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Die Wiederkehr der Götter. Religion in der modernen Kultur
 
 
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Die Wiederkehr der Götter. Religion in der modernen Kultur [Taschenbuch]

Friedrich W. Graf
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 14,95  
Taschenbuch, 27. Januar 2005 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 3 (27. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406517501
  • ISBN-13: 978-3406517501
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 731.476 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Wilhelm Graf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Auch die moderne Welt ist von Religionen geprägt: Viele Götter leben unter uns. Religiöse Glaubensformen und Sprachmuster beweisen in vielerlei Transformationen erstaunliche Beharrungskraft. Diesem Gegenwartsbefund verleiht das neue Buch des Münchener Theologen und Historikers Friedrich Wilhelm Graf historische Tiefenschärfe.
Er analysiert anschaulich und pointiert die vielfach noch ungeschriebenen Religionsgeschichten der Moderne als Teil komplexer Wandlungsprozesse von Kulturen und Mentalitäten. Der Zeitrahmen spannt sich von den Religionsdebatten um 1800 bis zu den Menschenrechts- und Globalisierungsdiskursen des frühen 21. Jahrhunderts. Besonderes Interesse gewinnt dabei die Auseinandersetzung mit aktuellen kulturwissenschaftlichen Deutungsmodellen und die programmatische Überwindung der Engführungen einer konfessionalistischen Religionsgeschichte.

Über den Autor

Friedrich Wilhelm Graf, geb. 1948, ist Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität München und nimmt daneben zahlreiche weitere Aufgaben wahr, u.a. als Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Als erster Theologe wurde er 1999 mit dem Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet. Seine kirchenkritischen Einsprüche in großen Zeitungen haben ein lebhaftes Echo gefunden.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gott und die Welt 14. April 2005
Format:Taschenbuch
Wenn die Aufbahrung eines verstorbenen Papstes Millionen von Menschen mobilisieren kann und sämtliche Reden eines US-Präsidenten mit den salbungsvollen Worten "God bless us/ you/ America" endet, dürfte klar sein, dass auch im anbrechenden 21. Jahrhundert die Religion als Deutungs-, Sinnbildungs- und Legitimationsprinzip keineswegs aus der Mode gekommen ist.

Auf Basis solcherlei Befunde entwickelt Graf in seinen gesammelten Aufsätzen (denn darum handelt es sich bei diesem Werk) vielfältige Thesen zur Rolle der Religion vom 19. über das 20. Jahrhundert bis in unsere Zeit. Im Zentrum steht dabei jeweils die Erkenntis, dass der oft proklamierte Säkularismus der Moderne bei genauerer Untersuchung nicht - oder nur mit Einschränkungen - ein zutreffendes Modell darstellt.
Statt einer Auslöschung religiösen Bewusstseins müsse vielmehr mit zunehmender Differenzierung und Segmentierung gerechnet werden, wie Graf einleitend am Beispiel des Konfessionalismus des 19. Jahrhunderts belegt.
Insbesondere die Engführung von religiösen und kapitalistischen Prinzipien (religious economy, eine Deutungsvariante, die bis dato nur in der amerikanischen Religionssoziologie verbreitet ist) erhält in Grafs Darstellung Beachtung.
Ferner setzt sich der Autor mit den Transformationsprozessen des Numinosen in einer globalisierten Welt auseinander, deren Konsequenzen vom Fernsehprediger bis zum gewaltbereiten Terroristen reichen.

Dieses Werk vermittelt durch das kluge, stringente, strikt wissenschaftliche Argumentieren seines Autors eine wichtige Position zu einem Thema, dessen Brisanz und Prägekraft nicht unterschätzt werden darf. Graf erhielt zu recht den Leibnitz-Preis 2003.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Zum Stil des Buchs nehmen wir zufällig die Seite 42 (in meiner Bundeszentrale-für-politische-Bildungs-Ausgabe) und den Beginn des ersten Absatzes darin: "Strategien symbolischer Repräsentation von Konfessionsidentität schlossen Prozesse intensiver Religionsosmose nicht aus". Mmh, vielleicht ein einsamer Aussetzer? Dieselbe Seite, ein paar Zeilen weiter unten: "Über die Konfessionsgrenzen hinweg konnten die Semantiken kommunziert[sic!] werden, ..."
Der Text ist Grafs bekanntestes Werk, doch es schleiermachert sich immer wieder von der Verständlichkeit weg.

"Die Wiederkehr der Götter" beginnt mit einer länglichen Aufzählung US-amerikanischer Ansätze: Religion als ökonomischer Wettbewerb etc. Rasch wird auch klar, dass Graf als akademischer Theologieprofessor sich im modernen Protestantismus auskennt, bereits in anderen christlichen Konfessionen schon weniger. Mit einem Titel "Wiederkehr der Götter" kann doch nicht ein Handbuch zur Selbstfindung der protestantischen Uni-Theologen umschrieben werden, mit kleinen Einschüben zur Judentums-Renaissance und einer "Säkularisierung".

Der Schlussabsatz des Buches zeigt, was der passende Titel gewesen wäre: Wird es meinen Münchner Lehrstuhl noch in zwanzig Jahren geben? Bzw. "Wozu noch wissenschaftliche Theologie?". Dies beantwortet Graf universitätsprotestantisch (frühes bzw. spätes 20. Jh.) umgehend: "um in den Arenen von Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kirche und Politik der heilsamen Unterscheidung von Gott und Mensch Geltung zu verschaffen"

Positiv ist anzumerken, dass Grafs Buch davor schützt, alles über einen Kamm zu scheren und "Säkularisierung" als unabwendbares Schicksal für die Kirchen zu sehen. Lesen Sie es als evangelischer Theologe.
Doch der erwähnte esoterische Stil und die häufige Verengung auf die eigene Welt ist schade. Trotz Interesse am Thema habe ich irgendwann abgebrochen. Schade.
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