Der Buchrückentext klingt ja sehr nach Grant Michaels. Jetzt also "Tödliche Trüffel" in Wien und nicht in San Francisco? Eigentlich ein ganz netter Gedanke. Der erste schwule Krimi, der in Wien spielt? Wurde ja höchste Zeit! Nu denn, es kommt eben immer anders, als man denkt: Die Krimihandlung ist im Grunde zu vergessen (viel zu einfach gestrickt), was allerdings dem Lesevergnügen nicht hinderlich ist: stark die Ironie, mit der so manche Schwester beschrieben wird. Nett die sich anbahnende Liebesgeschichte. Alles in allem: ein kleines unterhaltsames Büchlein. Doch warum hat Sulzenbacher gerade die Wiener Szene und Wien so vernachlässigt ("nur" RosaLilaVilla??)? Das verwundert vor allem deshalb, weil er diesen wunderbaren Reiseführer "Schwules Wien" geschrieben hat. Vielleicht im nächsten Roman. Und der muss ja nicht unbedingt ein Krimi sein - oder? Ich freu mich jedenfalls drauf.