... und das nicht nur für Geld. Wenn eines nach dem Anschauen dieser faszinierenden und amüsanten Amour Fou überrascht, dann die Freigabe ab 12 Jahren, denn Frau Bellucci zeigt viel, um nicht zu sagen, nahezu alles von ihrem sehr weiblichen Körper. Was außerdem überrascht, ist die wunderbare Spannung zwischen Bernard Campan und ihr, die sich von Beginn an immer wieder einstellt und die diesen Film bis zum Ende trägt.
Francois (Campan) geht zu Daniela (Bellucci) und erzählt ihr von seinem riesenhaften Lotto-Gewinn und seinem Herzfehler. Er engagiert sie als Dauergeliebte, behandelt sie dabei aber so liebevoll, zärtlich und leidenschaftlich, dass Danielas Herz sich für ihn und seine Liebeskunst öffnet, was ihren Zuhälter, den von Gerard Depardieu gespielten Charly natürlich ziemlich auf die Palme bringt.
Letztlich geht es allerdings gar nicht um die Handlung, sondern um die hervorzurufenden Gefühle, eine Kunst, die Regisseur Bertrand Blier ganz wunderbar beherrscht, was nicht nur an den fantastischen Bildkompositionen erkennbar wird, sondern auch an der sehr gezielt und übersteigert eingesetzten Opernmusik, wie z.B. die Arie '"Lasciate mi morire'" aus Monteverdis Oper "L''Arianna", die läuft, während sich Francois mit Daniela im Bett vergnügt.
Auch die Party am Ende zeigt, wie diverse Etappen im Verlauf der zeitweise fast surrealen Handlung, dass Francois und Daniela jeweils Schritte in ein selbstbestimmteres Leben machen. Wie das im Alltag konkret funktionieren wird, müsste sich sicher noch erweisen. Nach dem Film traut man es ihnen auf jeden Fall zu.
Die Extras können sich sehen lassen. Das Making of dauert fast eine Stunde und ist super witzig.
Fazit: Eine Ode an die Bellucci, die hier die Liebesgöttin par Excellence verkörpert. Bernard Campan steht ihr allerdings in nichts nach, wenn es darum geht, diese Liebesgöttin auch auf die passende Weise zu behandeln und ihr so manche Flausen auszutreiben. Beschwingte französische Liebeskomödie für weltoffene Zeitgenossen.