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Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht: Roman
 
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Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Dai Sijie , Giò Waeckerlin Induni
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Piper (August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050816
  • ISBN-13: 978-3492050814
  • Originaltitel: Par une nuit où la lune ne s'est pas levée
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 422.359 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Sijie Dai
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht ist poetisch, geheimnisvoll, anrührend und – versöhnlich.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung »So gelingt, stets gespiegelt im Blick der Europäer, ein Panorama chinesischer Geschichte, in der Grausamkeit und Gewalt untrennbar verbunden scheinen mit der Schönheit der Kunst und der so alten und erhabenen Kultur. Und noch lange bleibt man gebannt von der heiter strahlenden Gedankentiefe des am Ende vollständigen Sutras.« Stuttgarter Zeitung »Einfallsreich und elegant führt der Roman in einen poetischen Kosmos.« Neue am Sonntag

Kurzbeschreibung

Der neue Roman von Dai Sijie!

Hochspannend verwebt Dai Sijie die zarte Liebe zwischen einer französischen Sinologiestudentinund einem chinesischen Gemüsehändler mit einer fast zweitausend Jahre alten Kulturgeschichte. Beide sind sie auf der Suche nach der verlorenen Hälfte einer uralten Schriftrolle, einem seidenen Sutra, das die geheimnisvollen Anfänge des Buddhismus in seinen fremdartig kalligraphierten Zeichen birgt. In einem Anfall von Wahnsinn soll einst Kaiser Pu Yi, der letzte Kaiser von China, das kostbare Relikt mit den Zähnen zerrissen haben...
Ein sehr poetischer Roman über die geheimnisvolle Welt Chinas, der auf virtuose Weise einen unaufhaltsamen Sog entfaltet.

Autorisierte Hörfassung, gelesen von Svenja Wasser, Werner Rehm und Patrick Heppt
6 CDs, 393 Min. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christina Liebeck (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
In Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht" verbindet der chinesische Schriftsteller Dai Sijie auf mehreren Erzählebenen kunstvoll Liebesgeschichte und Sinnsuche mit der historischen und kulturellen Vergangenheit und Gegenwart Chinas. Man muss von vorneherein sagen, dass dieser Roman viel weniger linear erzählt wird als Sijies vielbeachtetes wunderbares Buch Balzac und die kleine chinesische Schneiderin". Die Geschichte wirkt traumhafter, fast ebenso zerrissen und mysteriös wie die Sutrenrolle; der Autor springt von Ereignis zu Ereignis, wechselt Zeit und Ort, lässt aus den letzten Tagen des letzten Kaisers erzählen, schwenkt dann um ins Traumgleiche, wenn die Sinologiestudentin einen visionären Traum über den französischen Forscher Paul d'Ampère - den Vater von Tumschuk - hat, und kehrt wieder zurück in die Gegenwart. Diese Art des Erzählens muss einem durchaus liegen. Zweifellos ist Dai Sijie ein wunderbarer Erzähler, der stets den richtigen Ton trifft und der vor allem in seinen Ausführungen zur Vergangenheit Chinas den Hörer zu fesseln weiß.
Insgesamt wirkt der Roman aber etwas sprunghaft und zerfasert; bisweilen ist es schwer, dem roten Faden zu folgen. Sehr gut gelöst ist die vielschichtige Erzählstruktur in dieser Hörbuchfassung durch die drei Sprecher: Während Svenja Wasser sehr angenehm und unprätentiös die Rolle der Ich-Erzählerin übernimmt, spricht Werner Rehm mit angemessen tiefer Stimme die historischen Schilderungen (man wünscht sich, noch viel mehr über Pu Yis extremes Leben zu erfahren); Patrick Heppt spricht die Ereignisse aus der Sicht von Tumschuk. Die Lesung ist tatsächlich so angenehm vorgetragen, dass man hin und wieder versucht ist, sie wie eine wohlige Hintergrundmusik plätschern zu lassen, dann allerdings verliert man rasch den Faden der doch anspruchsvollen Komposition und muss zurückspulen. Die Schwäche des Hörbuchs gegenüber dem Roman - nämlich, dass man des Öfteren sehr gerne noch einmal zurückblättern würde, um die vielen Namen, Orte und Ereignisse einzuordnen - wird durch die hervorragende Leistung von Skript und Sprechern wieder ausgeglichen.

Fazit: Zart und poetisch erzählt, historisch hochinteressant und sehr angenehm vorgetragen - Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht" ist ein wunderbar erzählter, vielschichtiger Roman, dessen recht lose Erzählstruktur mit vielen Abschweifungen einem allerdings liegen muss. Insofern ist dieses gelungene Hörbuch eher etwas für Liebhaber chinesischer Kultur und Geschichte und für Fans des Autors.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Károlyi (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Für einen Europäer ohne engen Bezug zu Buddhismus und Ostasien liest sich dieser Roman nicht einfach, und er eignet sich ganz gewiss nicht dazu, einen ersten Kontakt zu China und seiner Literatur und Kultur herzustellen. Dazu wirkt der Roman zu zerrissen, es treten zu viele scheinbar unbedeutende Figuren auf, die Szenerien wechseln ständig, und man gewinnt gelegentlich den Eindruck, der Autor verzettle sich - dies zum Beispiel, als die französische Ich-Erzählerin aus Trotz ihr Interesse an ostasiatischen Sprachen gegen die afrikanischen eintauscht und eine für den Fortgang des Romans völlig unerhebliche, doch ausführlich geschilderte Reise nach Afrika antritt.
Wenn es sich wirklich um ein Sichverzetteln und einen wenig strukturierten Roman handelt und nicht um gewisse künstlerische Freiheiten, die man einem renommierten Autor wie Dai Sijie spätestens seit seinem Werk "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" zugestehen wird, so ist dies zumindest sehr charmant ausgearbeitet.

Echtes buddhistisches Gedankengut und die Eigenheiten einiger wichtiger ostasiatischer Länder und Regionen wie China, Tibet und Myanmar vermischt sich mit Imaginärem, denn das Land Tumschuk und seine Sprache sowie der berühmte Orientalist Paul d'Ampère sind "und ist es auch nicht wahr, so doch gut erfunden" und, wie der Autor in Interviews angab, als Hommage an die Geschichte Chinas und Ostasiens sowie an engagierte europäische Forscher zu verstehen. Auch die Kritik an den politischen Verhältnissen, nicht nur an den geradezu klassischen chinesisch-kommunistischen Praktiken von Umerziehungslagern und Zwangsarbeit, Selbstkritik und Sippenhaft, sondern auch an der bürokratischen Unbeweglichkeit benachbarter Länder ist nicht zu übersehen.

Ein wahrlich vielschichtiges Buch also mit Lokalkolorit, Philosophie und dem Augenmerk auf dem Suchen und Finden um jeden Preis, wenn man sich davon eine geistig-spirituelle Bereicherung erhoffen darf. Mancher Abschnitt lässt sich schwierig einordnen, weshalb ungeduldige, des Interpretierens, dem hier üppig Raum geboten wird, überdrüssige Leser gern einen Stern in der Wertung abziehen dürfen. Doch vermag dieser Roman ausgewählte Aspekte ostasiatischer Weisheit zu vermitteln, die zu betrachten und vielleicht mehrmals zu lesen sich lohnt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Traumhaft! 2. Mai 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ein "Traum". Im wahrsten Sinne des Wortes. So wie man nachts schläft und verwirrende Bilder und Darstellungen wechseln mit klaren Handlungen. Und am Ende wacht man auf, ist verstört und braucht Zeit, um einen Sinn in allem zu entdecken oder es auch zu lassen. Je nach Veranlagung. Wer den Film "Der letzte Kaiser" gesehen hat, wird sich vergeblich erinnern an einen Sumoringer, der Chinas letzten Kaiser beim Einschlafen geholfen hat. Der Leser wird entrückt in Chinas politische Geschichte des 20.Jahrhunderts und seiner Jahrtausendalten Vergangenheit.
Stets erscheint neben großer poetischer Zartheit auch die rohe Gewalt. Die Französin, die den chinesischen Gemüsehändler liebt und romantische Momente mit ihm verbringt und zeitgleich die Ermordung ihres weißen Stallhasens. Gewalt und zarte Poesie laufen permanent einher wie die zarte Seide der Sutra, die doch mit Macht Menschen gefangen nimm und sie in endloses Suchen verstrickt. Und immer taucht uns Europäern die Fremdartigkeit Chinas auf.
Dieses Buch lädt meines Erachtens nicht dazu ein, China zu verstehen. Sondern eher das Gegenteil. Es lädt ein, sich einzugestehen, dass man als Europäer dieses Land nicht so einfach verstehen kann. Es ist zu alt, zu geheimnisvoll, zu fremd selbst für den, der seine Sprache auf der Universität lernt. Und doch lädt es ein, sich mit China zu beschäftigen und Land und Leute mit Achtung zu begegnen.
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