Der Naturphilosoph und Physiker Gerhard Vollmer legt erneut einen Sammelband vor. Der Band enthält Aufsätze aus den Jahren 1997 bis 2002. Wer die früheren Bücher und Aufsätze des Autors kennt, braucht kein Prophet zu sein, um intellektuell vergnügliche Lesestunden voraussagen zu können. Vollmer schreibt konkurrenzlos klar und verständlich sowie mit großem didaktischen Geschick. So kann sich jedermann mit moderner Naturphilosophie beschäftigen. Gleichzeitig dürfte auch der Fachmann nichts an den Formulierungen auszusetzen haben, Vollmer nimmt keine verfälschende Vereinfachungen vor. Der Leser sollte allerdings mit der Evolutionären Erkenntnistheorie bereits vertraut sein (die beste Einführung gibt es vom gleichen Autor, der auch gleichzeitig einer der Urheber ist!). Vollmer legt im Band einige neue Argumente für die Evolutionäre Erkenntnistheorie vor, plädiert überzeugend für den Realismus, zeigt Analogien und Unterschiede auf zwischen Evolutionärer Erkenntnistheorie und Evolutionärer Wissenschaftstheorie (Karl Popper) bzw. zwischen biologischer und wissenschaftlicher Evolution, beschäftigt sich mit Logik, Naturgesetzen, der Physik des Raumes, kritisiert John Horgans Kassenschlager "An den Grenzen des Wissens" und vieles mehr.