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Wie in einem Spiegel

Harriet Andersson , Gunnar Björnstrand , Ingmar Bergman    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,98 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Harriet Andersson, Gunnar Björnstrand, Max von Sydow
  • Regisseur(e): Ingmar Bergman
  • Komponist: Erik Nordgren
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 25. August 2006
  • Produktionsjahr: 1961
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000GB72EA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.305 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Auf einer fast menschenleeren Insel verbringt die gerade aus der Psychatrie entlassene Karin ihre Ferien mit ihrem Mann Martin, ihrem 17-jährigen Bruder Minus und ihrem Vater David, einem Schriftsteller, der gerade in der Schweiz seinen letzten Roman beendet hat. Die Probleme, die vor allem Vater, Tochter und Bruder miteinander haben, werden zugespitzt, als Karin anfängt, in einem Zimmer ihres Hauses Stimmen zu hören, und glaubt, Gotteserscheinungen ausgesetzt zu sein.

Produktbeschreibungen

Arthaus Wie in einem Spiegel, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 25.08.06

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Akamas
Ingmar Bergman gilt als einer der wichtigsten Regisseure des europäischen Kinos und "Wie in einem Spiegel" ist sicherlich ein guter Weg in sein umfangreiches Werk (mehr als 40 Filme) einzusteigen. Gemeinsam mit hervorragenden schwedischen Schauspielern wie Max von Sydow und Gunnar Björnstrand hat Bergman hier ein faszinierendes Kammerspiel erschaffen, das die Frage stellt, worauf man im Angesicht der totalen Katastrophe noch hoffen darf.

Der Film ist der erste Teil einer Trilogie, die sich mit dem Glauben an Gott auseinandersetzt (die anderen beiden Teile sind: "Licht im Winter" und "Das Schweigen") Dieser erste Teil zeigt, laut Bergman, den "Glauben als Gewissheit". Allerdings ist er in diesem Film die letzte Hoffnung, die den von schweren Leid geprüften Charakteren noch bleibt, in einem Dasein, das unüberwindbare Gräben zwischen den Menschen entstehen lässt. Der Titel bezieht sich übrigens tatsächlich auf eine Bibelstelle: Der erste Korintherbrief des Apostels Paulus: Kapitel 13/12: Wo es heißt, dass der Mensch auf dieser Welt nur in einen Spiegel schaut, während die größere Erkenntnis erst mit dem Eingehen ins Göttliche kommen wird.

Mit diesem Bezug zum Apostel Paulus ist die Grundstimmung des Filmes tatsächlich sehr gut getroffen, denn die vier Hauptfiguren sehnen sich intensiv nach einer tieferen Erkenntnis, kommen aber über sich selbst und ihre Schwächen nicht hinaus.

Interessanterweise beginnt der düstere Film mit Gelächter: Eine Familie beim gemeinsamen Schwimmen und Fischen auf einer abgeschiedenen Insel. Bald schon wird aber sichtbar, dass diese Idylle tiefe Risse hat, als Martin (Max von Sydow) seinen Schwiegervater (Gunnar Björnstrand) zur Seite nimmt, um ihm mitzuteilen, dass die schwere Geisteskrankheit seiner Tochter Karin (Harriet Anderson) unheilbar ist. Da sie auf die junge Frau jedoch Rücksicht nehmen wollen, verheimlichen sie ihr diese erschütternde Diagnose. Karin hat indessen schon mehrere schwere Anfälle von Schizophrenie hinter sich und kommt mit ihrem Leben immer weniger zurecht. Zu allem überfluss ist auch ihre Liebe zu ihrem Mann Martin erloschen, denn obwohl er sich rührend um sie kümmert, fühlt sie sich von dem tief rational denkenden Menschen unverstanden. Der Einzige mit dem sie sich noch unbeschwert unterhalten kann ist ihr 17jähriger Bruder Minus (Lars Passgard), der ihr im Gegensatz zu den anderen nicht andauernd Vorschriften macht. Doch ihre Anfälle werden immer ärger und sie bildet sich ein, dass ein Gott sich ihr offenbaren werde...

Durch die Sorge um Karin aufgerüttelt, müssen die drei Männer lernen ihre eigenen Interessen zurückzustellen und erfahren, was es bedeutet, wenn man ganz für einen anderen dasein muss. Karins Vater, David, hat als Schriftsteller schon viel über Liebe und Gott nachgedacht, doch im Umgang mit seiner eigenen Familie hat er bisher kläglich versagt. Sein Egoismus trieb ihn dazu, sich ganz in sein Werk zu vertiefen und seine Kinder im Stich zu lassen. Doch schließlich erkennt er, dass er sich auf einen falschen Weg befindet, der in der sinnlosen Einsamkeit endet und dass die Liebe zu anderen, das wirklich Wesentliche im Leben ist...

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen von Ingmar Bergman lässt "Wie in einem Spiegel" die Möglichkeit offen, dass durch Kommunikation und Anteilnahme für andere das Jammertal des Lebens zu bemeistern sei. Diese Einsicht vernachlässigt dabei nicht die negativen Seiten der Existenz, sondern entsteht gerade aus der schonungslosen Auseinandersetzung mit ihnen.

Der Film überzeugt durch großarige Schauspieler und einer faszinierenden Bildersprache. So ist die Insel symbolisch als letztes Refugium gegen den Wahnsinn zu verstehen, der durch das unberechnbare und eigenmächtige Wasser rund herum bildlich verdeutlicht wird. Ihren schlimmsten Anfall hat Karin auf einem alten Schiffswrack während eines schlimmen Gewitters.

Bergman selber gab sich mit dem Glauben an die Liebe als Lösung nicht lange zufrieden und verschärfte die Glaubensfrage noch einmal in den beiden anderen Filmen der Trilogie, die den erschütterten Glauben und schließlich die Abwesenheit Gottes thematisieren. Aber "Wie in einem Spiegel" bleibt gerade deshalb ein so faszinierendes Werk, weil es offen ist für eigene Interpretationen. Letztlich bleibt es jedem Zuschauer selber überlassen ob er den Glauben des Schriftstellers David als Ausweg akzeptiert, oder darin nur eine weitere Ausflucht sieht. Man versteht auch die Sehnsucht Karins nach einer Vision von Gott und die Unsicherheit des jüngeren Bruders, oder auch den kühlen Rationalismus von Martin.

"Wie in einem Spiegel" ist somit vielleicht sogar ein noch komplexeres Werk als es der Regisseur selber beabsichtigt hatte. Wem der Film gefallen hat, wird sicherlich auch von den beiden noch düsteren Nachfolgern fasziniert sein. Da aber hier Angst und Liebe gleichermaßen zu Wort kommen ist "Wie in einem Spiegel" das vielleicht vielschichtigere Werk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von der Abwesenheit Gottes und der Liebe 18. Februar 2013
Von Dieter Drewitz TOP 1000 REZENSENT
Der Film (Originaltitel: Såsom i en spegel 1961, 86 Minuten) schildert 24 Stunden aus dem Leben der unheilbar psychisch erkrankten jungen Frau Karin. Handlungsort ist ein Haus auf der Insel Fårö, die später zu Bergmans Heimat werden sollte.
Hier verbringen Karin (Harriet Andersson), ihr Mann Martin (Max von Sydow), von Beruf Arzt, ihr Vater Gunnar Björnstrand, ein erfolgloser Schriftsteller, der gerade aus der Schweiz zurückgekehrt ist, und ihr 17-jähriger Bruder Peter (Lars Passgård)(„Minus“ im schwedischen Original) ihre Sommerferien.
Karin, aus einer psychiatrischen Klinik entlassen, latent schizophren, wird ständig in eine "andere Welt" gelockt, in der sie Gott erwartet.
Bergman hatte zunächst als Titel „Tapete“ vorgesehen. „Die Grenzlinie, die sie überschreiten muss, sind die sonderbaren Muster der Tapete.“ (Bergman) in dem Raum, den Karin immer wieder aufsucht.
Der endgültige Titel ist dem ersten Brief des Paulus an die Korinther entlehnt: „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht…..Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe...". Der Regisseur nutzte das Zitat erneut als Titel für "Von Angesicht zu Angesicht" (1976).
Karin erfährt, als sie heimlich im Tagebuch ihres Vaters liest, dass sie unheilbar krank ist und dieser die Krankheitsgeschichte literarisch verarbeiten will. Ihr Ehemann konfrontiert David auf einer Bootsfahrt mit ihrer Entdeckung und beschuldigt diesen der Gefühlskälte. Doch David offenbart, dass in der Schweiz versucht hat, Selbstmord zu begehen.
Im Bauch eines Schiffswracks am Strand verführt die „andere Karin“ ihren Bruder.
Statt Gott erscheint ihr eine bösartige Spinne.
Bergman sieht in der Liebe der Menschen zueinander einen Gottesbeweis; - doch die Frau hat einen Mann, den sie nicht liebt, einen Vater, dessen Liebe sie nicht bekommt und einen Bruder, der zur Liebe noch nicht fähig ist.

Dies ist der erste Film einer Trilogie (gefolgt von "Licht im Winter" und "Das Schweigen").
Obwohl der Film mehrfach preisgekrönt wurde (Oscar für den Besten fremdsprachigen Film 1962, OCIC-Preis der Internationalen Filmfestspiele Berlin 1962), äußerte sich Bergman in späteren Jahren negativ zu seinem Film. Neben der unbefriedigenden Darstellerleistung von Björnstrands und Passgårds bezeichnete er den „Versuch, eine Lösung aufzuzeigen“ als „verlogen“ und „gewollt“ – „aber dieses Wollen …. ist ein sterilisierendes und antikünstlerisches Element.“
Dadurch, dass Bergman eher ein verkapptes Theaterstück inszenierte, ist das Filmische stark reduziert und den Darstellern gelingt es nicht immer, diesen Mangel durch ihre Präsenz vergessen zu lassen. Nur Harriet Andersson macht das Schizophrene ihrer Persönlichkeit ansatzweise deutlich.
Bergmans Kameramann Sven Nykvist. (Abend der Gaukler 1953, Die Jungfrauenquelle 1960 und alle Filme des Regisseurs bis 1983) hat wenig Möglichkeiten den Film durch aufregende schwarz/weiß- Bilder aufzuwerten.
Man kann Bergman in seiner harten Kritik nur zustimmen, inbesondere, wenn man sich seine Meisterwerke wie " Das Schweigen" oder wenig gerühmte Film wie "Das Gesicht" ansieht. Die Ausstattung der DVD ist wieder einmal spartanisch.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Krautschneider TOP 1000 REZENSENT
...und womöglich erkennen wir uns ein wenig wieder. "Wie in einem Spiegel" gehört zur "Kammerspiel-Triologie" Bergmas (siehe auch Rez. zu "Licht im Winter"!).

Der Film kommt mit nur 4 Darstellern aus und wird trotzdem nie langweilig.

Man sieht altbekannte Geichter wieder:

Max von Sydow, Harriet Andersson und Co.

Nun, worum geht es in "Wie in einem Spiegel" eigentlich?

Ganz einfach (kompliziert):

Der Schriftsteller David ist mit seinem 17jährigen Sohn und seiner Tochter und deren Mann aufs Ferienhaus gefahren. (Die Geschichte beginnt bereits dort und sie spielt auch ausschließlich dort).

Davids Tochter leidet an einer unheilbaren psychischen Krankheit, der auch seine Frau vor Jahren zum Opfer gefallen war...

Die Krankheit von Davids Tochter bringt eine Menge Komplikationen und Aufregung auf die ruhige, verschlafene Insel und hält den anderen (drei) Personen einen Spiegel vors Gesicht, in dem sie ihre eigene Unzulänglichkeit schonungslos erkennen müssen.

Kurz: ein typischer Bergman-Streifen, vielleicht der typischste überhaupt...

Mein Resümee: GUT, aber nicht glänzend.

Einige Dialoge sind SPITZE. Die Kamera saugt alle Elemente behutsam und (wie gewohnt) perfekt auf. Über die Schauspielleistung brauche ich ja wohl weiters nichts zu sagen - 4 Darsteller genügen, wenn sie gut sind, um einem 90-Minuten-Streifen Fülle zu geben - SEHR GUT.

Besonders hervorheben möchte ich dabei "Peter" (Davids 17jähriger Sohn) - eine außergewöhnlich gute Darbietung eines jungen Schauspielers (dessen Name mir leider entfallen ist).

Bergman hat so viele Filme gemacht, die für die Filmgeschichte von enormer Bedeutung sind, dass ich "Wie in einem Spiegel", verglichen mit anderen Bergman-Werken, "nur" 4 Sterne geben kann.

ABER keine Frage: SEHENSWERT!!
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