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Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen
 
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Wie wirklich ist die Wirklichkeit?: Wahn, Täuschung, Verstehen (Taschenbuch)

von Paul Watzlawick (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 251 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 7 (Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492243193
  • ISBN-13: 978-3492243193
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.844 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Neue Taschenbücher

Ein neues Outfit

25 Jahre Taschenbuchreihe «Serie Piper»

In 25 Jahren kann sich eine Taschenbuchreihe bis zur Unkenntlichkeit wandeln. So ist es in gewisser Weise der Serie Piper ergangen. Sie veränderte sich durch Nebenserien und Sonderreihen mit jeweils anderem Outfit so gründlich, dass sie immer unübersichtlicher wurde. Mehr und mehr verlor sie ihre – wie man heute sagt – Corporate Identity und damit ihre Attraktivität. Um diese wiederzufinden, musste etwas getan werden. Das Jubiläum – 25 Jahre Serie Piper – kam da gerade recht. Die Bände der Serie Piper (SP) haben zum Jubiläum ein neues Layout bekommen. In der Fülle der Taschenbuchreihen werden die SP-Bände dank ihrer markanten Ausstattung nicht mehr untergehen, sondern ordentlich Eindruck machen. Sie werden nicht mehr zu übersehen sein.

In neuem Gewande sollen von Oktober 1995 bis März 1996 sechzig Titel aus 25 Jahren Serie Piper vorgelegt werden. Die ersten zehn Bände der Jubiläumsedition «The Best of Piper» konnten rechtzeitig zur Buchmesse erscheinen. Unter ihnen befindet sich auch jener Band, mit dem im August 1970 die Serie Piper ihren Anfang nahm: mit der Studie «Macht und Gewalt» von Hannah Arendt (1906–1975). Gelesen mit dem Blick auf die grossen globalen Veränderungen seit 1989, erweisen sich Arendts Analysen vielfach als prophetisch hellsichtig.

In den Band wurde auch ein Interview aufgenommen, das Adelbert Reif mit Hannah Arendt geführt hat. Arendt zeigt sich darin «wirklich schockiert», als Reif auf marxistische Intellektuelle verweist, die der Meinung sind, «dass der Sozialismus trotz aller Verfremdungen immer wieder aus eigener Kraft im Stande ist, sich zu regenerieren». Die Herrschaft Stalins eine «Verfremdung» zu nennen sei, erwidert die Philosophin, «ein Euphemismus, mit dem man nicht nur Tatsachen, sondern ungeheure Verbrechen unter den Teppich kehrt». Ein solcher «Jargon» verändere Tatsachen, indem er Verfremdung nenne, was nichts anderes gewesen sei als «ein Verbrechen von gigantischen Ausmassen».

Hannah Arendt war davon überzeugt, dass Wirtschaftsreformen den Sozialismus nicht mehr retten können. Denn den Menschen gehe es nicht um ökonomische, sondern um politische Reformen: «Worum es ihnen geht, ist Freiheit mit allem, was dazu gehört: eine geltende Verfassung, gesetzlich gesicherte Rechte, Pressefreiheit, Mitbestimmungsrecht; vor allem das Recht zu sagen, zu schreiben und zu drucken, was ihnen beliebt.» Die Sowjetunion werde immer «zuschlagen», wo sich dieses «Streben nach Freiheit» manifestiere. Aber sie könne nicht mehr überall zuschlagen, denn – so Arendt 1970 – «als Grossmacht sitzt sie nicht mehr so fest im Sattel». 1989 fiel sie dann, um bei diesem Bild zu bleiben, endgültig aus dem Sattel der Weltgrossmacht, weil das Streben nach Freiheit nicht mehr zu unterdrücken war.

Zu den anderen SP- Editionen, die im neuen Outfit eine neue Auflage erleben, gehören zum Beispiel der Roman «Das Geheimnis der Pineta» von Carlo Fruttero und Franco Lucentini; von Edith Wharton der Roman «Zeit der Unschuld», den Martin Scorsese 1993 verfilmt hat; als ein weiteres Buch zum Film figuriert Jim Carrolls Roman «In den Strassen von New York» auf der SP-Bestenliste; «Die Entdeckung der Langsamkeit» von Sten Nadolny – mit 1,7 Millionen verkauften Exemplaren der Gesamtauflage ein Bestseller – findet sich ebenso darunter wie Reinhold Messners Bericht über sein Bergsteigerleben «Die Freiheit aufzubrechen, wohin ich will»; ausserdem noch von Paul Watzlawick der Versuch, eine Antwort zu geben auf die Frage «Wie wirklich ist die Wirklichkeit?»; oder von Karl Jaspers der erste Band eines nicht vollendeten Opus, das einer «unerhörten Aufgabe» gewidmet ist: «Die grossen Philosophen».

Die unerhörte Aufgabe des Buches sieht Jaspers darin, durch die grossen Philosophen «uns den Raum erhellen zu lassen, in dem wir selbst wirklich werden»: «Wir möchten in die Welt der Grossen gelangen, als Hörende, Lernende und Liebende dort Heimatrecht erwerben dadurch, dass wir in ihrer Gesellschaft, der besten, die wir finden können, zu dem gelangen, was sie selbst sein können.»

Dass die Gesellschaft der Philosophen die beste aller möglichen gesellschaftlichen Welten sein soll, mag man in idealistischer Hochstimmung freudig behaupten. Dass es aber in dieser Gesellschaft oft so furchtbar menschlich oder allzu menschlich zugeht wie in anderen menschlichen Gesellschaften, weiss man auch. In ihr herrscht «die kategorische Impertinenz». So lautet der Untertitel einer Sammlung mit Verbalinjurien, die sich Philosophen gegenseitig – heimlich oder öffentlich – angetan haben. Der Philosoph Steffen Dietzsch hat sie herausgegeben: «Philosophen beschimpfen Philosophen – Die kategorische Impertinenz seit Kant» (Reclam Leipzig). Und wie sie sich beschimpfen; z. B. als «Spassmacher», «Sesselfurzer», «Playboy», «Wirrkopf», «Moraltrompeter», «Plattkopf», «Dreiviertelskopf», «Begriffskrüppel», «Maschinist», «Magister Dunkelhut» usw. Man sieht: Philosophen beweisen Geschmack und erweisen sich als geistreich auch dort, wo es um ihren besonderen Beitrag zur Sitten- oder Unsittengeschichte der Menschheit geht.

Rainer Hoffmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Pressestimmen

"Dieses Buch soll zur Pflichlektüre für jene gemacht werden, die für alles eine Erklärung parat haben und sie als objektive Tatsachen anpreisen. Politiker, Soziologen, Theologen, Lehrer, aber natürlich auch Kritiker und Journalisten sollten sich Watzlawicks Buch unters Kopfkissen legen."
(Rias Berlin)

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51 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Radikaler Konstruktivismus, 22. Dezember 2003
Von Reinhold Stansich "reini68.blogspot.com" (Kottingbrunn, Austria, Central Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Der Radikale Konstruktivismus ist jene Philosophie zu der sich der Autor ganz klar bekennt und zu deren Bestand er wesentlich beigetragen hat. Watzlawick kommt ursprünglich aus der Psychologie und Sprachforschung und insofern liegen seine Betrachtungsobjekte auch genau in jenem Bereich.

Was ist nun dieser Radikale Konstruktivismus? Nun, das ist gar nicht so schwer zu verstehen, der Kern ist, dass die Wirklichkeit die wir sehen immer dadurch beeinflusst wird, was wir über die Wirklichkeit denken, d.h. vor allem durch unser soziales Umfeld aber auch durch unsere persönliche Biographie. Uninterpretierte Wirklichkeit gibt es nicht, zumindest nicht für uns Menschen; denn immer werden unsere Sinneseindrücke sofort von unserer Vergangenheit und unserem Wissen interpretiert werden.

Man könnte nun annehmen, dass dieses Buch ein langatmiger philosophischer Schmöker ist, der kaum fesseln kann, doch das Gegenteil ist wahr. Der Autor erklärt seine Weltsicht ausschließlich mit Kurzgeschichten, Anekdoten und Fallschilderungen. So bleibt das Buch sehr kurzweilig und dennoch lehrreich.

Ein Punkteabzug muss jedoch gemacht werden, da das letzte Viertel beinahe in die Science Fiction abzugleiten droht ohne die Aussagekraft des Buches zu erhöhen. Hier geht Watzlawick auf potentielle Kommunikationsmöglichkeiten mit Außerirdischen und Zeitreisen ein; ganz zweifellos beides interessante Themen, die auch wissenschaftlich erörtert werden dürfen und sollen, die jedoch eher in anderen Büchern Platz finden sollten. Besonders erschwert wird dieser Umstand dadurch, dass diese Schilderung aus der Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts stammen und daher auch nicht mehr ganz dem Erkenntnisstand der heutigen Naturwissenschaften entsprechen.

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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Brillanter Streifzug durch die menschliche Wahrnehmung, 23. Oktober 2002
Der Titel dieses Buches ist Programm. Was ist das, was wir als Wirklichkeit ansehen? Gibt es eine "objektive Wirklichkeit"? Wo liegen die Grenzen unseres Verstehens und Denkens? Auf unterhaltsame Weise, mit Hilfe von Anekdoten und Beispielen vermittelt Paul Watzlawick, Forschungsbeauftrager am Mental Research Institute in Palo Alto, CA, ein anderes Bild von Realität, das sich von unserer üblichen stark unterscheidet. Über vieles denken wir normalerweise nicht nach, sondern nehmen das meiste als gegeben hin. Verhaltensforscher, Philosophen und Physiker prägen unser Weltbild seit Jahrhunderten, doch alle Paradigmen sind stets im Fluß.

In drei Teile -- Konfusion, Desinformation und Kommunikation -- gegliedert, präsentiert Watzlawick unter anderem Beispiele aus geheimdienstlichen Tätigkeiten des 20. Jahrhunderts, sowie Ergebnisse psychologischer Experimente aus allen Etappen der Forschung.

Wie Wirklich ist die Wirklichkeit? hat mich schwer beeindruckt. Vieles, was ich verstreut ab und an irgendwo aufgeschnappt hatte, finde ich in diesem Werk wieder. In meinen Augen ist es ein wichtiges Buch, weil es viele scheinbar gegebene und unabänderliche Wahrheiten relativiert, ohne ihre subjektive Korrektheit jedoch in jedem Fall in Frage stellen zu wollen. Denn Wirklichkeit ist nicht das, was ist, sondern das, was wir erleben.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen unterhaltsam, spannend, reizvoll, aufschlussreich, packend, 26. März 2002
Das behandelt den Einfluss der Kommunikation auf unseren Wirklichkeitseindruck. Dieses allein schon sehr reizvoll Thema behandelt Watzlawick in einer Art und Weise, welche das Buch von der ersten bis zur letzten Seite interessant und unterhaltsam macht. Die große Fülle an Beispielen und Belegen lassen Watzlawick zuweilen etwas abschweifen, dies macht aber gerade den Reiz aus und verleit dem Buch zusätzlich auch einen allgemeinbildenden Charakter. Auf das eigentliche Thema kommt der Autor immer wieder gekonnt zurück und verliert somit nie den inhaltlichen Faden.
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