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Wien anno 1683
 
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Wien anno 1683 (Taschenbuch)

von Johannes Sachslehner (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 359 Seiten
  • Verlag: Pichler Verlag, Wien; Auflage: N.-A. (1. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854314027
  • ISBN-13: 978-3854314028
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 207.856 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anno domini 1683: Der düstere Schatten des Krieges, von Tod und Zerstörung lag über diesem Jahr, in dem sich die Konflikte der Zeit zu dramatischen Ereignissen verdichteten; ganz Europa blickte wie gebannt auf die habsburgische Kaiserstadt, die zum leidenschaftlich umkämpften Mittelpunkt des welthistorischen Ringens zwischen Kaiser und Sultan wurde. Im triumphalen Gefühl des Sieges, das heroische Heldentum der "Bastion Wien" feiernd, wurde jedoch in späterer Zeit vieles vergessen oder verdrängt: die Leiden des "kleinen Mannes", die verhängnisvollen Fehler der militärischen Führung, die Feigheit und Unfähigkeit des Adels. Kenntnisreich und spannend erzählt Johannes Sachslehner die packende Geschichte jener 365 Tage neu, eindringlich schildert er das Schicksal von Tätern und Opfern, gibt eine Ahnung von Unheil und Chaos, den Ehrgeiz und Hass, Fanatismus und Grausamkeit anrichteten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Über den Autor

Johannes Sachslehner, geb. 1957 in Scheibbs, studierte an der Universität Wien Germanistik und Geschichte (Dr. phil.) und unterrichtete von 1982 bis 1985 an der Jagiellonen-Universität Krakau als Gastlektor für deutsche Sprache und Literatur, danach im Archiv- und Verlagswesen tätig, seit 1989 Verlagslektor; Lehrbeauftragter der Universität Wien mit Schwerpunkt österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen 1 Jahr, nicht mehr, nicht weniger, 5. Mai 2005
Von Emanuel Kreidl "EK" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Wien anno 1683 (Gebundene Ausgabe)
Wie der Titel schon sagt, beschreibt das Buch die Ereignisse des Jahres 1683 um Wien und (in vielleicht einem halben Dutzend Fällen) im Rest der Welt.
Johannes Sachslehner führt dabei eine Vielzahl (manchmal lustiger) Anekdoten, und Sagen auf, und spart nicht mit Details über mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten und "Helden" des Abwehrkampfes.
Leider fehlen (geschichtliche) Hintergrunde und eine Vorgeschichte vollkommen, genauso ein Blick auf was danach geschah.
Nach der Lektüre des Buches kann man zwar aus jedem 2. Dorf einen Hirten, Bauern oder Priester nennen, der sich besonders heroisch oder aber auch unrühmlich verhalten hat - all das wird sehr nett und anschaulich geschildert - von den großen Zusammenhängen hat man danach jedoch sicher nicht mehr Ahnung.
Auch sehr bedauerlich: trotz der vielen Beschreibungen von Orten und Heermärschen fehlt jede Art von Landkarte. - Für mich Anlass den Unterstufenatlas ständig neben mir liegen zu haben.
Alles in Allem also ein Buch für diejenigen, die die Geschichte bereits gut kennen und nur einige lustige Zusatzdetails, oder aber auch Geschichten für die kleinen Erfahren wollen - für diesen Zweck aber ziemlich gelungen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Anschauliche Darstellung, volkstümlich aber eindrücklich, 4. Juli 2007
Diese Rezension stammt von: Wien anno 1683 (Gebundene Ausgabe)
Der Autor verarbeitet die Quellen zu einer Chronik des Entscheidungsjahres und vermittelt ein gutes Bild der anfänglichen Sorglosigkeit, dann der Massnahmen und der Gefahren, und schliesslich des Kampfes um Wien und die Ereignisse danach.

Ich habe es mit Skepsis gekauft (in Wien!), und nun mit steigender Begeisterung gelesen. Der Leser bekommt ein Gefühl dafür, wie die Vorbereitungen und dann die Belagerung abläuft, und wie die Stimmung gewesen sein muss.

Dass Einzelereignisse und Schicksale in sinnvoller Weise eingestreut sind, lockert auf und macht Geschichte lesbar.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Das Jahr der zweiten Türkenbelagerung Wiens, 2. Juni 2008
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
1683 war ein Schicksalsjahr der österreichischen Geschichte, wie kaum ein zweites. Die Erinnerung an die zweite Türkenbelagerung wirkte für Jahrhunderte nach und mag bis heute in Form verborgener Ressentiments erhalten geblieben sein. Die eigentliche Belagerung dauert vom 15. Juli bis 12. September, doch bereits in den Monaten zuvor gab es mit Vorbereitungen und ersten Gefechten eine ebenso bedeutsame Vorgeschichte, wie auch in den Monaten danach. Johannes Sachslehner, der sich mit "1918 - Der Infarkt" auch mit dem Zerfall der Donaumonarchie auseinandergesetzt hat, schildert in "Wien anno 1683" den Verlauf des Schicksalsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember in Form einer Jahreschronik.

War die osmanische Invasion zwar eine Bedrohung für das langsam zerfallende Heilige Römische Reich deutscher Nation, saß der wahre Gegenspieler Kaiser Leopold I. in Gestalt des Sonnenkönigs Louis XIV. in Paris, hatten seine Diplomaten Großwesir Kara Mustafa ja immer wieder zum Griff nach dem "goldenen Apfel" animiert. Während Leopold sich um ein Verteidigungsbündnis mit Polens König Jan Sobieski bemühte kam es zu Aufständen in Ungarn und ersten Einfällen marodierender Vasallen des osmanischen Heeres, welche in die österreichischen Erblande eindrangen.

Ob ein Sieg der Osmanischen Heere den Zusammenbruch des Heiligen Römischen Reiches und eine Invasion Mitteleuropas nach sich gezogen hätte ist allerdings strittig. Reinhard Pohanka legt in seinem Werk "Kein Denkmal für Maria Theresia - Eine alternative Geschichte Österreichs" jedenfalls nahe dass die Eroberung Wiens ein sehr schaler Sieg gewesen wäre und womöglich noch größeren Schaden für das Osmanische Reich bedeutet hätte als ein Sieg. Schließlich wären die osmanischen Truppen weit weg von ihrer Heimat als Besatzer zwischen die Fronten der deutschen Fürsten und im Falle eines Marsches auf Rom erst recht der italienischen Stadtstaaten geraten. Unter diesen Umständen wäre es wohl eher zu einem Angriff Persiens auf den großen Rivalen gekommen.

Fazit:
Nichtsdestotrotz eine großartige und detailreiche Chronik für geschichtsinteressierte Leser.
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