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Wie ich Livingstone fand: Reisen und Entdeckungen in Zentral-Afrika
 
 
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Wie ich Livingstone fand: Reisen und Entdeckungen in Zentral-Afrika [Gebundene Ausgabe]

Henry Morton Stanley , Heinrich Pleticha
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Wie ich Livingstone fand
OT How I Found Livingstone OA 1872 DE 1879Form Reportage Bereich Reisejournalismus
Mit seiner Reportage von der spektakulären Suche nach dem britischen Afrikaforscher David Livingstone (1813–1873), von dem es seit zwei Jahren kein Lebenszeichen mehr gab, wurde der 30-jährige Henry Morton Stanley zum ersten Verfasser eines journalistisch effektvoll aufbereiteten Expeditionsberichts für das Publikum des beginnenden Zeitalters der Moderne – und der Massenpresse.
Entstehung: Stanleys Auftraggeber, der New York Herald-Verleger Gordon Bennett, schickte seinen Mitarbeiter 1869 nicht auf dem kürzesten Weg nach Ostafrika, von wo sich Livingstone zuletzt gemeldet hatte, sondern Stanley sollte zuvor noch der Einweihungsfeier des Suezkanals beiwohnen, in Ägypten nach attraktiven Touristenzielen Ausschau halten, dann Jerusalem besuchen, aus Konstantinopel vom Hof des Sultans berichten, die Pläne der Russen am Kaspischen Meer auskundschaften und vom Bau der Eisenbahn durch das Euphrat-Tal berichten. Erst 1871 traf Stanley in Sansibar ein, dem eigentlichen Ausgangspunkt der Suche nach Livingstone.
Inhalt: Mit einem Startbudget von 1000 Pfund Sterling und einer gut ausgerüsteten Truppe beginnt der Marsch von 200 Eingeborenen und vier Weißen landeinwärts durch den Urwald Tanganjikas. Der »Bana Mkuba« (großer Herr) genannte Stanley ist ein besonnener Anführer mit Respekt einflößendem Charisma, doch noch unerfahren hinsichtlich der vielfältigen Herausforderungen des »dunklen Kontinents«, wie Afrika nach dem Titel von Stanleys zweitem Hauptwerk (1878) oft genannt wird. Das Klima, das Gelände, die biologische Umwelt verursachen die unterschiedlichsten, kaum behandelbaren Krankheiten; die Stammesfürsten, deren Gebiet die Karawane passiert, erpressen hohe Tribute, töten Träger und einige der wichtigsten Angehörigen des Expeditionsstabs. Proviantdiebstahl, blutige Streitereien, die Verwicklung in Stammesfehden, Desertion, Sabotage und Panikattacken demoralisieren die Mannschaft. Stanley denkt an den Abbruch des Unternehmens, aber er gibt sein Ziel nicht auf und stößt nach zehn Monaten, am Ende eines 1200 km langen dramatischen Fußmarsches, in dem Dorf Udjidji auf den von Erschöpfung gezeichneten 58-jährigen Livingstone. Die beiden der Erforschung Afrikas Verfallenen beschließen, gemeinsam die noch unbekannten Uferpartien des Tanganjikasees zu erkunden und brechen zu neuen Abenteuern auf.
Wirkung: Stanleys erste Leistung als Afrika-Pionier, die Zeitungsreportagen, die er darüber schrieb und das heute noch fesselnde Buch Wie ich Livingstone fand, begründeten seinen Ruhm, der allerdings Schaden nahm, weil er sich im Dienst europäischer Kolonialmächte als typischer weißer Herrenmensch aufführte und nach der Devise handelte: »Der Wilde respektiert nur Macht und Gewalt.« G. Woe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rüdiger Siebert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT

»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
1869 erhält H. Stanley den Auftrag im heutigen Tansania Dr. Livingstone aufzufinden, einen renomierten Forscher der Nat. Geographic Society der als verschollen gilt. H. Stanley, eigentlich Journalist, startet diese seine erste Expedition von Sansibar aus und gelangt schließlich nach 236 Tagen an die Ufer des Tanganikasees, wo er Livingstone trifft. Mit diesem unternimmt er eine kurze Expedition - Livingstone versucht die Quellen des Nils zu ergründen - und wird von ihm auf einem Teil seiner Rückreise begleitet.
Das Buch ist wegen zwei Faktoren interessant - keinesfalls ist es literarisch wertvoll. Zum einen werden die Umstände einer Expedition zu dieser Zeit geschildert: die logistischen Probleme (wie viele Träger/Soldaten, wie viele Perlen und Tuch als Tauschmittel nötig sind ), die alltäglichen Geschehnisse (Meuterei, Geschäfte mit arabischen Sklavenhändlern, kriegerische Auseinandersetzungen mit lokalen warlords) und die täglichen Wanderrouten.
Auf der anderen Seite bekommt der Leser ein Bild von Stanleys Einstellung gegenüber seinen Mitmenschen, und das nicht nur zwischen den Zeilen. Er versucht zwar sich als bescheidenen Helden darzustellen, dass sein Verhalten aber selbst zu dieser Zeit inakzeptabel und grausam ist zeigt spätestens das gemeinschaftliche Reisen mit Dr. Livingstone.
Alles im Allen ein gutes Buch - ein historischer Abenteuerbericht aus den Anfängen der Kolonialzeit.
Für mich war das Kartenmaterial etwas zu dürftig, aber das mag für den geographisch weniger Interessierten keinen Abbruch tun.
Wer mehr und vor allem ungeschönt über die Taten von H.Stanley lesen möchte dem sei das Buch "Schatten über dem Kongo" von A. Hochschild zu empfehlen, ein Buch über die Besetzung des Kongo im Auftrag von König Leopold II.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ironman in Afrika 22. Mai 2008
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das erste Hörspiel, dem ich als Kind an nun unserem Radioempfänger lauschte, war der Bericht von der Suche des Reporters Henry Morton Stanley nach dem im afrikanischen Dschungel verschwundenen weltberühmten Entdecker David Livingstone. Er hat ihn bekanntlich 1873 am Tanganjikasee gefunden und ihn mit den Unsterblichen Worten "Dr.Livingstone, I presume?" begrüßt.
Vierzig Jahre später habe ich auf Sansibar noch einmal Stanleys berühmtestes Buch "Wie ich Livingstone fand" gelesen. Ich saß bei der Lektüre vor einem Whiskey im Afrikahouse von Sansibar Town und sah vor meinem inneren Auge die alten Zeiten Sansibars wieder entstehen, als die Insel nicht nur der größte Sklavenmarkt des indischen Ozeans sondern auch der Startpunkt aller europäischen Entdeckungsreisenden in das Innere Afrikas war. Hier in Sansibar stellte auch Stanley seine Suchexpedition zusammen. Als er Geld brauchte und einen indischen Bankier kontaktierte, bemerkt er trocken. "Das Geld fließt dem indischen Händler so natürlich in die Taschen wie Wasser von Höhen hinab, und nie werden Gewissensbisse ihn daran hindern, seinen Mitmenschen zu betrügen." Auf seiner Suche nach geeigneten Trägern für seine Expedition macht er eine überraschende Entdeckung. "Für einen weißen Fremdling, der im Begriff steht, ins Innere Afrikas zu gehen, ist ein Rundgang durch Sansibar höchst interessant", notiert Stanley. "Denn hier lernt man erst, dass man zugeben muss, dass die Neger Menschen sind wie wir -- nur eben mit einer anderen Farbe." Wie rau die Sitten damals waren, erkennt der Leser daran, dass Stanley viele der Träger eben deswegen in seine Dienste nimmt, weil sie an den früheren Expeditionen von Burton und Speke teilgenommen hatten. Woran erkannte er das? An den Zahnlücken, die ihnen der jähzornige Speke geschlagen hatte. Dass es jedenfalls einer harten Hand bedurfte, eine Expedition zu führen, zeigt dann der weitere Verlauf des Buches. Es wird gestreikt, geklaut, geprügelt, geklagt, ehe Stanley schließlich am Tanganjikasee eintrifft und dort den schon reichlich erschöpften Livingstone trifft.
Bei meiner zweiten Lektüre fand ich die Geschichte nicht mehr ganz so packend wie in meinen Kindertagen, aber ich denke, dass das den meisten Lesern so geht. Seinen besonderen Reiz entfaltet Stanleys Reisebuch am ehesten wohl noch im Rahmen einer Sansibar- oder Tansaniareise. Unbedingt dazu empfehlenswert: die Reisetagebücher der letzten Reise Livingstones zwischen 1866 bis 1873 ( siehe Rezension ebendort).
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wie die Reise zieht sich die Erzählung Stanleys. Daß er ein Freund detailgenauer Beschreibungen war, wird dem Leser zum Glück erspart. So konzentriert sich der Bericht nicht immer auf das, was für den Leser interessant ist.Ausführlich lernen wir von den Unbillen,die eine Expedition mit sich bringt, deren Schwierigkeiten und die stete Sorgen um die wertvolle Fracht. Beiläufig nur erfahren wir etwas von den menschlichen Tragödien in diesem unerforschten Land. Da sterben Träger an Typhus, Malaria und anderem. Leider wirkt der Bericht dadurch etwas distanziert. Und als Stanley endlich Livingstone findet, endet das Buch auch schon. Ein langer Marsch, der dennoch die Achtung verdient und uns vor den damaligen Umständen Respekt zollen läßt.
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