James wohnt bei drei Tanten, seine Mutter ist fort, die Wohnung klein und das Mietshaus voller Menschen. In der Schule träumt er. Und als die Lehrerin ihn ausschimpft, läuft er aus der Schule fort, fort in ein altes verlassenes Haus, das er entdeckt hat. Dort im Keller kann er herrlich tanzen und träumen, niemand sieht ihn, niemand will was von ihm.
Bis eine Gang größerer Jungen ihn entdeckt. Und ihn zwingt, ihnen bei der Entführung von Hunden zu helfen, die sie anschließend den Besitzern gegen Finderlohn wiederbringen.
Paula Fox erzählt hier wieder in ihrer ruhigen, aufmerksamen Art eine ganz eigene Geschichte. Das ist allerdings auch das Problem. Denn die Geschichte ist für die Kinder ab zehn meiner Meinung nach einfach zu ruhig, so schön sie oft auch geschrieben ist. Oft passiert seitenlang wenig bis gar nichts, James träumt, manchmal versucht er zu fliehen, denn die Jungen halten ihn auch über Nacht gefangen.
Für die meisten Kinder in diesem Alter dürfte die Geschichte einfach zu ruhig sein. Und so bewundernswert es auch ist, dass dieses Buch in den vierzig Jahren seit seinem Entstehen kaum Staub angesetzt hat, so atmet es doch den Geist der Sechziger. Erwachsene wird das wenig stören, für Kinder dürfte es schwieriger sein, sich hinein zu finden.
So ist es ein poetisches, sehr ruhiges Buch, das aber vermutlich nur eine Minderheit der Kinder ansprechen dürfte.
(C) Hans Peter Roentgen