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Wie ich lernte, die Frauen zu lieben: Roman [Taschenbuch]

Stephen Vizinczey , Carina von Enzenberg
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 15. Mai 2006 --  

Kurzbeschreibung

15. Mai 2006
Von Kindesbeinen an ist András Vajda von der Welt der Frauen fasziniert. Der Duft von Puder und Parfüm, der ihn bei den Teegesellschaften seiner Mutter in der elterlichen Budapester Wohnung umfängt, weckt bereits früh sein sinnliches Verlangen. Dieses Verlangen wird András ein ganzes Leben lang begleiten und in die Arme zahlloser Frauen führen, immer auf der Suche nach den Geheimnissen der Liebe, des Eros und des Glücks.





Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1 (15. Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442459826
  • ISBN-13: 978-3442459827
  • Originaltitel: In Praise of Older Women
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 729.794 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Was Vizinczeys Helden zum großen Frauenverführer macht, es ist der unstillbare Hunger – nach Leben, nach Liebe, nach Glück.“ (Brigitte )

„Eines der lesbarsten, vergnüglichsten, weisesten Bücher der Weltliteratur.“ (Arno Widmann )

Klappentext

"Unter dem Titel Wie ich lernte, die Frauen zu lieben ist das Werk des großen ungarischen Erzählers jetzt neu übersetzt und verlegt worden. Sein Held, der Philosophiestudent András, braucht seine Manneskraft für immer neue, geheimnisvolle Schönheiten. Klingt vielleicht etwas luftikussig, ist es aber nicht. Denn hinter der Schönheit lauert der Schrecken der Zeitgeschichte: Krieg, Diktatur, Ungarn-Aufstand, Flucht und Exil. Es ist nicht das Testosteron, das Vizinczeys Helden zum großen Frauenverführer macht, es ist der unstillbare Hunger - nach Leben, nach Liebe, nach Glück."
Brigitte

"Stephen Vizinczey gehört zu jenen seltenen Ausnahmebegabungen wie Joseph Conrad, Samuel Beckett oder Vladimir Nabokov, die es in einer Sprache, in der sie nicht aufgewachsen sind, zu stilistisch-literarischer Vortrefflichkeit gebracht haben ... Und tatsächlich ist dieser Roman so erfrischend, so lässig, so unterhaltend und so fein, dass er es verdient hat, sich noch einmal ein großes Publikum zu erobern."
Süddeutsche Zeitung

"Ein charmantes Stück Prosa ... Dass die Lektüre seines Buchs durchgehend zum Vergnügen wird, ist der Selbstironie, ist dem Humor des Autors zu verdanken und der Tatsache, sich als positiver Don Juan nicht so wichtig zu nehmen."
Münchner Merkur


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
" Da einem der Überschwang der Liebe einen emotionalen Blick auf die Ewigkeit gewährt, glaubt man zwangsläufig - wenn auch nur halbherzig-, dass wahre Liebe ewig währt." ( Vizinczey)

"Alles kommt von anderen zu uns...
Sein heißt jemanden gehören." ( Jean Paul Sartre)

Stimmt das wirklich, was Sartre hier gedanklich festhält ?

Der Protagonist dieses zu Recht hochgelobten Romanes ist der in die Jahre gekommene Philosophieprofessor Andras Vajda.
Dieser erinnert sich an die Zeiten von seiner Puberträt an bis etwa zu seinem 40. Lebensjahr und hier in erster Linie an seine vielen Frauenbeziehungen.
Ein hübsches Kind scheint der Ungar Andras gewesen zu sein, den die Freundinnen seiner Mutter gerne an ihre Brust drückten und im Pubertierenden schließlich den sexuellen Hunger- insbesondere auf reifere Frauen- weckten.
Als Andras während des Krieges von seiner Mutter getrennt wird, und viele Tote sieht, bildet sich bei ihm die Einstellung eines Libertins heraus. Er konstatiert, dass Menschen , die zu viele Leichen gesehen haben, offenbar die Hemmungen vor lebenden Körpern verlieren.
Im Flüchtlingslager lernt er Prostitution kennen und arbeitet für die Amerikaner als Übersetzer, Mittelsmann und Kuppler.
Er erkennt, dass die Werte , die Frauen in heimischer Umgebung wichtig waren, in den Flüchtlingslagern nicht von Belang sind.
Diese Frauen fragen nun errötend Vajda - nicht selten in Gegenwart ihrer schweigenden Ehemänner und Kinder - ob die Soldaten Geschlechtskrankheiten hätten und was sie ihnen bieten könnten.
Die Frauen prostituieren sich primär um ihre Familien vorm Verhungern zu retten, sind gewissermaßen aufopferungsvolle Göttinnen der Tugend.
Der Ich-Erzähler Andras lässt aber nicht unerwähnt, dass die Amerikaner häufig jünger und hübscher waren als die Ehemänner und die Stunden mit den Liebhabern unter Umständen durchaus auch eine amüsante Abwechslung darstellen konnten.
Dererlei Betrachtungen seitens des Protagonisten haben niemals einen süffisanten, entwertenden Charakter, denn Andras liebt die Frauen mit all ihren Stärken und Schwächen. Er ist geradezu vernarrt in das weibliche Geschlecht.
Er ist insofern der ideale Frauenmann, aus dessen Munde das ungarische Kosewort " mein süßes Fleisch" die von ihm geliebten Frauen keineswegs nur auf ihren Körper reduzierte.
Noch bevor Andras die Uni besucht, erkennt er , dass gleichaltrige Mädels aufgrund seiner ungestümen sexuellen Lust nicht die geeigneten Partnerinnen für ihn sein können.
Ständig an ihre Junfernschaft denkend, teilweise verklemmt und in der Folge frigide, stehen sie im Grunde seiner Jungmänner - Promiskuität im Wege.
Deshalb wendet er sich Frauen in den mittleren Jahren zu, die seinen sexuellen Appetit teilen und diesen ungehemmt durch gemeinsames Tun befriedigen möchten.
Während er immer wieder erotische Beziehungen zu verheirateten Frauen eingeht, von denen er weiß , dass sie nur die Lust mit ihm genießen, aber keine Ehe mit ihm eingehen wollen, befasst er sich in seinem Studium beinahe beiläufig , wie es scheint, mit den Schriften Kierkegaards, aber auch mit der elenden Lage Ungarns in den 50er Jahren und berichtet von der Geschichte der Niederlagen und vom Überleben seiner Landsleute, deren Köpfe voller Katastrophen sind, die sie beinahe vernichtet hätten.
Noch als Andras seine Doktorarbeit zu Sartres " Theorie der Selbsttäuschung, angewandt auf seine eigene Philosophie" verfasst, gelten seine primären Gedanken fleischig weichen Lippen, festen Brüsten, den Innenseiten der Schenkel und der Quelle des Mysteriums Frau.
Diese Quelle immer wieder neu zu entdecken und ihr lustvoll zu huldigen ist das wahre Bestreben des jungen Vajdas, der fast ein wenig resigniert zu Ende des Romans resümiert: " Aber die Abenteuer eines Mannes im mittleren Alter sind eine andere Geschichte."

Ein kurzweiliger, keinesfalls frauenfeindlicher Roman, von gedanklich hohem Niveau.

Empfehlenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes, nachdenkliches Buch 30. März 2008
Von Dietrich Marquardt TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Titelbild und Klappentext könnten die Annahme aufkommen lassen, hier würde einer mächtig mit seinen erotischen Abenteuern angeben. Das ist (zum Glück) nicht so. Dies ist ein durchaus vielschichtiges Buch, das auch sehr viel Eindrucksvolles und Aufschlussreiches über Mitteleuropa zwischen Faschismus (in Ungarn) und den ersten Jahren des Kalten Krieges aussagt. Es ist schon sehr gekonnt, wie der Autor seine persönliche Entwicklung als junger Mann - und das schließt eben die überwiegend beglückende sexuelle Entwicklung ein - aufzeigt. Eingebunden in die zeitgeschichtlichen und lebensgeschichtlichen Umstände der beteiligten Personen, die er mit Respekt und Reflexion schildert.

Ein so nachdenkliches, schönes und zum Teil plötzlich sehr trauriges Buch, das die Liebe in ihren verschiedenen Varianten zum Gegenstand hat, findet man selten.

Schon wegen Maya, Boby und Paola wäre das Buch absolut lesenswert. Und wenn man nicht die Zeit findet das ganze Buch zu lesen, dann möge man bitte wegen Maya die Kapitel 5 bis 9 lesen. Das sind die schönsten Seiten, aber auch fast alle anderen sind sehr lesenswert. Es gibt die schönsten Frauen, doch auch fast alle anderen sind des Interesses des Liebenden wert. Das scheint mir die überzeugend begründete zentrale Aussage dieses Entwicklungsromans aus der Ich-Perspektive.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Bei dem vorliegenden Buch handelt sich um die Neuübersetzung eines Werkes, das im Jahre 1965 unter dem Teil erheblich zutreffenderen Titel "Praise of older Woman" in Toronto im Selbstverlag erschienen war und mehrere Neuauflagen erlebte (Deutsche Erstausgabe 1967 unter dem merkwürdigen Titel "Frauen zum Pflücken"). Thema des Romans ist die Lebensgeschichte des Ungarn Andras Vajda, der als kleiner Junge im wundervollen Budapest der Vorkriegszeit im Schoße einer Gemeinschaft erwachsener Frauen aufwächst und auf diese Weise eine lebenslange Vorliebe für reife Frauen in der Blüte ihrer Jahre erwirbt. Diese Option für ältere und sinnliche Frauen erscheint in dem vorliegenden Buch aber auch als die Kehrseite eines wachsenden Befremdens über das Verhalten junger Mädchen, die in ihrer backfischhaften Unsicherheit ihre andersgeschlechtlichen Altersgenossen, die vor lauter Hormonen kaum noch laufen können, bis zur Weißglut quälen. Ein wenig fühlt man sich an Montherlands "Erbarmen mit den Frauen" erinnert, nur dass es hier eigentlich heißen müsste: Erbamen mit den Männern, die sich mit diesen unberechenbaren Eitelkeitskügelchen abgeben und dabei "mit den Augen geprügelter Hunde" durch die Gegend laufen müssen. Und wenn es dann wirklich zum ersten Liebeserlebnis kommt, ist es keine Offenbarung sondern ehe eine Veranstaltung, bei der, so Vicenczeys Metapher, zwei Nichtschwimmern in einem wunderbaren Ozean der Leidenschaft herumstrampeln. Welch ein Unterschied dagegen, wenn sich die edle Gräfin im ungarischen Kriegsgefangenenlanger im Gestus reifer Fraulichkeit ganze einfach mal den vorlauten Specht des frühreifen Andras zur Brust nimmt. So etwas beeindruckt ungemein, ebenso wie die zweite große Erfahrung mit Mayta, einer verheirateten Frau, die dem heranwachsenden Andras zuerst in ihre Bibliothek und dann in ihr Bett öffnet. Sie ist der Prototyp der verheirateten Geliebten, "die ganz einfach zu viel anderes zu tun hat, als ihre Liebhaber zu verschleißen". Es sind gleichsam höhere Wesen, von der Natur dazu ausersehen, die Spezies der jungen Männer auf die angemessene Pfade der körperlicher Erfüllung zu führen. In der Universität, den ungarischen Badeanstalten oder auf den Wiesen der Margaretheninsel trifft der immer kessere Andras die Frauen, mit denen er dieses Leben leben kann, lauter gestandene Persönlichkeiten, denen man schon nach wenigen einleitenden Sätzen die Frage stellen kann, ob sie nicht Lust auf ein erotisches Abenteuer hätten. Die Episoden, in denen der Autor diese Affären schildert, sind kurzweilig zu lesen, keinerlei tief greifende Liebe stört den Rhythmus von Kommen und Gehen, Vereinigen und Trennen, doch auf die Dauer haben sie auch etwas Seichtes. Man müsste, um dieses "Lob der älteren Frau" als Ganzes zu begreifen, die Passagen aus Vicenczeys Buch wahrscheinlich mit bestimmten Stellen aus den Romanen von Milan Kundera parallelisieren, in denen die Perspektive der reifen Frau so beschrieben hat, dass sie die allzeit bereiten jungen Männer wie ein unerwartetes Abschiedsgeschenk eines langsam sich entziehenden Lebens nur noch mitnehmen, weil sie die Lieben ihres Daseins bereits hinter sich haben. Wirkliche Tiefe gewinnt das Buch auch tatsächlich erst durch den Einbezug des Zeitkolorits. Wie die Mühlsteine zwischen den Großmächten zerrieben, von Tataren, Türken, Deutschen und Russen gequält, scheint es das Schicksal der Ungarn zu sein, dass ihr individuellen Glück in jeder Generation einmal durch eine nationale Katastrophe zerstört wird - so verhält es sich auch im Leben des jungen Andras, der im Gefolge der Volkserhebung des Jahre 1956 sein Vaterland verlassen muss und sich ein neues Heimat suchen muss. Gerade diese ergreifend geschilderten Passagen geben dem Buch Klasse und Bedeutung und erheben es fast auf eine Stufe mit den Werken von Sandor Marai.
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Vor 3 Monaten von Tigerlilly veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen wie ich etwas über männer lernte
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Vor 6 Monaten von evalotta veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wie ich lernte die Frauen zu lieben
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