Die Antwort von Matthias Horx ist klar: ja, es gibt sie, wenn wir uns ihr offen mit Neugierde und Spannung entgegentreten, ohne die Risiken zu vernachlässigen, die die Zukunft gerade in der Zeit der grossen Veränderung vom Industriezeitalter in das Wissenszeitalter auch birgt. Dazu aber braucht es Mut, Hoffnung, Optimismus, die Handvoll wirklicher Bedrohungen jedoch sind auch ernst nehmen. Denn Kriege, Tyrannei, Verwüstungen durch Umweltkatastrophen hat es immer schon gegeben: der Mensch ist von Nautur aus sehr zäh und widerstansfähig. Wichtig ist, dass wir uns der Zukunft stellen, die Herausforderungen als Lebensaufgabe neugierig annehmen, jeder Einzelne für sich in seinem Gebiet, mag es noch so klein sein, und das Beste von dem Geschenk LEBEN daraus macht nach seinem Motto: "Die Zukunft wird nicht rosig. Sie wird aber auch nicht schwarz. Und auch nicht grau. Sie ist ein Abenteuer. Ja, ich glaube fest daran: Ueberleben durch Wandel ist besser als Untergehen mit Prinzip"!(S. 354). Seine Sicht der Zukunft schildert er in verschiedenen Themen wie Lernen ("Bildungsanschlüsse"), Familie (sie werde nicht untergehen, denn sie ist sehr anpassungsfähig an die neuen Gegebenheiten), Globalisierung (wir kehren zurück in unsere uralte Lebensform des Nomadentums), Krieg und Katastrophen, Politik (Ende des Rechts-Links-Schemas, Trefferquote 100 %!), usw.
Immer wieder ist es phänomenal, wie Matthias Horx es schafft, seine Idee der Zukunft, welche er aufgrund von Veränderungen in der Gegenwart äusserst akribisch karthographiert, seinen Lesern ohne zu moralisieren, näherbringt, immer wieder von einem neuen Standpunkt aus gesehen. Dieses Buch ist nicht für Marketing-Fachkräfte, die schnell ihren Verkaufsanhaltspunkt (Trend) auf eine einfache Art und Weise suchen, denn seine Aussagen gehen uns alle an. Und wir können alle mit der Unsicherheit, der Angst vor der Zukunft umgehen lernen, wenn wir bereit sind, das in Eigenverantworung (Selfness) auch zu wollen.
Zusammen mit dem "Zukunfts-Manifest" ist das eine Investition ins eigene Leben, in die eigene Verantwortung ohne Alarmismus.
Schade, dass diese nicht zur Pflichtlektüre gehören!