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Wiedergutmachung an Nietzsche: Das Nietzsche-Memorandum und andere Texte Gebundene Ausgabe – 1. Januar 1999

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Von einigen als Mystiker bloßgestellt, von anderen, die es nicht weniger gut als jene wissen müssen, zum Irrationalisten abgestempelt, bleibt Georges Bataille ein philosophischer Außenseiter. Vorbei sind die Zeiten, in denen er Frankreichs Meisterdenker auf unbeschrittene Denkwege lockte und deutsche Professoren zur Polemik im Namen des Projekts der Moderne herausforderte. Wie keiner nach ihm identifiziert er sich mit Nietzsche -- als Franzose, in den 40er Jahren! Und er widersprach dem Verehrten gleichwohl, indem er seine Philosophie von der gängigen Assoziation mit der Lehre vom Willen zur Macht löste und mit Hegel zeigte, dass Souveränität nicht mit der Idee der Herrschaft konvergiert, sondern in der Weigerung besteht, sich dem Diktat der Nützlichkeit zu unterwerfen: Souveränität als Entgrenzung.

Am Beginn von Batailles Neubeschäftigung mit Nietzsche steht das Memorandum , eine Sammlung von Nietzsche-Texten, die um den von Nietzsche ausgerufenen Tod Gottes als Verheißung einer souveränen Existenz kreisen, zugleich Auftakt zu einer Reihe von Aufsätzen zu dessen Philosophie. Sie liegen jetzt in einem benutzerfreundlich edierten Band vor, der durch ein kenntnisreiches Nachwort des Herausgebers Gerd Bergfleth ergänzt wird. Im Mittelpunkt der Texte Batailles steht die Umwertung eines Denkers, dem er das Kernstück seiner eigenen Philosophie verdankt: die Lehre von der Souveränität. Konsequent bleibt auch Batailles Bindung an Nietzsche souverän, ledig aller Bindungen an modische Ideologien wie Faschismus oder Kommunismus. Ausführlich demonstriert Bataille, dass die Vereinnahmung durch die nationalsozialistischen Ideologen Rosenberg und Bäumler scheitern muss, weil sie Nietzsche wieder dienstbar machen und dem von ihm fundamental zurückgewiesenen Zweckdenken unterwerfen. Faschismus und Nietzscheanismus bleiben inkommensurabel, weil Nietzsches "heilige" Verweigerung niemals Gegenstand von Propaganda sein könne.

Bataille insistiert dagegen auf der Souveränität Nietzsches. Man könne über Nietzsche nur hinausgehen und ihn weiterdenken, indem man weiter denkt und seinem Vorbild existentiell nachfolgt: "Niemand kann Nietzsche authentisch lesen, ohne Nietzsche zu 'sein'". Rechtzeitig zum Nietzsche-Jahr erscheint damit eine Textsammlung, der es vielleicht gelingen wird, die Nietzsche-Rezeption aus der üblich gewordenen ästhetizistischen Domestizierung zu befreien. --Jens Kertscher

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Georges Bataille, geb. 1897, gilt als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller seines Jahrhunderts. Von 1922 bis 1942 als Bibliothekar an der Bibliothèque Nationale tätig, war er es, der Walter Benjamins Manuskripte rettete, indem er ihm half, sie in der Bibliothek zu verstecken. Von den Surrealisten, deren Axiome ihm zu eng erschienen, aber auch von Kojève beeinflusst, verfasste er ein in seiner Bandbreite einmaliges Werk, das erst spät in seiner Bedeutung erkannt wurde. Er starb 1962 in Paris.

Gerd Bergfleth, geboren 1936 in Dithmarschen, studierte 1956-1964 Philosophie, Literaturwissenschaft und Gräzistik in Kiel, Heidelberg und Tübingen, wo er heute lebt, seit 1971 als freier Schriftsteller und Übersetzer. Seit 1975 ist er Herausgeber des theoretischen Werks von Georges Bataille, das er größtenteils auch übersetzt und ausführlich kommentiert hat und von dem bislang neun Bände vorliegen ( der letzterschienene davon bei MSB). Diese langjährige Tätigkeit, aus der u.a. die 'Theorie der Verschwendung' hervorging und an die sich über zwei Dutzend weitere Bataille-Übersetzungen anschlossen, kristallisierte sich im Lauf der Zeit als Hauptgeschäft seines Lebenswerks heraus. Sie wurde vielfach unterbrochen durch zahllose Aufsätze, Vorträge und Fragmentsammlungen, die zuerst im Rahmen dessen entstanden, was man seinerzeit als 'Tübinger Vernunftkritik' bezeichnete, späterhin jedoch welthafter orientiert sind und als Bruchstücke eines kosmischen Denkens aufgefasst werden können. In dieser zweiten Abteilung seines Lebenswerks hat Bergfleth nicht zuletzt sein Wort gesagt über Marx, Nietzsche und Heidegger, über Blanchot, Klossowski, Cioran und Baudrillard. Zur Zeit arbeitet er an einem Buch über Ernst Jünger.


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Von Ein Kunde am 26. Oktober 2001
Format: Gebundene Ausgabe
"Nul ne peut lire Nietzsche authentiquement sans "etre" Nietzsche"
Dieser Satz von Bataille kondensiert in genialer Weise das Thema, die Erfahrung dieses Buches.
Wieviele Interpretationen hat das letzte Jahrhundert über Nietzsche papierstapelweise zustande gebracht? Unzählbare sich oft widersprechende und diametral angesetzte Ausdeutungen, ein wahrer Dschungel von Geschreibsel. Das Übermeiste davon steht ohnehin unter der Ägide wissenschaftlicher Philosophasterei, mit widerwärtigem Akademismus durchsetzt, welcher Philosophie zu blossem Formalismus heruntergewirtschaftet und degradiert hat. Poststrukturalismus, Postmoderne, Systemtheorie ergehen sich in luftig idealistischer Sprachspielerei, die eigentlich nur noch den Zweck hat, Anschlusskommunikation, und das heisst hier: weitere Aufsätze und Bücher auf den Markt zu schmeissen; ABM-Massnahmen für junge Doktoranten.
Aber zurück zu Nietzsche. Batailles Buch kommt ein Sonderstatus zu. Tatsächlich liefert er keine wiederholte Interpreation, sondern er IDENTIFIZIERT sich mit Nietzsche. Er hebt die Distanz auf, gelangt zu einer Erfahrung, die subtextuale Energie und Druckwelle wird weitergeführt. Eigentlich ist dies keine Schrift ÜBER Nietzsche, sonder die Erfahrung Nietzsches wird ausgeführt, ausgelebt. Kein harmloser Text also, sondern ein existetieller, welcher dem Leser, wenn er sich dieser Chance öffnet, eine Dimension zugänglich macht, die ihn in seinem Inneren ergreift und das Potential "echter" Philosophie erleben lässt.
Hervorzuheben ist noch die vorzügliche Übersetzung und die editorisch Arbeit des Herausgebers Gerd Bergfleth.
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