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Produktinformation
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Die Erlebnisse im Folgenden sind aber lange nicht so spannend wie im ersten Teil. Ich habe leider den Eindruck, Frau Hoffmann schlachtet ihr Afrika-Erleben richtig aus. Natürlich war ich auch neugierig. Aber alles in allem ist es nun genug in die Länge gezogen.
Für absolute Fans ein absolutes Muss. Aber: Nun ist es ausgereizt!
Die Emotionalität und Spannung der ersten beiden Bände konnte in diesem Buch meiner Meinung nach inhaltlich nicht überzeugend vermittelt werden. Aber auch der Schreibstil dieses Buches bleibt meines Erachtens deutlich hinter dem der beiden anderen Bücher zurück - eigentlich würde man ja eher erwarten, dass die Autorin (die schließlich keine gelernte Schriftstellerin ist) von Buch zu Buch besser wird. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Buch im Gegensatz zu den anderen beiden sehr schnell verfasst und auf den Markt "geworfen" wurde.
Ich kann mich zumindest des Eindrucks nicht erwehren, dass die Motivation für dieses Buch zu einem großen Teil nicht im Bereich der Verarbeitung der eigenen Erlebnisse (wie bei Band 1) und dem Gerechtwerden der Leser-Anteilnahme (wie bei Band 2) anzusiedeln ist, sondern in großen Teilen der weiteren Vermarktung der Geschichte dient. Die das Buch begleitende Filmdokumentation trägt ihr übriges dazu bei.
Das finde ich persönlich eigentlich sehr schade, da die Story, die mich vorher sehr fasziniert und ergriffen hat, für mich mit diesem Band - Wiedersehen in Barsaloi - nun eigentlich ausgelaugt ist.
Falls in einigen Jahren noch ein Band über ein eventuelles Wiedersehen der Tochter Napirai mit ihren afrikanischen Verwandten erscheinen sollte, weiß ich zumindest noch nicht, ob mein Interesse an der Geschichte ausreichen wird, um noch einmal die - nicht gerade preiswerte - Investition in den Kauf zu tätigen.
Bei aller Bewunderung, die ich für die Autorin Corinne Hofmann und ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte und den damit verbundenen Mut empfinde - mit diesem Buch hat sie bei mir keinen Pluspunkt sammeln können.
Frau Hofmann hat es verstanden diese Emotionalität auf mich zu übertragen. Trotzdem, wirkt das Buch nicht mehr so ehrlich wie die andern zwei. Womöglich liegt das an der Einleitung des Buches. In Träumen ist Frau Hofmann der Gedanke gekommen, dass sie einfach wieder nach Kenya reisen müsse. Kann ja mal vorkommen. Ich hatte dann aber eher den Eindruck, dass es nicht nur Eingebungen waren die Frau Hofmann leiteten. Es entstand ja auch ein Video und ein DVD.
Unglücklich fand ich auch die Einleitung über die gescheiterte Beziehung zu ihrem neuen Lebenspartner. Ueber mehr als eine Seite berichtet Frau Hofmann wie intensiv sie mit Lesungen und Filmvorbereitungen beschäftigt war um dann "erschrocken" festzustellen, dass sich ihr Partner aus der Beziehung geschlichen hatte. Möglicherweise war sie ganz einfach zu sehr mit sich beschäftigt um zu merken, dass der Partner eventuell zu kurz kam. Es könnte aber auch sein, dass sie sich aus der Beziehung verabschiedete indem sie in die alte zurück schlich.
Fragen die letzlich keine Rolle spielen. Das Buch ist in gewohnt einfacher, flüssiger und süffiger Sprache geschrieben. Je länger ich las, je grösser wurde der Unterhaltungswert. Ein Wert der allerdings auch einen stolzen Preis hat.
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