"Wiener Blei" handelt von den Erlebnissen eines Straßenjungen und einen alten, jetzt verbrauchten, mächtigen Magiers. Die Entwicklung der Ereignisse ist für eine lange Zeit nicht vorhersehbar, was auch gut so ist. Das Buch bietet einige erstaunliche Wendungen und interessante Charaktere, die die Fortgang der Geschichte amüsant begleiten.
Besonders hervorzuheben ist hierbei die sprachliche Gestaltung des Autors, der es erstklassig versteht, einem das Gefühl zu geben sich mitten in Wien zu befinden. Alleine die Sprache erfüllt jede Seite mit einem witzigen Unterton, die Charaktere sind schön verquer, aber noch nicht verdreht, und all das äußert sich auch in ihren Bildern.
Wer schon immer mal eine coole Geschichte mit dem Flair der untergegangenen Donaumonarchie im 21. Jahrhundert lesen wollte, der ist hier goldrichtig.