In Ich-Form erzählt die Chefredakteurin einer berühmten Modezeitschrift über sich selbst, ihre Angst zu lieben, ihren enormen Aufwand, eine glänzende Fassade aufrecht zu erhalten und ihre Alkoholsucht.
Obwohl es sich um ein für mich völlig fremdes Milieu handelt, fand ich es spannend und stringent.
Auch, dass sie eine ältere Frau mit Gedächtnisverlust bei sich aufnimmt und von ihr wieder etwas über das Leben lernt.
Ein paar wirklich gute Beobachtungen werden intelligent und witzig wieder gegeben.
Aber ab der Hälfte kippt der Roman.
Die Heldin beginnt sich zu bekehren, als ihr bester Kumpel Krebs kriegt (na klar, ohne Krebs läuft heute kaum noch eine Bekehrung).
Und plötzlich kriegt sie nicht nur alles prima in Griff, wird wieder natürlich, kann lieben, auch ihre Alkoholsucht hat sich in Luft aufgelöst und beruflich kriegt sie die Kurve, indem sie eine völlig neue Art von Frauenzeitung gründet.
Der Teufel war wohl doch nur ein verhinderter Engel.
Ach schade.
Der Anfang war wirklich gut.