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Wie im Film (Doppel-CD): WortArt
 
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Wie im Film (Doppel-CD): WortArt [Audiobook] [Audio CD]

Urban Priol
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Random House Audio; Auflage: Live-Mitschnitt (29. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383710415X
  • ISBN-13: 978-3837104158
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 203.092 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Rasantes Kabarett mit Sturmhaube

Man kennt das Gefühl: Du wachst auf und denkst dir - ich bin im falschen Film. Aber nicht einmal das Murmeltier grüßt dich. Deutschland: ein Land ohne Agenda, eine Regierung ohne Kompass. Ein Regierungsprogramm mit dem Motto: "Scheitern als Chance". Mittendrin im tagesaktuellen Dickicht: Urban Priol. Er verknüpft Zusammenhänge, durchleuchtet das Dunkle, bringt Sprechblasen zum PLatzen. Bis man verwundert den Kopf schüttelt: Wie im Film.

Über den Autor

Urban Priol, 1961 geboren, gründet wenige Jahre nach dem Abitur seine erste Kleinkunstbühne. Anfänglich Gemeinschaftsprogramme – unter anderem mit Andreas Giebel –, ab 1995 Soloauftritte, darunter „Alles muss raus“ (2001). „Täglich frisch“ (2003) und „Tür zu!“ (2006). Seit 2002 Jahresrückblick TILT! Viele Auszeichnungen, darunter „Salzburger Stier“, „Deutscher Kabarett-Preis“, „Deutscher Fernsehpreis 2007“ mit Georg Schramm für die ZDF-Satiresendung „Neues aus der Anstalt“. Priol lebt in der Nähe von Aschaffenburg.

Der vielfach ausgezeichnete Kabarettist Urban Priol, 1961 geboren, gründet wenige Jahre nach dem Abitur seine erste Kleinkunstbühne. Zusammen mit Georg Schramm lädt er monatlich in die Anstalt („Neues aus der Anstalt“, ZDF) wofür sie bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis prämiert wurden.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht jeder Gag auf der neuen Urban Priol Doppel-CD zündet. Urban Priol macht auch nicht unbedingt Kabarett für jedermann. Wer damit Problem hat, dass Helmut Kohl "der Dicke" ist, zu Guttenberg "der Geölte" und Angela Merkel "Muddi, die kei Lust hat, wenn se denn kei Lust hat" und intern unter dem Namen "Lady Gaga" gehandelt wird ... wer mit solchen Sachen Probleme hat, der wird sich mit einem Urban Priol auch nicht anfreunden können.

Urban Priol ist derb und erträgt Till Schweiger nur in Inglourious Basterds, "da er dort nur 3 Sätze spricht und dann erschossen wird".

Leute wie Priol machen seit knapp 30 Jahren Kabarett und haben mittlerweile ( schon längst ) erkannt, dass sich in unserem politischen, medialen und allgemeinen Gesellschaft nicht wahnsinnig viel verändert, sondern allenfalls wiederholt - oder sich die Hülle wandelt. Das Ganze läuft auch nicht mehr subtil und unerkannt ab, sondern hoch offiziell und für jedermann sichtbar ( maximalstes Beispiel auf medialer Ebene: Google Street View und demnächst wohl Wiki Leaks ).

In diesem Bewusstsein ( was wir uns selbst alles auferlegen ) hat Urban Priol auch gar keinen Grund mehr Verbesserungsvorschläge an den Tag zu legen, oder uns großartig darüber hinaus anzuregen. Vielmehr stellt er ein Ventil dar, für all den Ärger, dem wir uns ( vermutlich als Gesundheitsfanatiker ) viel zu wenig Luft machen. Aufregen ist bekanntlich ungesund. Priol nimmt uns dies ab. Ich persönlich finde seine nörglerische, sich aufregende und ablästernde Art gut und richtig, weiß aber sehr wohl, dass dies nicht jedermanns und jederfraus Geschmack ist.

Den Titel des Programms "wie im Film" halte ich für unglücklich gewählt. "Comedy", die auf Filmen basiert, gibt es schon zu genüge und ist doch irgendwie abgeschmackt. Dementsprechend krampfhaft werden auch immer wieder Bezüge zu Filmen ins Programm mit einbezogen. Gott sei Dank hält sich dies jedoch in Grenzen, so dass man nicht von einem "Konzept-Album" sprechen kann. Sagen wirs mal so: Das Programm kommt ganz gut ohne den Filmbezug aus. "Alternativlos" ( Priols neustes Lieblingswort im politischen Geschehen ) fände ich persönlich einen geeigneteren Titel.

Ich besitze soweit alle vorherigen Priol-CDs und kann ein Abnehmen der generellen Gag-Dichte nicht feststellen. Klar nerven der eine oder andere bekannte Gag, der 1:1 aus seinen alten Programmen übernommen wurde ( z.B. der Sprachtest-Bayer oder der Hunderter aus Schwarzarbeit ), aber - toi, toi, toi - in seiner Gesamtheit ist auf diesen CDs 99% Neues ( gegenüber den alten CDs ) zu hören.

Mir hat das neue Programm im Großen und Ganzen recht gut gefallen. Es gibt wohl die eine oder andere Passage, die ein wenig vor sich hinplätschert, den einen oder anderen Gag, der relativ platt ist und vor allem auch der Schluss ist irgendwie seltsam ( da ist eigentlich schon Schlussapplaus, dann kommt doch noch was ... ich habs nicht ganz kapiert ), aber in seiner Gesamtheit reiht sich das Programm gut in die Reihe seiner vergangenen Werke ein. Einigermaßen aktuell ist es dazu auch noch, wie kurze Verweise auf Stuttgart 21 und / oder die abgeschlossenen Atomverhandlungen nebst ( auch nicht ganz zünden wollendem ) Sarrazin-Bezug zeigen.

Die 2 CDs kommen in einem aufklappbaren Papp-CD-Case inkl. einiger netter, gestellter Fotos ( nicht separat, sondern auf dem Case aufgedruckt natürlich ) und einem kurzen Grußwort ( nicht von Priol ). Gefehlt hat mir allerdings die Angabe, wann und wo das Programm aufgezeichnet worden ist. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Urban Priol Nicht-Möger wird diese CD auch nicht überzeugen, Fans hingegen kann ich das neue Priol-Programm durchaus ans Herz legen. Vor allem dann, wenn der Preis bei den aktuellen 10,80 Euro bleibt ( was gnadenlos günstig für eine aktuelle Doppel-CD eines Kabarettisten ist ). Bei den ursprünglich von Amazon verlangten 18 Euro dürfte auch dem größeren Priol-Fan der Geldbeutel etwas schwerer in der Tasche liegen bleiben ...

Von mir gibts glatte 3,75 Sterne für einen Priol, der unkonventionell und wenig salonfähig über Leute herzieht, die seit Jahren auf eine weitaus schlimmere Art über uns herziehen, dabei aber nicht ausnahmslos witzig ist und sich den einen oder anderen Durchhänger ( von mir ) vorhalten lassen muss ...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Inhalt: Man kennt das Gefühl: Du wachst auf und denkst dir - ich bin im falschen Film. Aber nicht einmal das Murmeltier grüßt dich. Deutschland aktuell: Ein Land ohne Agenda, eine Regierung ohne Kompass. Ein Regierungsprogramm mit dem Motto: "Scheitern als Chance". Der tägliche Irrsinn in unserer Banaldemokratie der herbeigetwitterten Facebook-Jünger zwischen mehrwertsteuerreduzierten Stundenhotels und westerwellschen Gockeleien - gewogen und zu seicht empfunden. Und mittendrin im tagesaktuellen Dickicht: Urban Priol. Er verknüpft Zusammenhänge, durchleuchtet das Dunkel, bringt Sprechblasen zum Platzen. Bis man verwundert den Kopf schüttelt: Wie im Film!

Kritik: Dass Urban Priol einer der erfolgreichsten Künstler des deutschen Kabaretts ist, sollte unlängst bekannt sein. In seinem neuesten Bühnenprogramm "Wie im Film" setzt er sich mit aktuellen Geschehnissen aus dem Jahre 2010 auseinander, wobei auch die Regierungszeit des Kabinetts Merkel II ein eminent wichtiger Bestandteil seiner verbalen Ausführungen bleibt, weshalb natürlich auch Rückgriffe auf 2009 nicht gerade selten sind. Über weite Strecken zeigt sich Priol als Gegner und Kritiker der Regierungsarbeit, die vom "Schattenkabinett" um Kanzlerin Angela Merkel (liebevoll als "die wandelnden drei Knöpfe tituliert") und ihren Außenminister Guido Westerwelle getätigt wird. Beweisen kann sich Priol in seiner Rolle als Stimmenimitator, die neben Jürgen Rüttgers, Guido Westerwelle, Angela Merkel und Gerhard Schröder auch zu früheren Zeiten in den Medien pouläre Politiker wie Hans-Dietrich Genscher beinhaltet, und oftmals für sehr viele Lacher sorgen kann, da die Treffgenauigkeit der Parodien enorm groß ist. Erstaunt war ich über die Aktualität, die das Programm aufweist, schließlich behandelt es sogar schon Themenkomplexe wie Stuttgart 21, das erst am Sommerende des Jahres wirkliche Brisanz gewann und somit zum kabarettwürdigen Thema wurde. Doch gerade in diesen Punkten zeigt sich die Schwäche Urban Priols, der zu sehr mit dem Trend der Zeit geht und sich der Meinung der Bürger zu beugen scheint. Im Vergleich zu seiner unbändigen und oftmals leider realen und zudem ironisch vorgetragenen Kritik gegenüber der Regierungsparteien bekommen Oppositionsparteien, die durchaus genügend Stoff für Lacher bieten, ihr Fett nicht ab. Besonders am Beispiel Stuttgart 21, das nur sehr kurz angesprochen wird, hätte Priol sich - trotz seiner persönlichen Sympathie gegenüber der Partei - den Grünen annehmen können, um so ein differenzierteres Gesamtbild mit seinem Programm abzugeben. Gleichsam hätte dies Platz für weitere Lacher geboten, doch das Potenzial dafür schöpft Priol in der CD-Produktion zumindestens nicht heraus. Trotz aller Kritik gelingen ihm aber viele treffsichere Pointen, die bereits im ersten Durchgang zum Nachdenken anregen und das teilweise absurde Politikerbild der Gesellschaft mit mehr oder weniger starken Fakten belegen.

Hauptsächlich trägt dazu die Vortragsweise des in Rhetorik glänzenden Urban Priol bei. Priol leistet sich nur sehr wenige Pausen und spult sein Programm wie an einer Schnur ab. Weicht er einmal stark vom Thema ab, so glückt ihm schnell eine amüsante Überleitung hin zum eigentlichen Thema - die Zwischenzeit wird mit zahlreichen Witzen gefüllt und sorgt so für keinerlei Langeweile oder Unmut beim Publikum. Dass dieses vom Erzählstil des Aschaffenburger Kabarettisten angetan ist, lässt sich schnell am Applaus feststellen, der keineswegs kurz andauert. An wenigen Stellen führt Priol Telefonate auf der Bühne, die nicht immer gleich erkennbar sind und die man hinsichtlich der CD-Kunden deutlicher hätte erkenntlich machen können - nichtsdestotrotz unterhält der Künstler in diesen Momenten aber so sehr, dass die Mängel kaum weiter ins Gewicht fallen. Konstant hält er das unterhaltsame Niveau über die Spieldauer von ca. 150 Minuten aufrecht und kann somit bestimmt vielen Zuhörern ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Political correctness gepaart mit klug durchdachten Parodien sorgen für ein sehr ansprechendes Kabarettprogramm für jedermann, der sich auch nur zu gerne über die Regierungszeit des Kabinetts Merkel II echauffiert.

Technische Untermalung gibt es in der von WortArt publizierten CD-Ausgabe von "Wie im Film" nicht, doch diese wird aufgrund des unterhaltsamen Kabarettprogramms von Urban Priol auch nicht benötigt. Die Lautstärke des Mikrofons ist passend eingestellt und Priol verfügt über genügend künsterlische Fähigkeiten und Attribute, um die Hörer stundenlang gebannt an seinem Programm zu halten. In diesem Falle wäre jeglicher Einsatz von Musiken wohl auch des Guten zu viel gewesen.

WortArt beweist zum vermehrten Male, dass die verantwortlichen Mitarbeiter ein erfolgreiches Händchen für gute Kabarettisten haben. Mit "Wie im Film" bietet Urban Priol einen ironisch-satirischen Gipfel der Kabarettkunst, an dem es nur hinsichtlich der Themenauswahl und der aufgrund der visuellen Beschränktheit eingeschlichenen Mängel Anlass zur Kritik gibt. Ansonsten lässt sich Freunden von bürgerlichem Kabarett dieses Programm von Urban Priol aber nur empfehlen, er zeigt wieder einmal auf die komischste Art die Grenzen der politischen Fähigkeiten auf.

Note 2+
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ohne Humor und Ironie 30. November 2010
Die beiden CDs haben mich sehr enttäuscht. Kein Vergleich zu der CD "Tür zu" aus dem Jahr 2007 und früheren Programmen. Urban Priol, den ich sehr schätze, lässt in seinem neuen Programm Humor und Ironie vermissen. Damit meine ich die Fähigkeit, seine eigene Meinung in Frage stellen zu können und keinen Absolutheitsanspruch zu erheben. Von einem politischen Kabarettisten erwarte ich selbstverständlich keine politische Ausgewogenheit. Dies ist nicht seine Aufgabe und wäre langweilig. Aber ich erwarte eine Darstellung und Auseinandersetzung mit den Handlungen und Taten der politischen Klasse. Dies liefert Priol aber leider nicht (mehr), sondern ergeht sich in mehr oder weniger geglückten Sprachimitationen von Politikern, die zudem aus seinen Auftritten wohlbekannt sind. Sein Programm lässt sich zusammenfassen mit: die gesamte Politik der Bundesregierung ist schlecht, Merkel muss weg. Dies mag im Ergebnis sogar zutreffend sein, wenn auch sicher nicht in dieser Absolutheit, aber so wie Priol es vorträgt, regt es weder zum Mitdenken noch zum Widerspruch an, sondern ist einfach nur langweilig. Das ist sehr traurig, wenn man zurückblickt auf seine früheren Programme. Priol scheint sich einzureihen in die Entwicklung der anderen beiden Großen des politischen Kabaretts: Georg Schramm und Volker Pispers, die in ihren neuen Programmen aus diesem Jahr (2010) verbissen und boshaft ihre politischen Überzeugungen vortragen, ebenfalls ohne Ironie oder Humor. Drei Sterne habe ich Priol einzig aus der Hoffnung heraus gegeben, dass er zu alter Größe zurückfinden möge.
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