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Wieviel Mutter braucht ein Kind?: Bindung - Bildung - Betreuung: öffentlich + privat: Bindung-Bildung-Betreuung: öffentlich und privat
 
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Wieviel Mutter braucht ein Kind?: Bindung - Bildung - Betreuung: öffentlich + privat: Bindung-Bildung-Betreuung: öffentlich und privat [Gebundene Ausgabe]

Lieselotte Ahnert
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 325 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 2010 (10. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827420148
  • ISBN-13: 978-3827420145
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 14 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.365 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein Sachbuch voller neuer Forschungsergebnisse, welches Vorurteilen entgegentritt. Dass das Buch außerdem einen historischen und kulturübergreifenden Bogen schlägt, Gefühle für die uns anvertrauten Kleinkinder in uns weckt und zum Nachdenken anregt, ist ein besonderes Plus. Buchprofile/Medienprofile Eine wirklich sachliche Darstellung dieser Problemkreise, die sich wohltuend von der oft ideologisch geprägten öffentlichen Diskussion abhebt. Interesse, Sozialreferat der Diözese Linz Das Buch zum Thema "Kundenbetreuung" integriert zahlreiche internationale Forschungsergebnisse in leicht verständlicher Form. Top-Expertin Lieselotte Ahnert, renommierte Bildungsforscherin und Entwicklungspsychologin an der Uni Wien, schlägt einen weiten Bogen vom intuitiven Elternverhalten zur Macht der Mutterliebe und zu den Besonderheiten väterlicher Fürsorge, über Ergebnisse der Bindungsforschung bis hin zu Kinderfreundschaften und zur Bedeutung frühkindlicher Bildung. (...) Eine gute Einstiegslektüre, die zum Weiterlesen und Weiterforschen einlädt, für die Ausbildung ein lang ersehnten Basiswerk - kompetent, engagiert und anregend! Das Fachjournal Die international renommierte Bindungsforscherin zieht ihre Schlüsse vor allem aus aktuellen Ergebnissen der Entwicklungspsychologie, Anthropologie und Neurobiologie und gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Bindungsforschung. Streng empirisch und trotzdem gut lesbar zeigt sie auf, welchen Einfluss Betreuung auf kindliche Entwicklung und auf die Beziehung zur Mutter hat. So viel sei verraten: Ahnert stellt nicht in Frage, dass eine sichere Mutter-Kind-Bindung für die Identitätsentwicklung eines Kindes wichtig ist. Und doch werden viele berufstätige Mütter nach der Lektüre dieses hochinteressanten Buches besser schlafen. spielen und lernen Mit ihrem neuen Buch "Wieviel Mutter braucht ein Kind?" ist ihr ein großer Wurf gelungen. Im Verlauf ihrer präzisen Interpretation der wichtigsten Daten anthropologischer, neurobiologischer, psychologischer und pädagogischer Forschung gelangt sie zu dem Ergebnis, dass es "den" Universaltyp einer zur Natur des Menschenkindes allein passenden frühkindlichen Betreuung nicht gibt - und nie gegeben hat. Vielmehr geht es immer wieder neu darum, die mütterlichen mit den väterlichen und darüber hinausgehend gesellschaftlichen Anteilen früher Betreuung, Erziehung und Bildung sinnvoll zu balancieren. Dass dabei die begrenzte Anpassungsfähigkeit des Kindes wie auch der erwachsenen Beteiligten nicht überfordert werden darf, darauf weist die Autorin eindringlich hin. Vor diesem Hintergrund formuliert Ahnert aktuelle fachliche und gesellschaftspolitische Orientierungen. (..) Ein faszinierendes Buch, dazu noch eines, das für Fachleute wie Eltern gleichermaßen gewinnbringend lesbar ist. frühe Kindheit Umfassende, differenzierte, stets wissenschaftlich begründete Antworten. Sehr lesenswert für Eltern und Erzieher. Öko-Test (..) das Buch [weist] eine Fülle weiterer spannender Ergebnisse auf. Diese von Liselotte Ahnert geführte "Entdeckungsreise" ins Reich aktueller Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie ist ein umfassender und wichtiger Beitrag zur zentralen Diskussion in Fragen der Kinderbetreuung und Beziehungsgestaltung zu Müttern, Vätern und anderen Betreuungspersonen. beziehungsweise (..) durchaus auch für Nicht-Fachleute gut verständlich und mit Gewinn zu lesen. ekz-Informationsdienst Wie viel Mutter braucht ein Kind? Alle, die es endlich genau wissen wollen, sollten dieses Buch lesen, das genau jene Frage als Titel hat. Was sind die wahren Bedürfnisse eines Kindes? Wo sind Mütter unersetzbar? Wie und ab wann sind Väter für die Entwicklung entscheidend? Welche Impulse können von Personen ausgehen, die nicht zur Familie gehören? Und wie lassen sich öffentliche und familiäre Betreuung am besten kombinieren? Diesen Fragen geht Lieselotte Ahnert konsequent aus dem Blickwinkel des Kindes nach. spielen und lernen Das Faszinierende an diesem Buch ist jedoch der umfassende Einblick in die entwicklungsbiologische und -psychologische Forschung, die von den frühen Grundlagenarbeiten seitens Harlow, Bowlby oder Piaget bis heute reicht (...). Spektrum Akademischer Verlag [hat] damit (...) ein Sachbuch herausgebracht, das allen an Kinderbetreuung Interessierten und Beteiligten unbedingt zu empfehlen ist. wissenschaft-online.de Lieselotte Ahnert verfügt über einen anschaulichen, gut leserlichen Schreibstil; es macht Spaß sie zu lesen. Sie kann die Ergebnisse der internationalen Forschung, eingebunden in die historischen Zusammenhänge, verständlich und zielgenaudarstellen. (...)Viele kleine Bilder mit Szenen aus dem Alltag erfreuen das Auge und regen dazu an, über das Gelesene nachzudenken. Dieses Buch ist nicht nur ein wichtiges Buch in der Diskussion um Kinderkrippe oder Familienbetreuung, sondern auch ein gutes Buch zur Entwicklungspsychologie der frühen Kindheit. Frühförderung interdisziplinär

Rezension

Auf dieses Buch hat das Feld der Frühpädagogik schon lange gewartet. Ein Meilenstein in der ewigen Debatte um den Ausbau der Krippenplätze! PD Dr. Fabienne Becker-Stoll, Staatsinstitut für Frühpädagogik, München Lieselotte Ahnert trifft mit ihrem Buch auf zentrale Fragen junger Eltern und Studierender der Elementar- und Grundschulpädagogik und gibt gut verständliche Antworten. Das Buch ist sehr empfehlenswert für alle, die wissen wollen, durch was sich familiäre und öffentliche Erziehung für junge Kinder auszeichnen soll. Prof. Dr. Ursula Carle, Universität Bremen Wer in einer verständlichen Sprache und mit seriöser wissenschaftlicher Fundierung Aussagen und Befunde zur frühkindlichen Entwicklung sucht, ist mit diesem Buch gut bedient. Dr. Hermann Scheuerer-Englisch, Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle , Regensburg Wissenschaftlich fundiert, auf aktueller Forschung aufbauend und zugleich eine spannende Lektüre für eine breite Leserschaft: Die Antwort auf eine grundlegende Frage! Dr. Marina Zulauf Logoz, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Zürich Sowohl aus fachlicher wie auch aus Sicht einer jungen Mutter gut recherchiertes, interessantes, lehrreiches Buch. Hervorragend die Verknüpfung zwischen geschichtlichen Aspekten und neuesten Erkenntnissen aus der Forschung. Dipl.-Psych. Sophie Müller-Bauer, Gießen Endlich – auf dieses Sachbuch habe ich gewartet! Es stellt komplexe Zusammenhänge zwischen der frühen Entwicklung von Kindern und der Rolle ihres sozialen Umfeldes fundiert und verständlich dar. Es gelingt der Autorin ausgesprochen gut, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen praktische Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen abzuleiten. Dass das Buch ausserdem einen historischen und kulturübergreifenden Bogen schlägt, weckt Neugier und macht das Lesen erst recht zu einem lustvollen Erlebnis. Dr. Heidi Simoni, Leiterin Marie Meierhofer-Institut für das Kind, Zürich Schwungvoll geschriebenes Buch zu einem höchst aktuellen Thema von gesellschaftspolitischer Relevanz: Entwicklungschancen bzw. Risiken bei der außerfamiliären Betreuung von Kleinstkindern. Durch internationale Forschungsergebnisse wird belegt, welche Qualitätskriterien für eine entwicklungsangemessene Gestaltung von Bindung, Bildung und Betreuung erfüllt sein müssen. Dr. Waltraut Hartmann, Leiterin des Charlotte-Bühler-Instituts, Wien Das besondere Verdienst diese Buches liegt in der klaren Formulierung einer Aufgabe, die von der öffentlichen und der privaten Seite von Erziehung und Betreuung zu gestalten ist: ein grundlegendes Vertrauen unserer Kinder in die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten zu ermöglichen. Dabei muss Bindung sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen ein wichtiges Thema sein, nicht zuletzt um die Bildungsherausforderungen unseres Jahrhunderts bewältigen zu können. Dies allerdings fernab von hektisch inszenierter Frühförderung, worauf uns die Autorin in ihrer angenehm kritischen Art hinweist. Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts München/Deutschland Ein Sachbuch voller Forschungsergebnisse über die Entwicklung der Kinder in früher Kindheit und wovon sie abhängen; aber auch ein Sachbuch, das tiefe Gefühle für diese jungen Kinder in uns weckt. Wie viele Erwartungen setzen sie auf Mutter, Vater und andere Menschen um sie herum! Dieses Buch räumt mit zahlreichen Vor- und Fehlurteilen auf und zeigt, was diese kleinen Wesen brauchen, die sehr gut "wissen", was für ihr Leben wichtig ist: Menschen, die für sie aufmerksam sind und auf sie eingehen. Es sollte uns Erwachsene sehr nachdenklich machen. Prof. Dr. Lothar Krappmann, Mitglied der UN-Kinderrechtskommission, Genf


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ohauiti
Es wird viel veröffentlicht zum Thema Erziehung, Kinderbetreuung, Förderung und Bildung usw. Jeder scheint es besser zu wissen und damit an die Öffentlichkeit zu drängen, und diskutiert wird viel. Dieses Buch leistet einen wesentlichen und wertvollen Beitrag zur Debatte, indem es wissenschaftlich erworbenes Wissen in klarer und verständlicher Sprache darlegt und ideologisch-weltanschauliche Themen unberührt lässt. Dieses Buch will kein Ratgeber sein, sondern empirisch gesicherte Fakten vermitteln. Das gelingt flüssig, anschaulich, unterhaltsam und teilweise sogar richtig spannend bei gleichzeitig hohem inhaltlichen Wert. Damit räumt es (indirekt) mit einigen Fehlannahmen auf und bezieht Stellung. Andererseits maßt es sich nicht an, eine "ultimative Lösung" für alle und alles zu haben. Welche Schlussfolgerungen der Leser nun für sich und seine individuelle Situation aus dem angebotenen Wissen zieht, bleibt dem Leser überlassen. Anregungen finden sich genug.

Im Zentrum der Betrachtung steht immer das Kind und seine Entwicklung. Gerade weil das Kind im Zentrum der Betrachtung steht, werden aber auch die mit dem Kind in Beziehung stehenden Personen und die relevanten Kontexte in den Blick genommen. Dieses Verhältnis ist ausgewogen, was manchem Buch aus der Pädagogik nicht immer so gelingt. Man merkt, dass dieses Buch von einer Entwicklungspsychologin geschrieben ist. Dadurch fällt es sehr positiv aus dem Rahmen.

Geeignet ist dieses Buch für alle, die sich für die Entwicklung von Kleinkindern interessieren (und die mit ihnen zu tun haben sowieso): Eltern, Erzieher, Lehrer, Studenten der Psychologie oder Pädagogik, im Gesundheitssystem Tätige wie Kinder- oder Frauenärzte und Pfleger usw. Wer bezogen auf dieses Buch allein die (natürlich wichtigen und auch ausführlich behandelten) Kontexte Bildung und Betreuung im Vordergrund sieht, greift zu kurz, denn das Buch hat mehr zu bieten als das und ist - wie oben schon erwähnt - kein pädagogisches Buch und auch nicht der tausend-und-zweite Ratgeber zu dem Thema. Aus meiner Sicht volle 5 Sterne!

Hier noch ein Überblick über die Kapitel und in Klammern kurze Angaben dazu, welche Themen und Inhalte sich hinter den Kapitelnamen verbergen:

1. Von Anfang an auf Sozialkontakte eingestellt (Kompetenzen des Säuglings und erste Lernprozesse)

2. Macht und Ohnmacht der Mutterliebe (psycho-physiologische Aspekte der Geburt, erste Mutter-Kind-Interaktionen, Grundlagen zum Thema Bindung)

3. Beziehungen verlässlich gestalten (Bindung im Detail: Messverfahren und Bindungsqualitäten, Ursachen und Folgen der Bindung bzw. der verschiedenen Bindungsmuster, Funktion des Bindungssystems)

4. Wenn der Vater die Mutter ist (Vatertypen, Funktion des Vaters für das Baby/Kleinkind, subjektives Erleben der Vaterschaft, Vater-Mutter-Kind-Dynamik)

5. Vom Ursprung der Kinderbetreuung (historischer Abriss, kulturvergleichende Studien zur Kinderbetreuung, Untersuchung multipler Betreuungssysteme und Frage nach der Existenz einer "natürlichen Sozialisation/ursprünglichen Betreuung", Bedeutung von Unterstützungssystemen)

6. Bindungen an bezahlte Betreuungspersonen? (historisch: von Heimerzieherinnen und Kindermädchen, Erzieherinnen und Tagesmütter der Moderne, Bindungen und Beziehungsqualitäten zwischen Kind und außerfamiliärer Betreuungsperson, Bindungen und Beziehungen im Kontext der Kindergruppe)

7. Aus Fehlern lernen (Erfahrungen aus der Vergangenheit aus Kindertagesstätten, Kinderheimen, Kibbuzim, Ost-West-Vergleich der Kinderbetreuung in Deutschland vor der Wende, Aspekte der Betreuungsqualität)

8. Entwicklungschancen - Entwicklungsrisiken (Risikofaktoren und Bewältigungsstrategien, Erkenntnisse zu den Folgen außerfamiliärer Kleinkindbetreuung: Ergebnisse der NICHD-Studie)

9. Weg vom Rockzipfel: Was tun gegen Trennungsstress? (Stressmuster bei kleinen Kindern, Stressmuster bei beginnender Tagesbetreuung und Möglichkeiten, dem Stress entgegenzuwirken, Trennungsängste der Mütter)

10. Konfliktfeld Kindergruppe (Peer-Interaktionen und soziales Lernen/Entwicklungen der Kinder im Gruppenkontext, Kommunikation, Entwicklung der Identität, erste Freundschaften)

11. Frühe Bildung auf dem Prüfstand (kindliche Bildungsprozesse, vom Wahn um die Frühförderung (!!!), wie Bindung und Bildung zusammengehen, Lernfreude und Anstrengungsbereitschaft erhalten)

12. Wenn private Betreuung öffentlich wird (Strukturen der Lebenswirklichkeit [Bronfenbrenners Umweltmodell], Güte der Anpassung im Sozialisationsprozess, Ausbalancieren von geteilter Betreuung (daheim und außerfamiliär), Risiken, wenn die Familie nicht funktioniert, Erziehung und Betreuung als gemeinsame Aufgabe: Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft)
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In Hinblick auf die Mutterschaft hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Nachdem heute viele Eltern nach 12 bzw. 14 Monaten wieder in den Arbeitsalltag zurück kehren ' wenn nicht sogar schon früher-, stellen sich viele Paare die Frage: Wieviel Mutter braucht mein Kind eigentlich? Ist es notwendig, dass das Kleinkind rund um die Uhr von der eigenen Mutter betreut wird oder kann diese Aufgabe auch von anderen übernommen werden? Kann eine bezahlte Betreuungsperson sich überhaupt liebevoll um das Kind kümmern? Welche Chancen, aber auch welche Risiken tun sich auf, wenn ein Kind von anderen Personen außer Mutter und Vater betreut wird? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt Lieselotte Ahnerts Buch 'Wieviel Mutter braucht ein Kind?: Bindung-Bildung-Betreuung: öffentlich und privat'.

Lieselotte Ahnert, Professorin für Angewandte Entwicklungspsychologie an der Universität Wien, ist Expertin in Sachen Bindungsforschung und beschäftigt sich seit Jahren mit der Erforschung des Einflusses der Tagesbetreuung auf die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes. In Ihrem 334 Seiten starkem Buch 'Wieviel Mutter braucht ein Kind?: Bindung-Bildung-Betreuung: öffentlich und privat' betrachtet sie das viel diskutierte Thema um Nützlich- oder Schädlichkeit der Kindertagesbetreuung aus der Sicht des Kindes. Dabei zieht sie nicht nur Erkenntnisse der psychologischen Forschung mit ein, sondern verwebt ebenso anthropologisches, pädagogisches und neurologisches Wissen zu einem umfassenden Bild über die vielen Möglichkeiten, ein Kind zu betreuen. Sicher ist nämlich, dass es kein Patentrezept für die Kindertagesbetreuung gibt sondern es vielmehr darauf ankommt, vorhandene Ressourcen einzubeziehen und sorgfältig auszubalancieren. So kommt Ahnert zu dem Schluss, dass sowohl die ausschließlich mütterliche als auch eine ständig wechselnde anderweitige Betreuung negative Auswirkungen haben kann. Wichtig ist eine ausgewogene Balance und insbesondere ein gutes Miteinander der betreuenden Personen ' sowohl in der öffentlichen als auch privaten Betreuung.

Lieselotte Ahnert hat die Informationen rund um die Entwicklung der Bindung, Mutterliebe, Vaterschaft und Kinderbetreuung auf leicht verständliche Art kompakt zusammen getragen. Viele ihrer Vorträge und Veröffentlichungen zu diesem Thema haben sich in den Grundlagen hier zusammen gefunden. Dabei gelingt es ihr, ein sehr emotional aufgeladenes und gesellschaftlich polarisierendes Thema neutral darzustellen. Auf diese Weise ergibt sich ein Buch, das sowohl für Fachpersonal wie auch Eltern viele interessante Inhalte bietet.

Gesamturteil: Lieselotte Ahnert kann zwar keine Antwort dafür anbieten wieviel Mutter jedes einzelne Kind benötigt, doch gibt sie Eltern und Fachleuten alle wichtigen Informationen, um selbst abwägen zu können. Ein absolut lesenswertes Buch für alle, die sich mit dem Thema Kindertagesbetreuung beschäftigen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wunderbares Buch ist das! Ich beneide die Studenten, die damit Entwicklungspsychologie miterleben dürfen. Man spürt in jeder Zeile, wie der Autorin der Text ganz leicht aus der Feder geflossen scheint - das scheinbar Einfache, das so schwer zu bewerkstelligen ist! Der Text wirkt nie aufgesetzt oder gespreizt. Das ist das größte Pfund des Buches. Ich habe viel Leidenschaft und Herzblut gespürt in der Art wie es geschrieben ist, aber vor allem hat das Wort "aus berufenem Munde" seine volle Gültigkeit erhalten.
Was mir gut gefallen hat war, wie sie die Personen mit ihren verschiedenen Untersuchungsergebnissen eingeflochten hat. Man hatte das Gefühl, dass sie einem - wie bei einem Fest - persönlich vorgestellt wurden. Damit erhält das Thema bzw. das eingearbeitete Wissen einen ganz besonderen Glanz, man erlebt mit, aus wievielen Bausteinen sich sowohl nacheinander als auch parallel allmählich die Antwort auf eine Fragestellung heraus schält, wie ein Forscher dem anderen Forscher auf dem Weg nachfolgt und auf dessen Wissen aufbaut, um es mit der eigenen Arbeit noch weiter zu differenzieren. Und es macht wirklich neugierig auf das, was andere zu diesem Thema untersucht und gefunden haben. Überraschend waren für mich die Ergebnisse aus vergleichbaren Untersuchungen bei ähnlich angelegten bzw. verwandten Fragestellungen: z.B. wie ähnlich sich die deutschen Mütter trotz Ost und West waren, und wie verschieden sich das Verhalten von Müttern auf Grund von erfahrenen kulturellen Unterschieden auswirkte. Dass die Verlässlichkeit zur "ersten bzw. vorrangigen" Beziehung, aber auch die Vielfalt in den möglichen Beziehungen einen Menschen erst stark machen und ihn stabilisieren, war eine der für mich verblüffendsten Feststellungen, die das Buch aufgezeigt hat. Nicht das Entweder-Oder, sondern das Eine mit dem Anderen zu organisieren bzw. anzubieten, wäre der erstrebenswerte "Goldstandard" für verheißungsvolle Kinderstuben. Mir drängte sich sogar der Eindruck auf, es war das Anliegen des Buches, dem Leser genau das zu vermitteln.
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