Jörg Zinks Bücher haben inzwischen still und leise eine Auflage von über 17 Millionen erreicht. Dieses Buch zeigt einen der Gründe dafür: seine Bücher atmen eine Weisheit und Weite, die für unsere Zeit heute mehr als attraktiv ist.
Und zwar beides: Weisheit, weil hier Gebete und Meditationen, Worte und Betrachtungen zum Beten versammelt sind, die ergreifende Lebens- und Gotteserfahrung spiegeln mit allen Schattierungen des Lebens. Zögernd und zweifelnd, mutig und gewiss, stark und zerbrechlich, klug und einfältig. Es tauchen die großen Bilder und Symbole auf, die mit wenigen Wörtern mehr sagen als die allermeisten weitschweifenden Reden und Artikel, die sonst auf dem Markt sind. Dazu sind die ausgewählten und selbst verfassten Texte auch sehr schön. Und in allem ist eine unaufgeregte geistige Gelassenheit spürbar, die menschliche Weisheit besonders auszeichnet.
Und das Buch atmet Weite, weil es über den engen Bereich der eigenen Tradition hinaus schaut, religiöse Erfahrung anderer Kulturen ernst nimmt und als Bereicherung der eigenen Frömmigkeit versteht. Weil es Mut hat, sehr verschiedene Stimmen gleichzeitig hörbar zu machen und verschiedenste Lebensbereiche ins Gespräch zu bringen, auch zum Beispiel naturwissenschaftliche Zugänge zur Wirklichkeit. Da ist nichts an Enge oder Dünkel zu finden.
"Wie kann ich beten?"
Wer sich auf dieses Buch einlässt, hat eine gute Chance, diese Kunst wirklich für sich zu entdecken und erkunden zu können - und zwar in aller Freiheit. Denn Jörg Zink wäre nicht Jörg Zink, wenn nicht zu seiner Weisheit und Weite die Freiheit für seine Leserinnen und Leser gehörte, mit den Texten individuell und selbständig umzugehen. Zink drängt sich nicht auf, er breitet Möglichkeiten aus.
Diese Freiheit - auch ein Grund für über 17 Millionen verkaufte Bücher?