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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Boxerfilm aller Zeiten !, 23. März 2004
Einen verdienteren Oscar als den für den besten Hauptdarsteller für Robert De Niro in seiner Rolle als Boxer Jake La Motta in „Raging Bul" gab es wohl in der Geschichte der Oscarverleihungen selten. Robert De Niro ist der Inbegriff des Method Acting und was er hier mit seiner Darstellung des Faustkömpfers La Motta bietet ist bis heute unerreicht. Unter den strengen Blicken von Jake La Motta selbst trainierte La Motta monatelang wie ein Besessener und war zu Drehbeginn laut Aussagen von Experten einer der zwanzig besten Mittelgewichtsboxer auf der Welt. Für seine Darstetellung als gescheiterter und vor allem übergewichtiger La Motta futterte sich De Niro innerhalb von nur drei Monate 27 kg an und schaffte es aber auch sein Normalgewicht anschließend fast genauso schnell wieder zu erreichen. Mit Martin Scorsese stand meiner Meinung nach auch einer der Größten überhaupt hinter der Kamera um Regie zu führen. Mit Filmen wie „Hexenkessel", „Good Fellas", „Taxi Driver" oder auch „Casino" war das Duo De Niro/Scorsese schon für einige der ganz großen Filme verantwortlich. Ende der vierziger Jahre schlägt sich der New Yorker Boxer Jake La Motta, der wegen seines ungezügelten Tempraments von vielen nur „Raging Bull" genannt wird, zum Liebling der Zuschauer hoch. Das Publikum giert nach einem weißen Helden uns sieht diesen in der Person von La Motta gekommen. Da sich La Motta nur selten unter Kontrolle hat bekommt er erst nach gütiger Mithilfe der Mafia eine Chance auf den Weltmeistertitel. Sein Höhenflug hält allerdings nicht sehr lange an und er startet im Anschluss an seinen Totalabsturz eine relativ erfolglose Karriere als Nachtclubbesitzer und Komiker. Neben dem genialen De Niro ist Joe Pesci als sein leidender Bruder zu sehen der Jakes Launen hautnah miterleben darf. Eine wunderbare Cathy Moriarty feiert in der Rolle von Vicky, der leidgeprüften Ehefrau von La Motta, ein beeindruckendes Leinwanddebut. Die detailverliebtheit und das Drehen in schwarz/weiss geben Scorseses Boxerdrama noch den absoluten Kick. Mit der Darstellung der Boxszenen setzte „Raging Bull" neue Maßstäbe und ist auch deshalb um Längen besser als eine typische Hollywoodproduktion wie die „Rocky" Filme. „Wie ein wilder Stier" ist bis heute der beste und faszinierendste Boxerfilm überhaupt mit einem Robert De Niro der hier, trotz unzähliger erstklassiger anderer Filme, hier die Rolle seines Lebens spielt. Scorsese schuf 1980, nach dem Drehbuch von Paul Schrader, mit einem für damalige Verhältnisse hohen Budget von 15 Millionen Dollar eine bis ins kleinste Detail stimmige Sportler Biografie die bis heute Ihresgleichen sucht. Nun erscheint dieser Meilenstein des Kinos endlich in einer anständigen Umsetzung auf DVD. An Bonusmaterial werden unter anderem zwei Dokumentationen über den richtigen Jake La Motta sowe über die Dreharbeiten des Films angeboten. Als ganz großen Pluspunkt sehe ich den Ton des Film, der nun erstmalig auch in deutscher Fassung im Dolby Digital zu hören ist. „Raging Bull" ist ganz großes Kino das in keiner gut sortierten DVD Sammlung fehlen darf.
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5.0 von 5 Sternen
Subtil, beklemmend, verstörend - Ein Meisterwerk, 10. Februar 2008
Einer der größten Glücksfälle nicht nur des modernen Kinos, sondern der Filmgeschichte im Allgemeinen, ist die unglaublich fruchtbare und einzigartige Zusammenarbeit des Meisterregisseurs Martin Scorsese mit einem der größten Schauspieler unserer Zeit, Rober De Niro. Was Goethe und Schiller in der Literatur, das sind Scorsese und De Niro für das Kino, könnte man sagen. Und einer der Höhepunkte der Zusammenarbeit dieser beiden, ist zweifelsfrei das Boxerdrama "Wie ein wilder Stier". Das auf den ersten Blick vielleicht Außergewöhnlichste der schauspielerischen Darbietung Robert De Niros ist allein schon dessen physische Leistung, dessen körperliche Herausforderung, welcher sich wohl nur ein Wahnsinniger - oder eben ein Genie - derart perfektionistisch stellen kann. Zunächst trainierte De Niro ein Jahr in unzähligen Sparring-Runden mit dem echten Jake La Motta, der ihn am Ende ihrer Zusammenarbeit als einen der besten lebenden Mittelgewichtler bezeichnete. Nach dem Einspielen des ersten Teils des Films inklusive der Boxszenen nahm er dann über 25 Kilogramm zu, um den nächsten Part des Films überzeugend darstellen zu können. Zurecht gab es für diese Leistung wie für seine präzise und authentische Mimik den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Film zeigt einen Menschen, der sich nur durch eines ausdrücken kann: durch Gewalt, den Kampf. Der Boxring ist Ausdruck seiner seelischen Empfindungen. Seine Eifersucht und all seine privaten Probleme kann er nur in den Griff bekommen, indem er zur Gewalt greift. Doch damit verliert er letztlich alle, die ihm wichtig waren. Er boxt sich in die Einsamkeit. Der Film zeigt den Fall vom Erfolg in die Verzwiflung, einen Verfall der einhergeht mit einem moralischen Verfall La Mottas, der diesen jedoch nicht aufhalten kann, sondern aufgrund seiner typischen Art mit Problemen umzugehen, eben jener Art, mit der im Boxring einst noch Erfolg hatte, dem Einsatz von Gewalt nämlich, immer tiefer in jenem Strudel des Niedergangs bis in die Verzweiflung und Einsamkeit versinkt. Dies ist also kein Boxfilm im eigentlichen Sinne, sondern ein unvergleichbar authentisches und präzises Charakterdrama, eine Charakterstudie, wie es nur wenig vergleichbare gibt. "Wie ein wilder Stier" ist einer jener Filme, der in keiner DVD-Sammlung fehlen sollte; den jeder Cineast gesehen haben sollte. Er ist kein verstaubtes und veraltetes Drama der 1980er Jahre, sondern heute noch so aktuell und sehenswert wie vor 25 Jahren.
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5.0 von 5 Sternen
Subtil, beklemmend, verstörend - Ein Meisterwerk, 26. September 2007
Einer der größten Glücksfälle nicht nur des modernen Kinos, sondern der Filmgeschichte im Allgemeinen, ist die unglaublich fruchtbare und einzigartige Zusammenarbeit des Meisterregisseurs Martin Scorsese mit einem der größten Schauspieler unserer Zeit, Rober De Niro. Was Goethe und Schiller in der Literatur, das sind Scorsese und De Niro für das Kino, könnte man sagen. Und einer der Höhepunkte der Zusammenarbeit dieser beiden, ist zweifelsfrei das Boxerdrama "Wie ein wilder Stier". Das auf den ersten Blick vielleicht Außergewöhnlichste der schauspielerischen Darbietung Robert De Niros ist allein schon dessen physische Leistung, dessen körperliche Herausforderung, welcher sich wohl nur ein Wahnsinniger - oder eben ein Genie - derart perfektionistisch stellen kann. Zunächst trainierte De Niro ein Jahr in unzähligen Sparring-Runden mit dem echten Jake La Motta, der ihn am Ende ihrer Zusammenarbeit als einen der besten lebenden Mittelgewichtler bezeichnete. Nach dem Einspielen des ersten Teils des Films inklusive der Boxszenen nahm er dann über 25 Kilogramm zu, um den nächsten Part des Films überzeugend darstellen zu können. Zurecht gab es für diese Leistung wie für seine präzise und authentische Mimik den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Film zeigt einen Menschen, der sich nur durch eines ausdrücken kann: durch Gewalt, den Kampf. Der Boxring ist Ausdruck seiner seelischen Empfindungen. Seine Eifersucht und all seine privaten Probleme kann er nur in den Griff bekommen, indem er zur Gewalt greift. Doch damit verliert er letztlich alle, die ihm wichtig waren. Er boxt sich in die Einsamkeit. Der Film zeigt den Fall vom Erfolg in die Verzwiflung, einen Verfall der einhergeht mit einem moralischen Verfall La Mottas, der diesen jedoch nicht aufhalten kann, sondern aufgrund seiner typischen Art mit Problemen umzugehen, eben jener Art, mit der im Boxring einst noch Erfolg hatte, dem Einsatz von Gewalt nämlich, immer tiefer in jenem Strudel des Niedergangs bis in die Verzweiflung und Einsamkeit versinkt. Dies ist also kein Boxfilm im eigentlichen Sinne, sondern ein unvergleichbar authentisches und präzises Charakterdrama, eine Charakterstudie, wie es nur wenig vergleichbare gibt. "Wie ein wilder Stier" ist einer jener Filme, der in keiner DVD-Sammlung fehlen sollte; den jeder Cineast gesehen haben sollte. Er ist kein verstaubtes und veraltetes Drama der 1980er Jahre, sondern heute noch so aktuell und sehenswert wie vor 25 Jahren.
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