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Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Dai Sijie , Giò Waeckerlin Induni
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. August 2009
Kunstvoll verwebt Dai Sijie die zarte Liebe zwischen einer französischen Studentin und einem chinesischen Gemüsehändler mit einer fast 2000 Jahre alten Kulturgeschichte. Sein hochpoetischer Roman über die geheimnisvolle Welt Chinas entfaltet auf virtuose Weise einen unaufhaltsamen Sog. Es ist mehr als das Band einer großen Liebe, das in Peking das Schicksal einer französischen Sinologiestudentin mit dem eines chinesischen Gemüsehändlers verknüpft. Beide sind sie auf der Suche nach der verlorenen Hälfte einer uralten Schriftrolle, eines seidenen Sutras, das die geheimnisvollen Anfänge des Buddhismus in seinen fremdartig kalligrafierten Zeichen birgt. In einem Anfall von Wahnsinn soll einst Pu Yi, der letzte Kaiser von China, das kostbare Relikt mit den Zähnen zerrissen haben. Und so begeben sich die zwei – fasziniert vom Zauber der Sprache und ihrer Macht – auf eine entbehrungsreiche Reise, die sie weit voneinander entfernen und weit zurück in die eindrucksvolle Geschichte der chinesischen Kultur führen wird.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Piper (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050816
  • ISBN-13: 978-3492050814
  • Originaltitel: Par une nuit où la lune ne s'est pas levée
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 455.214 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht ist poetisch, geheimnisvoll, anrührend und versöhnlich." Westdeutsche Allgemeine Zeitung "So gelingt, stets gespiegelt im Blick der Europäer, ein Panorama chinesischer Geschichte, in der Grausamkeit und Gewalt untrennbar verbunden scheinen mit der Schönheit der Kunst und der so alten und erhabenen Kultur. Und noch lange bleibt man gebannt von der heiter strahlenden Gedankentiefe des am Ende vollständigen Sutras." Stuttgarter Zeitung "Einfallsreich und elegant führt der Roman in einen poetischen Kosmos." Neue am Sonntag

Über den Autor

Dai Sijie, geboren 1954 in der Provinz Fujian in China, wurde von 1971 bis 1974 im Zuge der kulturellen Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Nach Maos Tod studierte er Kunstgeschichte und emigrierte 1984 nach Paris. »Balzac und die kleine chinesische Schneiderin«, sein erster Roman, wurde ein großer internationaler Erfolg und in einer französisch-chinesischen Produktion erfolgreich verfilmt. Zuletzt erschien von ihm auf deutsch »Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht«.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christina Liebeck (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
In Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht" verbindet der chinesische Schriftsteller Dai Sijie auf mehreren Erzählebenen kunstvoll Liebesgeschichte und Sinnsuche mit der historischen und kulturellen Vergangenheit und Gegenwart Chinas. Man muss von vorneherein sagen, dass dieser Roman viel weniger linear erzählt wird als Sijies vielbeachtetes wunderbares Buch Balzac und die kleine chinesische Schneiderin". Die Geschichte wirkt traumhafter, fast ebenso zerrissen und mysteriös wie die Sutrenrolle; der Autor springt von Ereignis zu Ereignis, wechselt Zeit und Ort, lässt aus den letzten Tagen des letzten Kaisers erzählen, schwenkt dann um ins Traumgleiche, wenn die Sinologiestudentin einen visionären Traum über den französischen Forscher Paul d'Ampère - den Vater von Tumschuk - hat, und kehrt wieder zurück in die Gegenwart. Diese Art des Erzählens muss einem durchaus liegen. Zweifellos ist Dai Sijie ein wunderbarer Erzähler, der stets den richtigen Ton trifft und der vor allem in seinen Ausführungen zur Vergangenheit Chinas den Hörer zu fesseln weiß.
Insgesamt wirkt der Roman aber etwas sprunghaft und zerfasert; bisweilen ist es schwer, dem roten Faden zu folgen. Sehr gut gelöst ist die vielschichtige Erzählstruktur in dieser Hörbuchfassung durch die drei Sprecher: Während Svenja Wasser sehr angenehm und unprätentiös die Rolle der Ich-Erzählerin übernimmt, spricht Werner Rehm mit angemessen tiefer Stimme die historischen Schilderungen (man wünscht sich, noch viel mehr über Pu Yis extremes Leben zu erfahren); Patrick Heppt spricht die Ereignisse aus der Sicht von Tumschuk.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Philosophisch-spirituelles Abenteuer in Ostasien 11. Dezember 2009
Von Regina Károlyi (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Für einen Europäer ohne engen Bezug zu Buddhismus und Ostasien liest sich dieser Roman nicht einfach, und er eignet sich ganz gewiss nicht dazu, einen ersten Kontakt zu China und seiner Literatur und Kultur herzustellen. Dazu wirkt der Roman zu zerrissen, es treten zu viele scheinbar unbedeutende Figuren auf, die Szenerien wechseln ständig, und man gewinnt gelegentlich den Eindruck, der Autor verzettle sich - dies zum Beispiel, als die französische Ich-Erzählerin aus Trotz ihr Interesse an ostasiatischen Sprachen gegen die afrikanischen eintauscht und eine für den Fortgang des Romans völlig unerhebliche, doch ausführlich geschilderte Reise nach Afrika antritt.
Wenn es sich wirklich um ein Sichverzetteln und einen wenig strukturierten Roman handelt und nicht um gewisse künstlerische Freiheiten, die man einem renommierten Autor wie Dai Sijie spätestens seit seinem Werk "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" zugestehen wird, so ist dies zumindest sehr charmant ausgearbeitet.

Echtes buddhistisches Gedankengut und die Eigenheiten einiger wichtiger ostasiatischer Länder und Regionen wie China, Tibet und Myanmar vermischt sich mit Imaginärem, denn das Land Tumschuk und seine Sprache sowie der berühmte Orientalist Paul d'Ampère sind "und ist es auch nicht wahr, so doch gut erfunden" und, wie der Autor in Interviews angab, als Hommage an die Geschichte Chinas und Ostasiens sowie an engagierte europäische Forscher zu verstehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumhaft! 2. Mai 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ein "Traum". Im wahrsten Sinne des Wortes. So wie man nachts schläft und verwirrende Bilder und Darstellungen wechseln mit klaren Handlungen. Und am Ende wacht man auf, ist verstört und braucht Zeit, um einen Sinn in allem zu entdecken oder es auch zu lassen. Je nach Veranlagung. Wer den Film "Der letzte Kaiser" gesehen hat, wird sich vergeblich erinnern an einen Sumoringer, der Chinas letzten Kaiser beim Einschlafen geholfen hat. Der Leser wird entrückt in Chinas politische Geschichte des 20.Jahrhunderts und seiner Jahrtausendalten Vergangenheit.
Stets erscheint neben großer poetischer Zartheit auch die rohe Gewalt. Die Französin, die den chinesischen Gemüsehändler liebt und romantische Momente mit ihm verbringt und zeitgleich die Ermordung ihres weißen Stallhasens. Gewalt und zarte Poesie laufen permanent einher wie die zarte Seide der Sutra, die doch mit Macht Menschen gefangen nimm und sie in endloses Suchen verstrickt. Und immer taucht uns Europäern die Fremdartigkeit Chinas auf.
Dieses Buch lädt meines Erachtens nicht dazu ein, China zu verstehen. Sondern eher das Gegenteil. Es lädt ein, sich einzugestehen, dass man als Europäer dieses Land nicht so einfach verstehen kann. Es ist zu alt, zu geheimnisvoll, zu fremd selbst für den, der seine Sprache auf der Universität lernt. Und doch lädt es ein, sich mit China zu beschäftigen und Land und Leute mit Achtung zu begegnen.
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5.0 von 5 Sternen Wundervoll erzählt 4. Dezember 2012
Von Leseratte
Format:Audio CD
Es ist eine Liebesgeschichte - aber nicht im klassischen Sinn. Den Roman neben gefühlsduseligen Schmonzetten einzureihen, würde ihm nicht gerecht. Denn es wird auch von der bewegten Geschichte Chinas und seiner Regenten erzählt, von Terror und Neuordnung, von buddhistischen Mönchen und von Marco Polo und von der Liebe zu den schön geschwungenen asiatischen Schriftzeichen.
Aber natürlich geht es auch um die große Liebe zwischen dem chinesischen Gemüsehändler Tumschuk und der Erzählerin, die nach der Kulturrevolution 1978 als eine der ersten Westeuropäer in Peking studieren darf. Ihre innige Beziehung wird begleitet von dem Wissen um eine mysteriöse seidene Schriftrolle, deren zweite Hälfte fehlt. Sie enthält ein bis dahin unbekanntes Sutra, eine Lehrrede Buddhas, das in einer sehr seltenen Sprache verfasst ist.

Der letzte Kaiser von China, der ewig auf eine Entzifferung dieser seltenen Sprache hoffte, soll während seiner Deportation in einem japanischen Flugzeug in einem Anfall von Wahnsinn die seidene Schriftrolle mit den Zähnen zerrissen und die beiden Fragmente aus dem Fenster geworfen haben. Eine Hälfte wurde als „Geschenk des Himmels“ wieder gefunden, die andere blieb verschwunden. Dieser Umstand ist für alle Wissbegierigen genauso faszinierend wie quälend. Tumschuks Vater, ein französischer Sineologe, hatte sein Leben der geheimnisvollen Schriftrolle gewidmet, das Textfragment entschlüsselt und die verbissene Leidenschaft, das fehlende Stück zu finden, an seinen Sohn weitergegeben.
Doch die besessene Suche nach der Auflösung führte bereits viele Generationen an einen Abgrund von Wahnsinn, Verbissenheit und Tod.
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