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Wiegenlied: Roman
 
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Wiegenlied: Roman [Taschenbuch]

Kerstin Cantz
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (10. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453356675
  • ISBN-13: 978-3453356672
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 663.094 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Abenteuerlich, romantisch, unterhaltsam: ein packender Roman über die Zeit, als die Medizin noch in den Kinderschuhen steckte

Berlin 1828: Der jungen Hebamme Helene gelingt das Unmögliche, als man sie an der Charité heimlich Medizin studieren lässt. Doch damit ruft sie auch Feinde auf den Plan. Als eine plötzliche Serie von Abtreibungen mit tödlichem Ausgang in den Berliner Bordellen für Aufruhr sorgt, richtet sich der Verdacht schnell gegen Helene. Und tatsächlich hat sie sich schuldig gemacht — doch anders, als ihre Gegner denken ...

Über den Autor

Kerstin Cantz wurde 1958 in Potsdam geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach dem Publizistik-Studium arbeitete sie als freie Journalistin, war Redakteurin bei einem privaten Fernsehsender und ist heute Drehbuch- und Romanautorin. Ihr erster Roman "Die Hebamme" wurde auf Anhieb ein großer Erfolg und eroberte die Bestsellerlisten. Zuletzt erschien ihr Roman "Die Schmetterlingsjägerin" (Diana, 2008). Kerstin Cantz lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von €nigma
Format:Gebundene Ausgabe
"Wiegenlied" ist die Fortsetzung von "Die Hebamme" , die Handlung spielt in Berlin in den Jahren 1828/1829. In diesem Roman geht es um die beiden Töchter der Hebamme Gesa und des Arztes Clemens Heuser. Die ältere Tochter Elsa gerät als Schauspielerin in höchste gesellschaftliche Kreise, sie spielt sogar für den preußischen König. Ihre Schwester Helene ist in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten und Hebamme geworden. Sie möchte allerdings gern Ärztin werden. Dies ist zur damaligen Zeit "offiziell" nicht möglich, sie darf aber durch Vermittlung ihres an der Charité sehr geschätzten Vaters bei den Ärzten Privatunterricht nehmen und so ihre Kenntnisse erweitern.
Die größte Herausforderung für die Ärzte und Hebammen der Entbindungsabteilung ist das Kindbettfieber, das an der Charité wütet, ohne dass man ihm Einhalt gebieten kann. Ein weiteres Problem besteht darin, dass immer wieder Frauen, meist sind es Prostituierte, an missglückten Abtreibungen sterben. Helene, die durch ihren Beruf Kontakte mit den Dirnen einiger Berliner Bordelle geknüpft hat, gerät schließlich selbst unter Verdacht...
Bei diesem Buch handelt es sich nicht um einen seichten "Die ...in" Historienroman mit einer Heldin, die in eine männliche Rolle schlüpft. Vielmehr ist hier ein betrübliches Thema der Medizingeschichte gut recherchiert aufbereitet. Die Autorin nimmt in gewisser Weise die späteren Ereignisse um den "Retter der Mütter", Ignaz Philipp Semmelweis, voraus und schildert sehr anschaulich - man sollte sagen "anrüchig"- das Leiden und Sterben der vom Puerperalfieber ergriffenen Wöchnerinnen. Diese Szenen sind recht drastisch und daher für empfindsame Gemüter weniger geeignet, für Interessenten medizingeschichtlicher Themen jedoch umso faszinierender.
Die charakterliche Ausgestaltung der Protagonisten bleibt etwas konturlos und nimmt nach meinem Empfinden hinter der Präsentation der medizingeschichtlichen Thematik eher eine Nebenrolle ein. Es gibt zwar auch etwas Liebesfreud und -leid, diese Irrungen und Wirrungen nehmen aber keinen allzugroßen Raum ein. Außerdem beinhaltet dieser Roman in einem parallelen Handlungsstrang Krimielemente, die jedoch meiner Meinung nach verzichtbar gewesen wären.
Vom Erzählstil ist "Wiegenlied" wie seinerzeit schon "Die Hebamme" ziemlich eigenwillig und nicht ganz einfach zu lesen. Selbst wenn man sich in den Sprachstil eingelesen hat, verlangt das Buch dem Leser Konzentration ab, da die Autorin reichlich Szenenwechsel und Gedankensprünge einbaut.
Mich hat dieser medizinhistorische Roman gut unterhalten, auch wenn ich ein Nachwort vermisst habe, in dem ich gern zusätzliche Informationen über die Geschichte der Charité und die historischen Persönlichkeiten der Zeit gelesen hätte.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Auch der vorliegende Band hat mich wieder begeistert. Die Autorin versteht es so brisante Themen die die Ärzte Anfang des 19.Jh. beschäftigten gut verpackt in einem historischen Krimi den Lesern nahe zu bringen. Nicht nur der Kampf der Hebammen um die vielen Frauen die in den Geburtshäusern im Kindbett starben, sondern auch der Kampf um ihren Berufsstand ist in die Geschichte eingewoben. Mit viel Spannung erzählt die Autorin von der Überheblichkeit der Ärzte, die Kraft ihres Medizinstudiums sich in der Lage sehen als Geburtshelfer zu praktizieren und damit den Hebammen ihren Platz an der Seite der gebärenden Frauen streitig machen. Ein anderer Kampf oder eher ein Wettlauf mit dem Tod im Wochenbett ist das Kindbettfieber. Hier die Unerfahrenheit und auch die Machtlosigkeit der Ärzte zu erleben geht dem Leser selbst an die Nerven, insofern, weil wir heute genau wissen wie diese Problematiken gelöst wurden. Nun kommt die Geschichte, in die alles eingewoben ist. Auch sie besteht aus mehreren einzelnen Episoden, zwischen denen oft hin und her gesprungen wird und die am Ende alle zu einem Ganzen werden. Da ist die junge Hebamme Helene Heuser, die in Berlin an der Charité als Hebamme arbeitet und ganz privat, so quasi nebenbei, zur Ärztin ausgebildet wird. Das geht aber nur, weil ihr Vater, der renommierte Professor Clemens Heuser, bereit ist seine Stelle in Marburg aufzugeben um ebenfalls an der Charité zu arbeiten. Desweiteren ist da noch die Schwester Helenes die Schauspielerin Elsa Heuser, ein aufstrebender Stern am Berliner Theaterhimmel, die beste Verbindungen zum Hof König Friedrich Wilhelm III von Preußen hat. Persönlich kennt sie die königliche Familie und spielt am königlichen Hoftheater. Eine ebenfalls eigene Geschichte ist die des großen Unbekannten, der immer öfter jungen Berliner Frauen aus sehr peinlichen Lagen hilft, von Huren bis Damen aus bester Gesellschaft, sie so zu sagen befreit vom "lästigen Übel". Die Frauen wenden sich hilfesuchend an ihn, keine kennt ihn, und sterben oft nachher einen qualvollen Tod. Bald erkennen die Ärzte, diesem Menschen ist schnellstens das Handwerk zu legen.
Frau Cantz versteht es hervorragend die Fülle an Stoff ineinander zu fügen und daraus, vor historischem Hintergrund, eine spannende Geschichte zu schreiben. Am Ende bleibt man trotz aller Unterhaltung grübelnd zurück und ist froh nicht damals gelebt zu haben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bravo 18. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Schon die Hebamme hat mich in ihren Bann gezogen..........so habe ich auch den 2.Teil verschlungen. Super Unterhaltung, toll recherchiert und sprachlich eine Wonne. Ich empfehle auch die Schmetterlingsjägerin, sie entführt in eine andere Welt.
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