Grace St. John, eine Spezialistin für das Übersetzen alter Dokumente, genießt ihr wohlgeordnetes Leben mit ihrem Mann Ford, ebenfalls einem Archäologen und ihrem Bruder Bryant. Das bißchen Übergewicht scheint niemanden zu stören, denn schließlich kommt es auf ihre Arbeit an und nicht auf ihr Aussehen. Besonders ihre jetzige Aufgabe fasziniert sie geradezu. Sie soll alte Schriftstücke über die Tempelritter übersetzen.
Eines Abends kommt sie von einem Besuch bei den Nachbarn zurück und stellt fest, daß irgendetwas nicht in Ordnung ist. Denn in ihrer Küche halten sich Männer mit Waffen auf und ihr Mann lügt und behauptet nichts über ihren Aufenthaltsort zu wissen. Bevor sie überhaupt verstehen kann was da vor sich geht, muß sie mit ansehen wie ihr Chef, der reiche und wohlangesehene Mr. Parrish Sawyer, ihren Mann und ihren Bruder kaltblütig umbringt.
Grace schafft es zu fliehen, aber sie wird verfolgt. Zu entsetzt um überhaupt richtig begreifen zu können was sie gesehen hat, muß auch sie um ihr Leben fürchten. Jetzt ist sie nur noch von einem Wunsch beseelt, nämlich Rache zu nehmen. Und das kann ein sehr mächtiges Gefühl sein. Denn nur der Gedanke daran Parrish dafür büßen zu lassen, daß er ihren Ehemann und ihren Bruder umgebracht hat und das Verbrechen so hingestellt hat, daß die Polizei der Meinung wäre sie wäre die Täterin, läßt sie nicht aufgeben.
Mit Verstand und einem eiseren Willen hält sie an ihrem Leben fest, auch unter den widrigsten Umständen. Grace schafft es sich eine neue Identität aufzubauen und sie weiß, daß der Schlüssel für diese grausame Tat in den Schriftstücken über "Black Niall" dem Beschützer des Schatzes der Tempelritter zu finden ist. Also konzentiert sie alle ihre Energien darauf, die Dokumente zu übersetzen.
Grace Faszination für diese Schriftstücke ist geradezu umheimlich. Und die Träume die sie Nachts hat, in denen sie Niall bei seinen täglichen Arbeiten beobachtet, hält sie für eine Überreaktion ihrer Phantasie. Schließlich ist sie vollkommen auf diesen Mann aus dem 14. Jahrhundert fixiert. Aber nicht nur Grace hat diese Träume, auch Niall fühlt sich beobachtet.
Was muß Grace tun um wieder ein friedliches Leben zu führen? Die Antwort auf diese Frage ist nur in Schottland im 14. Jahrhundert bei eben diesem stolzen Kämpfer zu finden. Und aus was besteht dieser sagenumwobene Schatz der Tempelritter, der auch über die Jahrhunderte hinweg beschützt werden muß, eigentlich wirklich?
Wie Tau auf meiner Haut ist kein gewöhnlicher Liebesroman, denn die Helden treffen sich erst von Angesicht zu Angesicht im letzten Drittel des Buches. Das soll jetzt nicht heißen die Vorgeschichte wäre todsterbenslangweilig,
ganz im Gegenteil, sie wird so faszinieren, daß man mit schlaflosen Nächten zu kämpfen hat.
Jedes der Linda Howard Bücher die ich bisher gelesen habe, hat mich auf irgendeine Weise in den Bann gezogen. Und auch diese Geschichte war so ergreifend, daß mir nichts anderes übrig blieb, als ihr die Höchstbewertung zu geben.