Mit beiden Händen muß Maeve Binchy in ihre Ideenkiste gegriffen haben und konnte sich wohl nicht entscheiden: Schreib ich eine Liebesgeschichte? Oder mal einen Krimi? Oder doch lieber einzelne Erzählungen? Sie nahm von jedem etwas, und ihrer unübertroffenen Erzählkunst ist es zu verdanken, dass ein Buch voller Leben, ein Kaleidoskop bunter Schicksale dabei herauskam. Der Rote Faden - die sympathische Ella Brady plant einen Film über das irische Lokal „Quentins" und die mit ihnen verbundenen Menschen - wirkt zwar etwas konstruiert, zumal dieser Film nie zustande kommt, doch das übersieht man gern, so interessant, so anrührend, ja sogar spannend verwebt Binchy die einzelnen Schicksalsfäden zu einem bunten Teppich. Zusätzlicher Aha-Effekt für Binchy-Kenner: einige der Personen kennt man schon aus früheren Büchern und freut sich, sie hier wiederzutreffen. Maeve Binchy schafft es wieder einmal wie keine andere, ihre Personen so liebevoll und positiv darzustellen, dass man sie eigentlich alle mag, die Guten und die Bösen. Ein liebenswertes Buch in bewährter Maeve-Binchy-Qualität!