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Wiener Blut Gebundene Ausgabe – 2000


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 380 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821808136
  • ISBN-13: 978-3821808130
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.710.168 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Wenn er sich doch nur erinnern könnte. Sharkey, Kolumnist der Wiener Tageszeitung, hat keine Ahnung, was ihm Leo Detmer vor einigen Monaten anvertraut haben soll. Doch Petra, Leos Frau, lässt nicht locker, sie ist überzeugt, dass Leos Tod kein Autounfall war. Und sie glaubt zu wissen, dass Sharkey den Grund für den Mord kennt. Sie bittet ihn um Hilfe und schon bald hängen beide tiefer im Schlamassel als ihnen lieb ist. Leo, der seine Computerfähigkeiten einsetzte, um seinen Lebensunterhalt -- nicht ganz legal -- zu bestreiten, hat mit privaten Nachforschungen bei einer Reproduktionsklinik in ein Wespennest gestochen, dass nicht nur sein, sondern auch viele andere Leben kosten wird.

Wiener Blut, ein SF-Krimi, der in der österreichischen Hauptstadt anno 2026 spielt, ist mehr als nur spannend erzählt. Mit konsequent weitergedachter Technologie lässt Adrian Mathews ein Europa entstehen, das frei zu sein scheint von Emotionen und Moral. Auch wer sich noch nie für Biotech-Thriller erwärmen konnte, wird hier ein neues Faible für ein Genre entdecken, in dem leider viel zu selten Literatur von dieser Qualität erscheint. Adrian Mathews lässt es sich nicht nehmen, seine Charaktere so detailliert zu zeichnen, dass der Leser sie schon mit Zuklappen dieses Romans zu vermissen beginnt. Intellektuelle Anforderung an den Leser: Sharkey lässt seinen philosophischen Ansichten von Zeit zu Zeit freien Lauf und nötigt den Leser, sich Gedanken zu machen, ob er in einem Land wie Mathews es entwirft, leben möchte. To make a long review short: Unbedingt lesen! --Anna Rupaski

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Letzte Woche kriegten wir bei der Wiener Tageszeitung die Meldung rein, und der Leitende Redakteur hat sie auf Seite vier vergraben. Sogar im E-Mail-Bulletin der Polizei hab ich seinen Namen gesehen. Aber erst, als seine Frau hier bei der Wiener Tageszeitung anrief und nach mir, Sharkey, fragte, hat es bei mir geklickt. Sie will mich sehen, sie will reden. Armer Detmers, sage ich, als ich den Hörer auflege. Ein Tiefdruckgebiet kriecht von der dunklen Alpenfront quer durchs Donaubecken auf die Pußta zu. Es ist der 28. November 2026, ein lausig kalter Morgen, und als ich die Redaktion verlasse, fängt es an zu schneien. Pulverschnee - wie im Themenpark. Die Leute kommen raus und staunen. Seit sieben Jahren hat es nicht mehr geschneit. Wir dachten schon, die globale Erwärmung hat die Schneeflocke ins Geschichtsbuch verbannt, aber dieser meteorologische Rückschlag ist eher beängstigend als erfreulich. Wieder so eine unberechenbare Laune der Natur - periodische Rückfälle, eine perverse Tücke der Klimakatastrophe. Mein Auto ist kaputt, also warte ich auf die Straßenbahn, sehe das gelbe Auge ihres Scheinwerfers aus dem trüben Dunst auftauchen. Ich steige ein und setze mich. Schon sind die Jugendstilfassaden der Ringstraße von Puderzucker überstäubt. Die 2er-Bahn surrt und rattert am Kunsthistorischen Museum vorbei, an der Oper, am Stadtpark. Der Fahrer hat den Ledervorhang zugezogen, aber gegen die Kälte hilft das kaum. Wien, die alte Schlampe, macht ächzend die Beine breit und gibt sich der Winterkälte hin. Detmers ... Ich fröstele, mache die Augen zu und schlage den Kragen des Parka hoch, schotte mich radikal gegen die Umgebung ab wie der Mann vor mir mit seiner VR-Brille. Ich versetze mich drei Monate zurück, in den Flughafen Schwechat, wo ich Detmers getroffen habe. Ich saß im Terminal West, als die Durchsage kam. Eine samtig-erotische Stimme, die mühelos den Lärm übertönte: "Mr. Kaposi von Mars, bitte zum Infoschalter." Detmers saß im Schalensitz neben mir, sah mich stutzen und stotterte leutselig grinsend: "Die K-konfektfirma, nicht der P-planet."Irgendwie kam er mir bekannt vor, ohne daß ich genau sagen konnte, woher. Vermutlich ein Allerweltstyp, Dutzendware wie aus dem Supermarkt. Jünger als ich, Mitte zwanzig vielleicht, klein und dick, als Gepäckstück hätte er Übergewicht gekostet. Diese menschliche Fettkugel trug ein kragenloses javanisches Batikhemd und Kunstfaserhosen. In der Hemdtasche steckte ein Networker der C-Klasse, das neueste Modell mit Mikroreaktor. Auf dem Nachbarsitz lag seine leichte Sommerjacke, im Knopfloch eine müde Nelke. Seine Glatze war schon weit fortgeschritten, aber der hormonelle Kahlschlag auf dem Kopf wurde wettgemacht durch kräftig behaarte Arme und buschige Augenbrauen, die sich wie Hanfseile über seine unschuldig blassen Babyaugen wölbten. Kurz, ein harmlos-jovialer Typ, der an die Engelchen auf den Etiketten des Grünen Veltliners erinnerte ..."

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von barkoe am 6. Dezember 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Witzige Idee, die allen Vorbehalten, die man gegüber Genmanipulation und Reproduktionsmedizin hat, gerecht wird. Zwar habe ich wenig Ahnung von den o.g. Disziplinen, es scheint mir aber alles plausibel und gut recherchiert zu sein. Der Plot ist durchgängig spannend. Das Buch ist gut und unterhaltsam zu lesen. Mich wundert, dass es von einem Engländer geschrieben wurde; ich finde es ist sehr österreichisch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. Dezember 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Adrian Mathews zeichnet ein Wien, wie es einem nur zu bekannt vorkommt: Der Roman besticht ganz einfach einerseits durch das Detailwissen des Autors, was Wien betrifft und andererseits durch die brillant komponierte Geschichte, eine Welt in der kaum einer leben möchte
Als passionierte Wienerin sage ich : Jeder der Wien kennt: unbedingt lesen!
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