Graf Stefan von Winterfeld kommt nach einem längeren Aufenthalt in Budapest nach Wien zurück. Er ist ein reicher, gelangweilter Nichtstuer. Auf einer Gesellschaft sieht er Christina Brenner, die mit dem Freiherrn von Rödern verlobt ist. Fasziniert von ihrer Schönheit trennt er sie von ihrem Verlobten, in der Absicht, sie zu seiner Geliebten zu machen. Doch sein Plan schlägt fehl und er sieht sich gezwungen, dem Mädchen einen Heiratsantrag zu machen. Christina wird von ihrer Tante und ihrer Mutter derart unter Druck gesetzt, dass sie schließlich einwilligt. Während sich Winterfeld schnell mit der Tatsache konfrontiert sieht, sich in seine eigene Frau verliebt zu haben, steht Christina seinen oft erprobten Verführungskünsten kratzbürstig gegenüber.
Mitzuerleben, wie sich der erfolgsgewohnte Winterfeld abmüht, die Sympathie seiner Frau zu erlangen und wie ihre ablehnende Haltung langsam ins Wanken gerät, ist ein Lesespaß ersten Ranges. Als sich eine zwielichtige Bruderschaft an Christina heranmacht, kann Stefan sie in letzter Minute retten und schließlich kommt es zum Showdown (im wahrsten Sinn des Wortes) als der Freiherr von Rödern aus dem Ausland nach Wien zurückkehrt...
Marie Andrevsky serviert eine bezaubernde Liebesgeschichte, die keine Wünsche offen lässt. Glaubwürdige Charaktere mit Ecken und Kanten, brillante Dialoge, die vor Witz und Intelligenz sprühen und ein interessanter, mit großem Fachwissen gezeichneter Hintergrund. Nette Gimmicks, wie das in der Tat außergewöhnliche Haustier Julia, machen weiter Laune. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, ein Keeper, den man immer wieder lesen kann. Absolut empfehlenswerte Lektüre!!!