So schön und originell hat schon lange niemand über das Lesen geschrieben. Als Appetithappen taugen vielleicht die UNVERRÜCKBAREN RECHTE DES LESERS 1. Das Recht, nicht zu lesen. 2. Das Recht, Seiten zu überspringen. 3. Das Recht, ein Buch nicht bis zum Ende zu lesen. 4. Das Recht, wiederzulesen. 5. Das Recht, alles Mögliche zu lesen. 6. Das Recht, nach Trivialliteratur süchtig zu werden wie Madame Bovary (d.h. dem Bovarismus zu verfallen) 7. Das Recht, überall zu lesen. 8. Das Recht, in Büchern herumzustöbern. 9. Das Recht, laut zu lesen. 10. Das Recht, zu schweigen.
Schon diese Liste von Rechten lässt ahnen, dass Pennac befürchtet, die Schule mit ihrem Bestehen auf der Textanalyse vergälle den Kindern schon früh das Lesen für immer. Im Gegensatz zu all jenen, die betonen, wie wichtig das Lesen ist, selbst aber nicht lesen, weiß Pennac, dass Bücher nicht unbedingt nützlich sind und Lesen gefährlich sein kann.
Ein Buch, dass alle Lehrer und Eltern lesen sollten. Aber denken Sie daran, was Pennac auf der ersten Seite schreibt: "ich flehe Sie an, diese Seiten nicht als pädagogisches Folterinstrument zu verwenden"!