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Wie wollen wir sterben?: Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin
 
 
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Wie wollen wir sterben?: Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin [Gebundene Ausgabe]

Michael de Ridder
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 5 (15. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421044198
  • ISBN-13: 978-3421044198
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Michael de Ridder
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Michael de Ridder gehört zu den Ärzten, die die unwürdigen Bedingungen des Sterbens im Krankenhaus nicht länger mit ansehen wollen. Sein Buch rüttelt auf. Nach der Lektüre wird später niemand sagen können, er habe von nichts gewusst.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

»Michael de Ridders Buch ist ein Appell vor allem an seine Kollegen, die Menschlichkeit, das Mitgefühl, die Empathie gerade beim Sterbenden wieder in den Vordergrund der ärztlichen Aufgabe zu stellen.« (SWR2 Forum Buch, 15.08.2010 )

»Wie wollen wir sterben? Schnell und mit möglichst wenig Schmerzen, werden viele sagen. (…) Auch de Ridder bekundet am Ende seines Buches, dass es uns trotz aller Bemühungen nicht gelingen wird, „Leben und Sterben miteinander zu versöhnen“. Immerhin, nie waren die Möglichkeiten besser, diesem Ziel so nah wie möglich zu kommen. „Wie wollen wir sterben?“ ist ein bemerkenswerter Beitrag dazu.« (Der Tagesspiegel )

Kurzbeschreibung

Sterben dürfen – die Streitschrift eines Arztes

Die Würde des Menschen muss auch und gerade bei unheilbar kranken und alten Menschen respektiert und bewahrt bleiben. Viel zu oft allerdings setzen sich Ärzte über den Willen ihrer Patienten hinweg, tun alles, was medizinisch und technisch möglich ist, und tragen so eher zur qualvollen Sterbeverzögerung als zur sinnvollen Lebensverlängerung bei. Aber Lebensverlängerung, so de Ridder, darf nie zum Selbstzweck werden. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende.

Der medizinische Fortschritt der letzten Jahrzehnte hilft zahllosen Patienten, verschafft Heilung oder zumindest Linderung, rettet und verlängert Leben. Gleichzeitig hat Hochleistungsmedizin, wie sie in unseren Krankenhäusern praktiziert wird, aber auch ihre Schattenseiten. Michael de Ridder, seit über dreißig Jahren an verschiedenen Kliniken in Hamburg und Berlin als Internist, Rettungs- und Intensivmediziner tätig, plädiert dafür, Sterben wieder als Teil des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen. Er richtet sich damit nicht zuletzt an die eigene Zunft. Vielfach verstehen sich Ärzte in einer medizinisch-technischen Krankenhauswelt, in der alles möglich scheint, ausschließlich als Heilende. Was aber, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist? Wenn ein Patient »austherapiert« ist, wie es im Fachjargon heißt? Statt Todkranke um jeden Preis am Leben zu erhalten, müssen Mediziner lernen, in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. Gerade hier, so de Ridder, sind Ärzte gefragt, als Begleiter, als Fürsorger.




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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
62 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Warum eigentlich sind alle Beurteilungen so voll des Lobes und begeistert über das aktuelle Buch von Michael de Ridder, das ja von schwierigen, oft verdrängten Erfahrungen sowie von Leid und belastenden Erlebnissen berichtet - nämlich dem Sterben? Vielleicht, weil uns diese Thematik zutiefst berührt; und weil sie einfühlsam und hochkompetent dargestellt ist. Sicher auch, weil die Krankengeschichten und Sterbeschicksale den Autor selbst spürbar bewegen. Offensichtlich im Gegensatz zu den vielen "medizintechnischen Handwerkern", die (wie etwa jener wiederholt zitierte Herzchirurg) nie verstanden haben, was Arzt-sein im Kern bedeutet. Und noch etwas scheint mir vorbildlich an diesem Buch: Wir erleben, wie sich de Ridder auch gegen den (erschreckend häufigen) Widerstand seiner Kollegen für die Würde der sterbenden Patienten einsetzt, ihm selbst die letzte Entscheidung überläßt, sich nicht hinter juristischen Spitzfindigen versteckt. Es ist ja im Prinzip so einfach: der Kranke und allein sein Wille sind Maßstab ärztlichen Handelns, nichts sonst. Letzter Punkt: Die Gedanken und Handlungsprinzipien dieses Arztes bei seinen kritisch kranken und sterbenden Patienten werden klar dargestellt, logisch entwickelt, auch hier und da juristisch gesichert. Als Laie kann man sich freuen über dieses Buch, als Arzt bleibt lediglich, dem Kollegen zu danken.
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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Meg
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist anstrengend. Weil es von Themen und Bereichen handelt, mit denen man ungern seine gesunden und guten Zeiten verbringt. Aber es ist die einzige Zeit, in der man sich damit beschäftigen soll und kann. Ich erlebe gerade, dass ein Freund, der innerhalb von neun Jahren viermal wiederbelebt wurde, jetzt seit einigen Monaten mit Magensonde und künstlicher Beatmung wehrlos im Bett liegt und nichts, aber auch gar nichts mehr sagen und für sich tun kann. Ich (noch nicht alt) mache daraufhin gerade meine Patientenverfügung. Dieses Buch hat mir einen tiefen und kompetenten, auch bitteren Einblick in die Behandlungsabläufe gegeben. Es hilft mir jetzt bei meiner Entscheidung und Formulierung. Vielen Dank für dieses -auch für einen Laien- sehr gut zu verstehende und hilfreiche Buch, Herr de Ridder!
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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch wie das vorliegende des seit 30 Jahren als Internist klinisch tätigen Arztes Michael de Ridder war lange überfällig. In dem über 300 Seiten starken Werk plädiert er dafür, das Sterben als Teil des Lebens wahrzunehmen und anzuerkennen.

Was vielen Religionen seit Jahrtausenden bekannt war, ist den Medizinern und in der Folge dann auch vielen Menschen, die nun in die "Götter in Weiß" ihre Hoffnungen setzten, schon lange verlorengegangen. Ärzte, denen immer kompliziertere und natürlich auch teurere medizinische und technische Apparate ermöglichen, Menschen an einem fragwürdig gewordenen Leben zu erhalten und die, wenn ihnen das nicht gelingt, den Tod eines Patienten als persönliche Niederlage erleben, sind die eine Adressatengruppe dieses engagierten Plädoyers "für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin."

Ärzte, die, wenn die Apparate nicht mehr helfen, den Sterbenden gerne dem Pflegepersonal überlassen und es nicht gelernt haben, verständlich und mit Empathie mit Sterbenden und ihren Angehörigen zu sprechen.
Statt Todkranke um jeden Preis am Leben zu erhalten, müssen Mediziner lernen, "in aussichtslosen Situationen ein friedliches Sterben zu ermöglichen." Dabei muss die Würde des Menschen, sein Recht auf Selbstbestimmung unbedingt respektiert werden.

Eine Lebensverlängerung zum Selbstzweck lehnt de Ridder ab, grenzt sich aber deutlich von denen ab, die mittels der Sterbehilfe das Schicksal des Menschen selbst in die Hand nehmen wollen.

Ein wichtiges und empfehlenswertes Buch, dem eine positive Wirkung in die Ärzteschaft hinein zu wünschen ist.
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