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Wie ich Livingstone fand [Gebundene Ausgabe]

Heinrich Pleticha , Henry Morton Stanley
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 1986 --  
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Kurzbeschreibung

1986
Dr. Livingstone, wie ich vermute? fünf Wörter, die dem Angesprochenen das Leben retteten und zum geflügelten Wort nicht nur der abendländischen Entdeckerliteratur wurden. Mit diesen Worten begrüßt der junge ambitionierte Reporter Henry Morton Stanley den bis dato verschollenen Afrikaforscher David Livingstone am 10. November 1871 in einem kleinen Dorf am Tanganjikasee. Acht strapaziöse und mitunter lebensgefährliche Monate war Stanley im Auftrag seines exzentrischen Verlegers auf der Suche nach dem berühmten Afrikaforscher durch den Schwarzen Kontinent gezogen, hatte unzählige Männer durch Krankheit und Erschöpfung verloren, bis er schließlich dem Totgeglaubten gegenübersteht, ihm die Rettung vor dem sicheren Tod bringt und unter seinem Einfluss schließlich sogar selbst zum renommierten Afrikaforscher wird.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Edition Erdmann (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865031676
  • ISBN-13: 978-3865031679
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 807.760 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.« -- Rüdiger Siebert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Wie ich Livingstone fand
OT How I Found Livingstone OA 1872 DE 1879Form Reportage Bereich Reisejournalismus
Mit seiner Reportage von der spektakulären Suche nach dem britischen Afrikaforscher David Livingstone (1813–1873), von dem es seit zwei Jahren kein Lebenszeichen mehr gab, wurde der 30-jährige Henry Morton Stanley zum ersten Verfasser eines journalistisch effektvoll aufbereiteten Expeditionsberichts für das Publikum des beginnenden Zeitalters der Moderne – und der Massenpresse.
Entstehung: Stanleys Auftraggeber, der New York Herald-Verleger Gordon Bennett, schickte seinen Mitarbeiter 1869 nicht auf dem kürzesten Weg nach Ostafrika, von wo sich Livingstone zuletzt gemeldet hatte, sondern Stanley sollte zuvor noch der Einweihungsfeier des Suezkanals beiwohnen, in Ägypten nach attraktiven Touristenzielen Ausschau halten, dann Jerusalem besuchen, aus Konstantinopel vom Hof des Sultans berichten, die Pläne der Russen am Kaspischen Meer auskundschaften und vom Bau der Eisenbahn durch das Euphrat-Tal berichten. Erst 1871 traf Stanley in Sansibar ein, dem eigentlichen Ausgangspunkt der Suche nach Livingstone.
Inhalt: Mit einem Startbudget von 1000 Pfund Sterling und einer gut ausgerüsteten Truppe beginnt der Marsch von 200 Eingeborenen und vier Weißen landeinwärts durch den Urwald Tanganjikas. Der »Bana Mkuba« (großer Herr) genannte Stanley ist ein besonnener Anführer mit Respekt einflößendem Charisma, doch noch unerfahren hinsichtlich der vielfältigen Herausforderungen des »dunklen Kontinents«, wie Afrika nach dem Titel von Stanleys zweitem Hauptwerk (1878) oft genannt wird. Das Klima, das Gelände, die biologische Umwelt verursachen die unterschiedlichsten, kaum behandelbaren Krankheiten; die Stammesfürsten, deren Gebiet die Karawane passiert, erpressen hohe Tribute, töten Träger und einige der wichtigsten Angehörigen des Expeditionsstabs. Proviantdiebstahl, blutige Streitereien, die Verwicklung in Stammesfehden, Desertion, Sabotage und Panikattacken demoralisieren die Mannschaft. Stanley denkt an den Abbruch des Unternehmens, aber er gibt sein Ziel nicht auf und stößt nach zehn Monaten, am Ende eines 1200 km langen dramatischen Fußmarsches, in dem Dorf Udjidji auf den von Erschöpfung gezeichneten 58-jährigen Livingstone. Die beiden der Erforschung Afrikas Verfallenen beschließen, gemeinsam die noch unbekannten Uferpartien des Tanganjikasees zu erkunden und brechen zu neuen Abenteuern auf.
Wirkung: Stanleys erste Leistung als Afrika-Pionier, die Zeitungsreportagen, die er darüber schrieb und das heute noch fesselnde Buch Wie ich Livingstone fand, begründeten seinen Ruhm, der allerdings Schaden nahm, weil er sich im Dienst europäischer Kolonialmächte als typischer weißer Herrenmensch aufführte und nach der Devise handelte: »Der Wilde respektiert nur Macht und Gewalt.« G. Woe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über das Suchen und Finden eines Forschers 13. Dezember 2012
Von Josephine Sterner TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Auftrag Henry Morton Stanleys lautet 1871: Finden Sie Livingstone! Er begibt sich also auf eine nicht ungefährliche, nervenaufreibende Suche quer durch Afrika und verfolgt die Spuren, die Livingstone hinterlassen hat. Aufenthalte in sumpfigem Gebiet, Urwald und kleinen Dörfern mit unbekannten Stämmen erleichtern nicht gerade seine Suche und doch ist es nötig, um Livingstone letztendlich in einem Zelt wohlauf umgeben von Einheimischen vorzufinden...

Stanleys Bericht liest sich nicht so spannend oder flüssig wie etwa Percy H. Fawcetts Geheimnisse im brasilianischen Urwald - aus der Reihe: Aufbruch ins Unbekannte, den ich hier immer gerne vergleiche, da dieser auch aus der "Aufbruch ins Unbekannte-Reihe" stammt. Stanley ist zu seinen Untergebenen oft sehr grob, rau und sogar brutal, denn wenn manche seiner "Wandersklaven" fliehen möchten oder sich seinen Befehlen widersetzen, bestraft er sie mit Essensentzug oder mit Peitschenhieben und schreibt noch so darüber, als ob es völlig normal wäre und ihm nichts ausmachte, das verärgert mich persönlich als Leser und hat mir große Lust gegeben das Buch nicht mehr weiterzulesen. Das einzig erfreuliche ist, dass er Livingstone tatsächlich findet nach vielen Strapazen. Man muss dieses Buch nicht unbedingt gelesen haben, denn es ist nicht gerade interessant geschrieben, aber um einige historische Details über die Stanley-Livingstone-Ereignisse zu erfahren und falls man Abenteuer mag, ist dieses Buch nicht falsch, da eben aus erster Hand geschrieben.

~Bücher-Liebhaberin~
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ironman in Afrika 22. Mai 2008
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das erste Hörspiel, dem ich als Kind an nun unserem Radioempfänger lauschte, war der Bericht von der Suche des Reporters Henry Morton Stanley nach dem im afrikanischen Dschungel verschwundenen weltberühmten Entdecker David Livingstone. Er hat ihn bekanntlich 1873 am Tanganjikasee gefunden und ihn mit den Unsterblichen Worten "Dr.Livingstone, I presume?" begrüßt.
Vierzig Jahre später habe ich auf Sansibar noch einmal Stanleys berühmtestes Buch "Wie ich Livingstone fand" gelesen. Ich saß bei der Lektüre vor einem Whiskey im Afrikahouse von Sansibar Town und sah vor meinem inneren Auge die alten Zeiten Sansibars wieder entstehen, als die Insel nicht nur der größte Sklavenmarkt des indischen Ozeans sondern auch der Startpunkt aller europäischen Entdeckungsreisenden in das Innere Afrikas war. Hier in Sansibar stellte auch Stanley seine Suchexpedition zusammen. Als er Geld brauchte und einen indischen Bankier kontaktierte, bemerkt er trocken. "Das Geld fließt dem indischen Händler so natürlich in die Taschen wie Wasser von Höhen hinab, und nie werden Gewissensbisse ihn daran hindern, seinen Mitmenschen zu betrügen." Auf seiner Suche nach geeigneten Trägern für seine Expedition macht er eine überraschende Entdeckung. "Für einen weißen Fremdling, der im Begriff steht, ins Innere Afrikas zu gehen, ist ein Rundgang durch Sansibar höchst interessant", notiert Stanley. "Denn hier lernt man erst, dass man zugeben muss, dass die Neger Menschen sind wie wir -- nur eben mit einer anderen Farbe." Wie rau die Sitten damals waren, erkennt der Leser daran, dass Stanley viele der Träger eben deswegen in seine Dienste nimmt, weil sie an den früheren Expeditionen von Burton und Speke teilgenommen hatten. Woran erkannte er das? An den Zahnlücken, die ihnen der jähzornige Speke geschlagen hatte. Dass es jedenfalls einer harten Hand bedurfte, eine Expedition zu führen, zeigt dann der weitere Verlauf des Buches. Es wird gestreikt, geklaut, geprügelt, geklagt, ehe Stanley schließlich am Tanganjikasee eintrifft und dort den schon reichlich erschöpften Livingstone trifft.
Bei meiner zweiten Lektüre fand ich die Geschichte nicht mehr ganz so packend wie in meinen Kindertagen, aber ich denke, dass das den meisten Lesern so geht. Seinen besonderen Reiz entfaltet Stanleys Reisebuch am ehesten wohl noch im Rahmen einer Sansibar- oder Tansaniareise. Unbedingt dazu empfehlenswert: die Reisetagebücher der letzten Reise Livingstones zwischen 1866 bis 1873 ( siehe Rezension ebendort).
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie die Reise zieht sich die Erzählung 15. Februar 2000
Format:Gebundene Ausgabe
Wie die Reise zieht sich die Erzählung Stanleys. Daß er ein Freund detailgenauer Beschreibungen war, wird dem Leser zum Glück erspart. So konzentriert sich der Bericht nicht immer auf das, was für den Leser interessant ist.Ausführlich lernen wir von den Unbillen,die eine Expedition mit sich bringt, deren Schwierigkeiten und die stete Sorgen um die wertvolle Fracht. Beiläufig nur erfahren wir etwas von den menschlichen Tragödien in diesem unerforschten Land. Da sterben Träger an Typhus, Malaria und anderem. Leider wirkt der Bericht dadurch etwas distanziert. Und als Stanley endlich Livingstone findet, endet das Buch auch schon. Ein langer Marsch, der dennoch die Achtung verdient und uns vor den damaligen Umständen Respekt zollen läßt.
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