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Wie ich lernte, die Deutschen zu lieben
 
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Wie ich lernte, die Deutschen zu lieben [Gebundene Ausgabe]

Charles Greene
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Eichborn (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821835923
  • ISBN-13: 978-3821835921
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 797.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses Buch ist Pflichtlektüre. Denn in einem amüsanteren Stil können einem die typisch deutschen Eigenheiten kaum vor Augen geführt werden. Gleichzeitig regt die Lektüre zum Nachdenken an, warum manche Dinge so sind, wie sie sind -- und ob sie eigentlich immer so bleiben müssen: Stichwort Sauberkeitsfanatismus und Regelvernarrtheit.

Fakt ist, dass ein gebürtiger Deutscher ein solches Buch niemals schreiben könnte. Denn die meisten Eigenarten fallen einem Inländer schlicht und ergreifend nicht auf. Wenn aber ein US-Amerikaner in Deutschland lebt und aus seiner Sicht die deutsche Seele beschreibt, wird es richtig interessant. Und dieses schwierige Unterfangen meistert Autor Charles Greene, der sich als Werbeagent mit Produkten wie Punica und Fruchtzwerge hier zu Lande einen großen Namen gemacht hat, bravurös. Das Geheimnis seines Erfolges liegt darin, dass er nicht selbstgefällig über die Deutschen herzieht und amerikanische Gepflogenheiten in den Himmel hebt, sondern mit viel Charme und Witz agiert. Schräge Ironie ist ihm dabei ebenso fremd wie Boshaftigkeit.

Nehmen wir die Szene in einem Restaurant, in das er sich, dem Hungertod nahe, mit letzten Kräften hineinrettet. Wie er es aus seiner Heimat Illinois gewohnt ist, wartet er brav, bis ihm der Oberkellner einen der vielen freien Plätze anbietet. Doch der Maître will und will nicht kommen. Auch die anderen mürrischen Kellner wollen ihn nicht bedienen. Dies entschuldigt er kurzerhand damit, dass sie wohl nicht das Recht dazu hätten, Gäste als Erstes zu begrüßen. Als er schließlich doch sitzt und nach dem ersten Steak-Bissen kurz Messer und Gabel zusammenlegt, passiert schon das nächste Unglück: Es wird abserviert. Doch Greene ist weise genug, die Ursache hierfür nicht nur bei den anderen zu suchen.

Dieses Muster zieht sich durch sämtliche Kurzgeschichten. Mit zunehmender Seitenzahl steigt jedoch sein Gefühl dafür, selbst wie Deutsche zu empfinden. Und zu guter Letzt hat er ja die Deutschen samt all ihren Stärken und Schwächen derart lieben gelernt, dass er jetzt selbst einer geworden ist. --Christian Haas

Kurzbeschreibung

In Deutschland gelten bekanntlich andere Regeln als in Amerika: Ein kleiner Stoßstangen-Stupser beim Einparken kann einen Großalarm wegen versuchter Fahrerflucht auslösen; Hunderttausende mieten sich bereits zu Lebzeiten ihre Grabstelle und ziehen einen Jägerzaun drumrum, und wegen einer falsch abgestellten Mülltüte kann es einem passieren, daß man Sonntags früh von den Nachbarn aus dem Bett geklingelt und getadelt wird. Wie soll man sich in diesem Land nur zurechtfinden? Nun - so schwer ist es gar nicht. Schließlich stehen die hilfsbereiten Deutschen stets Gewehr bei Fuß, um den Fremden nachdrücklich auf falsches Verhalten hinzuweisen. Ohne fürsorgliche Ermahnung geht hier keiner bei Rot über die Straße oder stellt sich auf die linke Seite der Rolltreppe. Da könnte ja jeder kommen. Charles Greene erzählt mit dem lakonischen Humor, zu dem nur Amerikaner in der Lage sind, wie er unter die Deutschen kam - und warum er am Ende selbst einer werden wollte.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer die Bücher von Bill Bryson (insbesondere "Streiflichter aus Amerika. Die USA für Anfänger und Fortgeschrittene.") mag, dem wird auch dieses Buch gefallen. Allerdings muss man als Deustcher auch bereit sein, über sich selber zu schmunzeln, was ja nicht gerade jedem so leicht fällt. Denn man kann sich ganz schnell wieder erkennen. Und richtig lustig wird es dann, wenn Charles Greene als Amerikaner in Deutschland versucht wie ein Deutscher in Deutschland zu sein. Pannen sind da schon vorprogrammiert.

Lieber Charles Greene, es hätten aber ruhig noch ein paar mehr Geschichten sein dürfen (Deshalb nur vier Sterne). Die gibt es bestimmt. Aber vielleicht kommt ja bald eine Fortsetzung, wie er sich jetzt als Deutscher unter Deutschen fühlt oder wie er sich jetzt als Deutscher im Ausland fühlt. Wäre bestimmt interessant, was er nach seiner Einbürgerung noch so alles erlebt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Selten so gelacht 15. Januar 2003
O je, sind wir wirklich sooooo....? So pingelig bürokratisch, rechthaberisch, unflexibel und verschroben? Wie kann man uns da bloß mögen?
Aber keine Bange, Charles Greene zeigt, daß für einen hoffnungslos optimistischen Amerikaner nichts unmöglich ist. Überwältigend, wie Greene, getreu dem Motto: ‚einem freundlichen Amerikaner kann niemand widerstehen' mit grimmiger Entschlossenheit ungeachtet aller Widerstände mit seinem Nachbarn Freundschaft schließt, ob der nun will oder nicht.

Wie heißt es doch so treffend? - Andere Länder, andere Sitten. Die Geschichten führen uns auf humorvolle Weise vor Augen, was andere für ‚typisch deutsch' halten. Aber das ist keineswegs alles. Wir gewinnen auch eine Ahnung vom wahren Wesen der Amerikaner. Warum nur wirken die immer irgendwie wie Woody Allen? Und was hat es mit den Cowboystiefeln auf sich?

Es ist schon eine vertrackte Sache mit diesem Zugehörigkeitsgefühl. Das stellt sich ganz unvermutet immer gerade dann ein, wenn man sich aus seinem Zuständigkeitsbereich entfernt. Zur Abgrenzung müssen in diesem Fall die bedauernswerten Franzosen herhalten, denen wegen lässlicher Schwächen wie exzessiver Streitlust und notorischer Unpünktlichkeit ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt wird, ohne daß ihnen wie den Deutschen diese aus dem Bemühen um Verständnis befremdlich anmutenden Verhaltens erwachsende relativierende Nachsicht zuteil wird. Armes Paris!

30 Jahre sind schon eine ziemlich lange Zeit. Da gelingt es der Umgebung spielend, zunächst ganz unmerklich auf den vermeintlichen Beobachter abzufärben. In diesem Sinne: Willkommen im Land der Gartenzwerge!

Einziges Manko: Das Wörter/Cent-Verhältnis fällt etwas mager aus. Für den Preis hätten es schon ein paar Geschichten mehr sein können.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz nett 3. April 2003
Von Ein Kunde
Ganz nett und auch ganz vergnüglich zu lesen, aber nicht wirklich treffend. Der Autor hat zwar versucht, den deutschen Alltag in Anekdoten rüberzubringen, er schreibt gut und die Übersetzung ist exzellent. Aber irgendwie fehlt der letzte Clou. Es mag daran liegen, dass einige Geschichten schlicht veraltet sind, dass der Autor also Begebenheiten schildert, die es so schon nicht mehr in Deutschland gibt. Außerdem ist nicht immer erkennbar, wo er tatsächlich Wahres erzählt und ab wo er in die Fantasie abschweift.
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