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Wie unser Gehirn die Welt erschafft [Gebundene Ausgabe]

Chris Frith , Monika Niehaus
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

17. März 2010
In Ihrem Kopf gibt es eine erstaunliche Vorrichtung, die Ihnen jede Menge Arbeit erspart - und die darin effizienter ist als die neuesten High-Tech-Computer: Ihr Gehirn. Es befreit Sie Tag für Tag von Aufgaben wie der bewussten Orientierung und Bewegung in der Welt um Sie herum, so dass Sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren können: nämlich Freundschaften zu schließen und Menschen zu beeinflussen. Allerdings ist auch das "Ich", das in diese soziale Welt entlassen wird, ein Konstrukt Ihres Gehirns. Es ist Ihr Gehirn, das es Ihnen ermöglicht, Ihr geistiges Leben mit Ihren Mitmenschen um Sie herum zu teilen. Dieses von einem der international führenden Neurowissenschaftler geschriebene Buch liefert eine verständliche Zusammenfassung der experimentellen Untersuchungen, die zeigen, wie das Gehirn unsere geistige Welt erschafft. Der Autor greift dabei ebenso auf die Hinweise aus bildgebenden Verfahren wie auf psychologische Experimente und Studien mit Patienten zurück, um die Beziehung zwischen Geist und Gehirn zu erkunden. Er zeigt, dass wir unser Wissen über die geistige und körperliche Welt mithilfe von Modellen erwerben, die unser Gehirn erschafft. Und er verdeutlicht, wie das Gehirn die Kommunikation von Ideen zwischen unseren Köpfen möglich macht. "Christopher Frith ist für sein extrem klares Denken bekannt, mit dem er komplexe psychologische Phänomene durchschaubar macht, ob es um Urheberschaft, soziale Intelligenz oder die Geisteswelt von Menschen mit Autismus und Schizophrenie geht. Und genau diese Fragen wie auch unser Verständnis von Wahrnehmen, Handeln, Wählen, Erinnern und Fühlen werden derzeit durch bildgebende Verfahren revolutioniert. In Wie das Gehirn die Welt erschafft führt er all dies in überaus verständlicher und anregender Weise zusammen." Oliver Sacks

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Wie unser Gehirn die Welt erschafft + Das Gehirn: Anatomie, Sinneswahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein, Störungen + National Geographic - Die Geheimnisse unseres Gehirns
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Was wir über unser Gehirn wissen, beruht auf handfesten Experimenten. Chris Frith, ein international renommierter Neurowissenschaftler, erklärt in seinem Buch prägnant die wichtigsten Ergebnisse der Hirnforschung der letzten 200 Jahre und zeigt, wie sie das Bild vom Menschen verändert haben. Bild der Wissenschaft Die Frage, wie unser Gehirn die Welt erschaffen können sollte, lässt hohe Erwartungen aufkommen, die bei der Lektüre nicht enttäuscht werden. Denn tatsächlich wird die gesamte Bandbreite unserer kognitiven Leistungen oder unserer epistemischen Verfassung vorgestellt. Die Leser werden nicht nur in die moderne Naturwissenschaft des Geistes eingeführt, sondern sie erfahren auch, "wie das Gehirn das alles macht". (...) Damit geht das Buch weit über eine übliche Standardeinführung zu Aufbau und Funktion des Gehirns hinaus. Vielmehr berührt es die wichtigsten und zentralen Fragen der aktuellen Forschungsdebatten, die zugleich inhaltsreich und amüsant dargestellt werden. BIOspektrum Grosses Kino - Vom Illusionstheater in unseren Köpfen - Die leise Selbstironie, die dieses Buch von der ersten Seite an durchzieht, hebt es wohltuend von vielen anderen Werken ab. Frith hat gut lachen, denn sein großer Vorzug besteht genau darin: Er hat experimentell ergründet, wie das Gehirn die Welt erschafft, und zwar mehr als drei Jahrzehnte lang auf so verschiedenen Gebieten wie der funktionellen Architektur des Gehirns. (..) Frith gelingt das Kunststück, die enorme Bandbreite der kognitiven Neurowissenschaften nicht nur anhand vieler konkreter Beispiele darzustellen, sondern auch die Bedeutung ihrer Ergebnisse auszuloten. Was verraten uns all die Pfiffigen Laborversuche und verblüffenden Effekte über uns selbst? Das fasst Frith präzise und laienverständlich zusammen, ohne sich (wie manche Forscher) in Details und Spitzfindigkeiten zu verlieren oder (wie viele Journalisten) Binsenweisheiten oder vermeintliche Sensationen zu präsentieren. (..) So geht es Frith letztlich gar nicht darum, zu erklären, was Bewusstsein ist, sondern, was diesem alles entgeht und warum das so sein muss. Dies ist kein Abgesang auf unseren vermeintlich naiven Drang nach Selbstgewissheit, wohl aber eine Aufforderung, dem Augenschein zu misstrauen. Es gibt wenige Bücher, die diesen Appell ähnlich anschaulich und fundiert mit Leben füllen, gewürzt mit einer guten Portion Humor. Gehirn und Geist In seinem beeindruckend klaren Buch „Wie unser Gehirn die Welt erschafft“ bringt Frith es auf eine einfache Formel: Was wir wahrnehmen, ist ein Fantasiebild, das sich mit der Realität deckt. Potsdamer Neuste Nachrichten, Mai 2010 Es lohnt sich, sich auf die Gedankenspiele des Professors aus England einzulassen. Denn er bietet nicht nur interessante Fakten über das Gehirn, sondern verleitet die lesenden Gehirne immer wieder zum Nachdenken über sich selbst und die eigene Wahrnehmung. Deutschlandradio "Er ist für sein extrem klares Denken bekannt", schreibt der Neurologe und Erfolgsautor Oliver Sacks über Chris Frith. Und tatsächlich gelingt es Frith, diese Klarheit im Denken in eine einfache, auch für Laien verständliche Sprache zu packen. Es lohnt sich, sich auf die Gedankenspiele des Professors aus England einzulassen. Denn er bietet nicht nur interessante Fakten über das Gehirn, sondern verleitet die lesenden Gehirne immer wieder zum Nachdenken über sich selbst und die eigene Wahrnehmung. Deutschlandradio Kultur Eine sehr gelungene, wenn auch schon etwas anspruchsvollere Einführung in die Struktur des Gehirns auf dem neusten Stand der Forschung bietet ein Buch des britischen Hirnforschers Chris Frith (...). Stern Der britische Kognitionsforscher Chris Frith beschäftigt sich mit dem vielleicht größten Rätsel überhaupt, nämlich dem Entstehen und den Eigenschaften unserer Erlebniswelt - der einzigen Welt, die uns direkt zugänglich ist. Er behandelt dieses schwierige Thema in einer souveränen, sympathischen und sehr verständlichen Weise, immer nahe an den psychologischen und neurobiologischen Forschungsergebnissen, von denen einige bedeutende aus seinem Labor stammen. Er verzichtet dabei bewusst auf jeden bombastischen philosophischen Aufwand. Das macht das Buch unbedingt lesenswert. Gerhard Roth, Direktor des Instituts für Hirnforschung an der Universität Bremen Neurowissenschaften und Psychologie tun sich oft schwer, die wirklich interessanten Fragen zum Thema Geist zu beantworten, aber in diesem faszinierenden Buch zeigt Chris Frith, dass die Wissenschaft heute endlich beginnen kann zu erläutern, wie und warum wir die Welt so erfahren, wie wir es tun. Wer an der Natur des Menschen interessiert ist - nicht nur an den Grundlagen der neuronalen Verschaltungen -, wird von seiner Darstellung begeistert sein. Frith vertieft sich in Themen wie Wahnvorstellungen, Illusionen, Vorstellungskraft und Nachahmung, und stets schreibt er verständlich und erhellend, ob es um die einfachsten Beobachtungen oder die komplexesten Experimente geht. New Scientist Ein interessantes Buch für alle, die besser verstehen wollen, wie im Gehirn unsere geistigen Erfahrungen entstehen ... So wie es Frith selbst in einer Art Rahmenhandlung exerziert, werden Sie sich schon auf der nächsten Party über diese Ideen plaudern hören, oder sie nutzen die Erkenntnisse für ernsthafte Überlegungen zum Gehirn oder als Wissensfundus für die Hausarbeit im nächsten Semester. Eine anregendes neues Buch von einem hervorragenden Wissenschaftler, der weiß, wovon er redet. Metapsychology Online Reviews Frith gelingt eine spannende Darstellung der subtilen Verbindungen zwischen Geist und Gehirn, in die er gelegentlich humorvolle Dialoge zwischen sich selbst als Erzähler und anderen einflicht, die man als Zweifler oder Ungläubige bezeichnen könnte. Psychologist Hebt sich von vielem ab, was in letzter Zeit geschrieben wurde ... Für diejenigen, die nur Zeit für ein einziges Buch haben, sollte es dieses sein. Unentbehrlich. Choice Reviews Leicht verständlich und spannend bringt [der Autor] dem Leser die Funktionsweise des Gehirns im Austausch mit der Umwelt nahe. Sein Buch ist lesenswert für jeden, der wissenschaftlich fundiert über das Gehirn lernen will. Pädiatrie hautnah, Oktober 2011 Dieses Buch liefert eine klare Beschreibung der aktuellen neurowissenschaftlichen Sicht des Verhältnisses zwischen Gehirn und Geist. Brain Science Podcast

Buchrückseite

Ist die Welt real – oder lediglich ein Konstrukt unseres Gehirns? Und wer ist eigentlich "Ich"? In Ihrem Kopf gibt es eine erstaunliche Vorrichtung, die Ihnen jede Menge Arbeit erspart – und die darin effizienter ist als die modernsten High-Tech-Computer: Ihr Gehirn. Tag für Tag befreit es Sie von Routineaufgaben wie der bewussten Wahrnehmung der Objekte und Geschehnisse um Sie herum sowie der Orientierung und Bewegung in der Welt, so dass Sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können: Freundschaften zu schließen, Beziehungen zu pflegen und Ideen auszutauschen. Wie sehr all das, was wir wahrnehmen, ein von unserem Gehirn geschaffenes Modell der Welt ist, wird uns kaum je bewusst. Doch noch überraschender – und vielleicht beunruhigender – ist die Schlussfolgerung, dass auch das „Ich", das sich in die soziale Welt einfügt, ein Konstrukt unseres Gehirns ist. Indem das Gehirn es uns ermöglicht, eigene Vorstellungen mit anderen Menschen zu teilen, vermögen wir gemeinsam Größeres zu schaffen, als es einer von uns alleine könnte. Wie unser Gehirn dieses Kunststück vollbringt, beschreibt dieses Buch. "In diesem faszinierenden Buch zeigt Chris Frith, dass die Wissenschaft heute endlich beginnen kann zu erläutern, wie und warum wir die Welt so erfahren, wie wir es tun … Frith vertieft sich in Themen wie Wahnvorstellungen, Illusionen, Vorstellungskraft und Nachahmung, und stets schreibt er verständlich und erhellend, ob es um die einfachsten Beobachtungen oder die komplexesten Experimente geht." New Scientist "Der britische Kognitionsforscher Chris Frith beschäftigt sich mit dem vielleicht größten Rätsel überhaupt, nämlich dem Entstehen und den Eigenschaften unserer Erlebniswelt – der einzigen Welt, die uns direkt zugänglich ist. Er behandelt dieses schwierige Thema in einer souveränen, sympathischen und sehr verständlichen Weise, immer nahe an den psychologischen und neurobiologischen Forschungsergebnissen, von denen einige bedeutende aus seinem Labor stammen. Er verzichtet dabei bewusst auf jeden bombastischen philosophischen Aufwand. Das macht das Buch unbedingt lesenswert." Gerhard Roth _____ Dieses von einem international führenden Neurowissenschaftler geschriebene Buch liefert eine verständliche Zusammenfassung jener experimentellen Untersuchungen, die zeigen, wie das Gehirn unsere geistige Welt erschafft. Um die Beziehung zwischen Geist und Gehirn zu erkunden, greift der Autor dabei sowohl auf Befunde aus bildgebenden Verfahren zurück wie auch auf psychologische Experimente und Studien mit Patienten. Er zeigt, dass wir unser Wissen über unsere Innen- und Außenwelt mithilfe von Modellen erwerben, die unser Gehirn erstellt und im Lichte neuer Erfahrungen immer wieder anpasst. Darüber hinaus verdeutlicht das Buch, wie das Gehirn die Kommunikation von Ideen zwischen unseren Köpfen möglich macht – und damit auch die Grundlagen für die Kultur legt. "Christopher Frith ist für sein extrem klares Denken bekannt, mit dem er komplexe psychologische Phänomene durchschaubar macht, ob es um Urheberschaft, soziale Intelligenz oder die Geisteswelt von Menschen mit Autismus und Schizophrenie geht … In Wie unser Gehirn die Welt erschafft führt er all dies in überaus verständlicher und anregender Weise zusammen." Oliver Sacks "Ein anregendes neues Buch von einem hervorragenden Wissenschaftler, der weiß, wovon er redet." Metapsychology Online Reviews

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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Falls Sie schon immer wissen wollten, warum wir uns scheinbar so mühelos und einfach in der doch so komplizierten Welt zurechtfinden können, können Sie dieser Frage in Chris Friths Buch auf den Grund gehen.

Nachdem ich schon Bücher anderer Autoren zu ähnlichen Themen lesen durfte, war ich von diesem Werk überaus positiv überrascht. Anstatt sich in zu flachen oder aber endlos detaillierten Beschreibungen zu vertiefen oder sich selbst unentwegt in den Vordergrund zu spielen, findet Frith einen eleganten Weg zwischen Detailreichtum und Verständnis ohne in Lobpreisungen seiner selbst zu enden. Das Buch ist äußerst logisch aufgebaut und sehr gut gegliedert. Stück für Stück erläutert der Autor, was unser Gehirn eigentlich alles leistet um uns ein so "einfaches" Leben zu ermöglichen. Dabei werden sämtliche Aspekte der Wahrnehmung beleuchtet.

Regelmäßige Grafiken, Illustrationen und einige Seiten mit farbigen Grafiken im Mittelteil des Buches untermalen die diskutierten Themen. Der rote Faden der Beschreibungen ist ein Gespräch mit einer sehr kritischen Englisch-Professorin, die immer wieder das Gesagte anzweifelt und zu weiteren Erklärungen oder Fragestellungen anregt.
Die wichtigsten Erkenntnisse werden am Ende eines jeden Abschnittes kurz zusammengefasst und bilden so das Fundament für die weitere Betrachtung. In den zahlreichen Fußnoten werden viele zusätzliche Informationen gegeben. Alle Behauptungen und Aussagen sind mit Literaturhinweisen belegt, sodass man nie den Eindruck verspürt, der Autor verstricke sich lediglich in eigenen Mutmaßungen. Darüber hinaus veranschaulichen viele (plausible) Experimente und Beispiele das Gesagte.

Alles in allem ist dieses Buch sehr lesenswert, sowohl für Neueinsteiger in die Thematik als auch für vorgebildete Leser. Mit viel Engagement und auch Witz und Ideenreichtum geschrieben, eröffnet es einem einen ganz neuen Blick auf das eigene Verhalten und eine ganz andere Wertschätzung der eigenen Leistungen (und die der anderen). Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Orginaltitel ist (wie meistens) besser: "Making up the Mind". Ein herrlicher Doppelsinn: einmal "to make up" im Sinne von "etwas erfinden", und dann natürlich "Make up your mind" = "Entscheide dich!" - Denn um beides geht es in diesem Buch: das Gehirn erfindet (die innere wie auch die äußere Welt), und es entscheidet sich fortwährend, und erschafft durch den spezifischen Charakter dieser Entscheidungen s e i n e Welt.

Der Autor zeigt, dass die Unterscheidung zwischen dem Geistigen, oer sagen wir besser: dem Mentalen und dem Physischen nicht haltbar ist. Diese Unterscheidung ist nur eine durch das Gehirn geschaffene Illusion. Was immer wir zu wissen glauben, über die Welt "da draußen", oder über meine Welt "hier drin", ist ein Produkt des Gehirns. Dass das für uns so kontraintuitiv ist, liegt daran, dass das Gehirn die vielen unbewussten Prozesse und Schlussfolgerungen, durch die es das Bild einer Innen- oder Außenwelt kreiert, vor uns verbirgt. Wir sehen nur die Benutzeroberfläche. Ich bin (als Ich-Phänomen) nur diese Benutzeroberfläche, die nicht weiß, wie sie zustandekam.

Auch die Illusion eines direkten Kontaktes mit der Außenwelt ist ein Trick meines Gehirns. So haben wir zwei Illusionen. Wie kommen wir aber damit klar, im Alltag? Indem wir die scheinbar privaten Illusionen vernetzen. Aus dem scheinbar in seiner Höhle sitzenden Ich wird ein WIR, im alltäglichen Abgleich der Gehirne untereinander entsteht Kultur, welche ihrerseits auf das vermeintlich isolierte Gehirn zurückwirkt. Das ist der entscheidende Punkt im dritten Teil des Buches: Wahrheit ist immer ein soziales Konstrukt.

Entscheidend dafür, dass hier keine idealistische Solipsismus-Gefahr aufkommt, ist neben der Kultur des "social brains" die Tatsache, dass dass der Mensch immer schon ein Handelnder ist. Das Gehirn beobachtet nicht desinteressiert vor sich hin, sondern erlebt die Welt als ein Spektrum von Handlungsmöglichkeiten. Aus der verwirrenden Fülle von Eindrücken errechnet es sich in jedem Moment eine innere Landkarte von in die Zukunft weisenden Möglichkeiten. Treibend dabei ist, dass jeder dieser Möglichkeiten ein Wert beigemessen ist. Das verkörperte Gehirn will immer schon etwas erreichen, und interpretiert alle Sinnesdaten dementsprechend.

Ein wundervolles Buch, dass Hirnforschung mit Sozialpsychologie und Philosophie verknüpft, und ein in sich stimmiges Bild eines "pragmatischen Konstruktivismus" vorstellt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine leicht verständliche Einführung für Laien 15. August 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Man merkt, dass es Chris Frith vor allem auf ein leicht lesbares Buch abgesehen hat. Ich glaube, dass das der richtige Weg ist, um mehr Menschen für ein ansonsten sehr komplexes Thema zu interessieren. Allerdings kann es manchmal auch ärgern, wenn er immer wieder mit seiner imaginären Figur der Englisch-Professorin kommt. Diese Figur ist die Gegenspielerin des Autors und provoziert ihn mit zweifelnden Fragen, die Phänomene der Wahrnehmung zu erklären. Das ist ein legitimer erzählerischer Trick, der manchmal eben nervt, weil man sich ein wenig wie ein Kind behandelt fühlt und nicht wie ein wissenschaftlich interessierter Laie. Aber man kann darüber hinweg lesen. Sehr hilfreich sind die kurzen fett gedruckten Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels. Mit ihnen kann man noch einmal kurz überprüfen, ob man wirklich auch das mitgenommen hat, was der Autor vermitteln wollte.

Mich fasziniert Friths Gedanke, dass Kommunikation auf genau denselben Mechanismen beruht wie z.B. die visuelle Wahrnehmung der Außenwelt: Vorhersagen und ihre Fehlerkorrektur. Frith zeigt damit auf eine Fundamentalstruktur der kognitiven Fähigkeiten von Mensch und Tier. Nur wir Menschen haben es geschafft, die kognitiven Fähigkeiten so weit auszudehnen, dass wir in der Lage sind, Ideen von einem Gehirn zum anderen zu transportieren. Chris Frith nennt das: Embedded in a shared mental world. Der Konstruktivist Watzlawik würde hier widersprechen... aber dazu ein andermal mehr. Vorerst nur: Frith bleibt oft in solchen sprachlichen Bildern wie "eingebettet in einer mentalen Welt". Dadurch wird zwar intuitiv verständlich, was er meint, aber es bleibt auch wenig exakt. Das ist schade, denn wir hätten ja gerne ganz genau erfahren, wie unser Gehirn die Welt erschafft.

Ich empfehle dieses Buch als Einstiegslektüre in die Mysterien der Wahrnehmung allen, die noch neugierig sind und sich überraschen lassen können von Konzepten, die nicht ganz konform mit der eigenen Überzeugung der Weltwahrnehmung sind.
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