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Wie man ein Buch liest.
 
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Wie man ein Buch liest. [Taschenbuch]

Mortimer J Adler , Charles van Doren , Xenia Osthelder
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 385 Seiten
  • Verlag: ZWEITAUSENDEINS; Auflage: 1 (Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861509296
  • ISBN-13: 978-3861509295
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 169.092 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Gutes Lesen ist eine komplexe Tätigkeit, ebenso wie gutes Schreiben. Es besteht aus zahlreichen unverzichtbaren Einzelschritten. Je mehr ein Leser davon beherrscht, desto besser kann er lesen“, sagt US-Autor Mortimer J. Adler. Er und sein Co-Autor Charles van Doren haben eine detaillierte Systematik entwickelt, mit der wir besser und schneller verstehen lernen können, was wir lesen - und zwar sowohl Belletristik als auch schwierige philosophische oder sozialwissenschaftliche Texte. „Wie man ein Buch liest“ ist seit seinem Erscheinen ein Dauerbestseller. Es gilt noch immer als die beste und erfolgreichste Anleitung zur Verbesserung und Vertiefung der Lesetechniken. „Das Buch zeigt ganz konkret, wie man die eigene Lektüre perfektioniert und wie groß der Gewinn an Genuss und Erkenntnis dadurch wird“ (The New Yorker). Sie lernen die wichtigsten Lesetechniken, vom systematischen Querlesen und prüfenden Lesen bis hin zum Schnelllesen und analytischen Lesen. Mit etwas Übung schließlich meistern Sie den schwarzen Gürtel der Lesekunst: das vergleichende oder syntopische Lesen. Mit einer Leseliste, Leseübungen und einem Regelsystem, mit dem Sie Ihre Lesefertigkeit testen können.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Reduziert man den gesamten Inhalt auf zwei Worte, so erhält der Leser die folgende Anweisung: Wachse geistig! Und zwar mit Hilfe guter Bücher, die auf korrekte Weise gelesen werden. Wie es funktioniert, das entwickelt Mortimer J. Adler in seinem praktischen Leitfaden, der erstmals 1940 in den USA erschienen ist.
Der Autor wendet sich an Menschen, die mehr von der Welt verstehen möchten. Klar, dass dies nicht ohne Hilfe von Büchern funktioniert. Da beginnt jedoch schon das Problem: Nach Ansicht des Autors sind wir, die Leser, zum größten Teil Analphabeten oder mit Wissen vollgestopfte Idioten. Wir haben das aktive Lesen nicht wirklich gelernt. Die Methode, die Mortimer Adler in seinem Leitfaden entwickelt, soll Abhilfe schaffen.
Der Einleitungsteil erläutert die Intention des Ratgebers und skizziert das Erlernen der Lesekunst als vierstufigen Prozess. Die ersten beiden Lesestufen, das elementare und prüfende Lesen werden genauer vorgestellt. Der zweite Teil enthält den Kern des Buches: die 15 Regeln für das analytische Lesen. Teil drei ist ein Einschub und widmet sich den verschiedenen Arten von Büchern von der Belletristik bis zum Geschichtsbuch. Der Autor modifiziert dabei die Leseregeln für die einzelnen Buchgruppen. Im letzten Teil widmet sich Mortimer Adler der vierten Lesestufe: der vergleichenden Buchlektüre. Abschließend legt er dem Leser noch einmal nahe, nach der Schule und der Ausbildung das geistige Wachstum nicht einzustellen.
Ich wünschte, mir wäre das Buch schon früher in die Hände gefallen; ich kann die Klarheit der Argumentation nicht genug loben. Als einziges Manko werte ich die Übergewichtung der Sachliteratur. Die vom Autor genannten Regeln für Belletristik reichen meines Erachtens nicht aus, um fiktionale Werke vollständig zu durchdringen (falls dies überhaupt möglich ist). Hier hilft vielleicht das Buch von Sol Stein "Über das Schreiben". Die darin enthaltenen Schreibregeln für Belletristik lassen sich spielend leicht in Leseregeln umformulieren.
Übrigens lohnt es sich, Mortimer Adlers Methode zunächst auf seinen eigenen Ratgeber anzuwenden. Zumindest das Einleitungs- und Schlusskapitel sind höchst ergiebig!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Biene Maya 2013 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das vorliegende Buch war bereits kurz nach seinem Erscheinen im Jahr 1940 ein Bestseller. Mittlerweile liegt es allerdings in einer stark überarbeiteten Ausgabe vor (gut so!), die nur noch wenige Teile der Originalausgabe enthält.
Worum genau geht es? Die Autoren wollen einem nichts geringeres als das "richtige Lesen" beibringen. Dabei geht es keineswegs um das Tempo (wenn es sonst um Lesetechnik geht, überwiegen ja die Ratgeber zum Thema schnelles Lesen) - sondern um das Verständnis. Wie also muss man lesen, um einen Text am besten zu durchdringen?
Die Autoren unterscheiden zunächst 4 verschiedene Stufen des Lesens: Elementares Lesen (lernt man hoffentlich in der Grundschule), prüfendes Lesen (Fähigkeit, z.B. Querzulesen oder sich den Inhalt eines Buches innerhalb von kürzester Zeit - etwa 15 Minuten - mit Hilfe von Klappentext, Aufmachung, Inhaltsverzeichnis etc. zu erschließen), analytisches Lesen (hier spielen Verständnis und kritisches Durchleuchten eines Textes eine wichtige Rolle) und schließlich die Königsdisziplin: Das syntopische Lesen, d.h. die Fähigkeit, in ein Thema einzutauchen, es sich zu erschließen, indem man verschiedene Bücher liest und die Erkenntnisse zu einer Synthese zu führen, die etwas Neues, über die einzelnen gelesenen Texte Hinausgehendes, ergibt. Ich denke da z.B. an eine Magisterarbeit (aus dem Bereich der Geisteswissenschaften - weil ich da Erfahrung drin hab ;). Man liest verschiedene Bücher zum Thema, merkt, dass ein bestimmter Aspekt besonders interessant wäre und arbeitet diesen dann aus.
Die Autoren vermitteln aber nicht nur die entsprechenden Techniken, sondern gehen auch näher auf verschiedene Lesestoffe ein - etwa auf Belletristik, Geschichtsschreibung, Philosophie, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaft und Matheatik etc.
Der Anhang enthält einen Kanon der "besten Bücher" (von so etwas bin ich ja nicht so begeistert - aber wer's mag...) Zudem die Leseregeln auf eine Blick (finde ich praktisch) und ein Register.
Ich fand das Buch v.a. spannend, weil es aufzeigt, wie vielschichtig Lesen eigentlich ist. Man denkt immer: Ok, jetzt kann ein Kind lesen - Ende Gelände. Mehr braucht man ihm nicht beizubringen!
Dass aber Lesen nicht gleich Lesen ist, versteht man spätestens, wenn man in der Schule den ersten Text von Kant o.ä. vorgesetzt bekommt. Der verstehende Aspekt des Lesens wird in Schulen einfach viel zu wenig beachtet. Er wird zwar insofern trainiert, als man verschiedene Texte vorgelegt bekommt, die auch komplexer werden - aber eigentlich wird man ins kalte Wasser geworfen. Dass tatsächlich Techniken sehr hilfreich sein können, wird einfach ignoriert. Viele Erwachsene sind deshalb nicht in der Lage, einen Text (es muss ja nicht einmal unbedingt Kant oder Wittgenstein sein - eine Nachrichtenmeldung reich vielleicht schon) kritisch zu lesen und zu durchdringen. Hier gäbe es also wirklich noch einen großen Lernbedarf. Ich konnte auf alle Fälle noch einiges lernen!
Gut fand ich auch, dass hier zwischen zwei Arten des Lernens durch Lesen unterschieden wird. Das wird oft vergessen! Man kann durch Lesen lernen, weil man Informationen aus dem Text zieht und damit sein Wissen erweitert - man kann aber auch an einem Text wachsen (zuerst vielleicht daran verzweifeln und dann lernen!) und damit ein größeres Verständnis der Welt erwerben. Das finde ich ausgesprochen spannend - und ich erinnere mich gerne an solche Leseerfahrungen, die mir wirklich etwas abverlangt haben (bei mir waren es v.a. philosophische Bücher, u.a. Kant, Derrida...) - mich im Nachhinein aber auch ein gutes Stück nach vorne "katapultiert" und mir auf alle Fälle eine große geistige Befriedigung beschert haben.
Weniger gut fand ich den teilweise etwas altklug belehrenden Ton (nicht immer, aber stellenweise merkt man dem Buch doch schon die Jährchen an, die es auf dem Buckel hat). Auch die Beschreibung der Situation in den USA ist auf der einen Seite zwar interessant, aber eine Ergänzung zur Situation in Deutschland wäre schon auch wünschenswert gewesen. Zudem finde ich auch Kanonisierungen etwas problematisch, weil so vieles zwangsläufig unter den Tisch fallen muss und es einfach ein Relikt aus dem Bildungsbürgertum ist.
Trotzdem lohnt sich die Lektüre auf alle Fälle!
Menschen, die beruflich und/oder privat viel und gerne lesen, können hier sicherlich profitieren.
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