O je, sind wir wirklich sooooo....? So pingelig bürokratisch, rechthaberisch, unflexibel und verschroben? Wie kann man uns da bloß mögen?
Aber keine Bange, Charles Greene zeigt, daß für einen hoffnungslos optimistischen Amerikaner nichts unmöglich ist. Überwältigend, wie Greene, getreu dem Motto: ‚einem freundlichen Amerikaner kann niemand widerstehen' mit grimmiger Entschlossenheit ungeachtet aller Widerstände mit seinem Nachbarn Freundschaft schließt, ob der nun will oder nicht.
Wie heißt es doch so treffend? - Andere Länder, andere Sitten. Die Geschichten führen uns auf humorvolle Weise vor Augen, was andere für ‚typisch deutsch' halten. Aber das ist keineswegs alles. Wir gewinnen auch eine Ahnung vom wahren Wesen der Amerikaner. Warum nur wirken die immer irgendwie wie Woody Allen? Und was hat es mit den Cowboystiefeln auf sich?
Es ist schon eine vertrackte Sache mit diesem Zugehörigkeitsgefühl. Das stellt sich ganz unvermutet immer gerade dann ein, wenn man sich aus seinem Zuständigkeitsbereich entfernt. Zur Abgrenzung müssen in diesem Fall die bedauernswerten Franzosen herhalten, denen wegen lässlicher Schwächen wie exzessiver Streitlust und notorischer Unpünktlichkeit ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt wird, ohne daß ihnen wie den Deutschen diese aus dem Bemühen um Verständnis befremdlich anmutenden Verhaltens erwachsende relativierende Nachsicht zuteil wird. Armes Paris!
30 Jahre sind schon eine ziemlich lange Zeit. Da gelingt es der Umgebung spielend, zunächst ganz unmerklich auf den vermeintlichen Beobachter abzufärben. In diesem Sinne: Willkommen im Land der Gartenzwerge!
Einziges Manko: Das Wörter/Cent-Verhältnis fällt etwas mager aus. Für den Preis hätten es schon ein paar Geschichten mehr sein können.