bezeichnet haben. Die angebliche Einschätzungen von Pasternak halte ich für gut möglich: nach Abschluss des Buches ist mir bewusst, wie gut die Darstellung von innen, aus den Personen heraus gelungen ist.

Hätte ich mich an die Sprache gewöhnt, würde ich dem Rat der Übersetzerin im sehr guten und interessanten Nachwort folgen und den Roman nochmal entdecken.

Fazit: Anspruchsvoll und damit etwas anstrengend, vielleicht wirklich ein Klassiker als Innendarstellung der Zeit vor und zum Zarenmanifest 1905.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen großer russischer Roman, 27. Oktober 2003
Von C. Rediger (Fürth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Wiktor Wawitsch (Gebundene Ausgabe)
In einem an Dostojewskis Dämonen erinnernden Roman beschreibt Schitkow das vorrevolutionäre Rußland. Durch unterschiedliche Einzelporträts wird ein Rußland sichtbar, dass sich unweigerlich auf die Revoution zu bewegt, Schitkow gelingt es dabei meisterhaft die Stimmungen und Zerrissenheit der Personnen zu beschreiben. Ein großer Roman mit viel Sprachwitz.
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5.0 von 5 Sternen Fantastisch
Wer die russischen Klassiker kennt, kann Pasternak nur beipflichten: Es handelt sich da tatsächlich um ein Meisterwerk, der seinen Platz zwischen Dr. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Tagen von Anneberlin veröffentlicht

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