"Wie Spucke im Sand" zeigt schonungslos das harte Los einer jungen Frau in den ländlichen Gebieten Indiens, deren einzige Chance auf ein eigenständiges Leben darin liegt, daß sie ihre Familie und ihre Heimat hinter sich läßt. Als ihre Familie sie zu der Heirat mit einem grausamen, gewalttätigen Mann zwingen will, verläßt Munli mit ihrer Freundin das Dorf, und schließt sich einer Rebellengruppe an, die unter Führung einer Frau in den Bergen haust. Dort trifft sie auf Menschen, wie sie sie noch nie zuvor gesehen hat: Leprakranke, Unberührbare, Huren. Doch das Leben unter den Rebellen ist nichts für die sanfte Munli - so landet sie in der Stadt, wo sie sich über Wasser zu halten versucht und schließlich durch andere Frauen und Mädchen noch eine Chance bekommt. Der Roman zeigt die Schwierigkeiten, die sich in der indischen Gesellschaft für Frauen, aber auch für bestimmt Kasten ergeben, und wie hoffnunslos die Lage für viele junge Frauen ohne Ausbildung ist. Er ist aber auch ein Roman, der Mut macht, etwas zu verändern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)