Ein spannender, logisch aufgebauter und schlüssiger Roman. Die Protagonistin Laura Gottberg ist eine symphatische Hauptkommisarin, die zudem noch zwei pubertierende Kinder allein erzieht. Die Anteile von Privatleben und Ermittlungsarbeit sind im Roman gut ausgewogen. Was mich allerdings gestört hat und weshalb ich nur 4 Sterne vergebe, sind sprachliche Schwächen und Ungereimtheiten. Einige Beispiele sind: Die Verwendung des Begriffes "Oberklasse" statt "Oberschicht"; eine Frau spricht seitenlang ausschließlich gebrochenes (sehr typisierendes) Ausländerdeutsch wie "Du wissen wie ist", um dann im nächsten Satz "Wie lange dauert die Fahrt denn noch?" zu fragen. Auch wird öfters sehr ungeschickt versucht, dem Leser Informationen zu geben, wie beispielsweise an einer Stelle, an der die Gedanken Laura Gottbergs so wiedergegeben werden: "Immerhin sind die Kinder heute Abend bei meinem Ex-Mann". So etwas sagt man, aber wenn man denkt, denkt man an den Namen der Person. Das mag jetzt spitzfindig klingen, aber es gibt einfach zu viele solche Stellen im Buch.