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Wie im Himmel war der erste Film des Regisseurs Kay Pollak seit 18 Jahren: Pollak hatte die Regie aufgegeben, nachdem der schwedische Ministerpräsident Olof Palme nach dem Besuch seines letzten Films ermordet worden war. 2005 wurde der langlebige Kino-Hit, der in Schweden mit über zwei Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Filmen der letzten Jahre zählte, als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. Die Geschichte ist zwar recht konventionell inszeniert und sehr gefühlvoll angelegt, entgleitet aber nicht ins kitschige Klischee. Pollak konzentriert sich vor allem auf das stimmige Porträt der kleinen, manchmal auch engstirnigen Dorfgemeinschaft, aus der er einige sehr genau beobachtete Charaktere herausgreift und deren Lebenswege mit liebevoller Zuneigung begleitet.
Die wundervolle Musik des Films stammt von Stefan Nilsson. In der Rolle der misshandelten Gabriella beeindruckt die schwedische Sängerin Helen Sjöholm, die von Abbas Benny Andersson entdeckt wurde, in ihrem ersten Kinoauftritt. Vor allem Gabriellas Song wird einen so schnell nicht los lassen. Ein mitreißender und bewegender Film, der noch lange nachwirkt. -- Birgit Schwenger
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Als er die Leitung des kleinen örtlichen Kirchenchors übernimmt, ändert sich nicht nur sein Leben.
Die DVD:Die schlichte Einzeldisc-Edition muss ohne Booklet auskommen. Lediglich ein Flyer liegt bei, mit Werbung für den Soundtrack.
Nach Sprachwahl, kurzer Copyright-Notiz und Verleihvorspann geht es fix ins hübsche und mit dynamischer Musik unterlegte Menü.
Das Bild:Visuell bleibt Wie im Himmel die meiste Zeit gefällig. Die kalten Bilder zu Anfang sind kontrastreich und scharf, nur an zwei Stellen gibt es Aussetzer: Direkt am Anfang (im Kornfeld) und beim Zählerstand 7:42 Minuten, als der herumrutschende LKW Schnee aufwirbelt, kommt die Kodierung nicht ganz mit und produziert digitale Artefakte.
Im weiteren Verlauf des Films fällt nur noch gelegentliches Zeilenflimmern auf, z.B. in Kapitel 11 bei Minute 55:55 auf dem Dach des Hauses.
Rauschen ist kaum auszumachen, sonstige Defekte gibt es nicht.
Der Ton:Die dialoglastigen Szenen sind angenehm zurückhaltend, die dramatischen Passagen dynamisch und breit. Die Musik erfüllt den ganzen Raum, hier und da gibt es auch darüber hinaus direktionale Effekte.
Genau so, wie man es sich von einem Musikfilm wünscht, wobei die schwedische Spur noch ein gutes Stück dynamischer aufspielt als die deutsche.
Fazit:Kay Pollacks zu Recht oscarnominierter Film gibt sich in der hier getesteten Edition spartanisch, aber qualitativ angemessen. Die minimalen Bildfehler sind zu verschmerzen, viel wichtiger ist der kraftvolle Ton, der die bewegende Geschichte eindrucksvoll ins Wohnzimmer transportiert.
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Felix "Flex" Dencker
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Blickpunkt: Film
Nach einer Schaffenspause von 18 Jahren legt Kay Pollak mit 'Wie im Himmel' ein hochemotionales Werk vor, das an manchen Stellen haarscharf an der Grenze zum Kitsch laviert, jedoch niemals seicht wird. Trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit entwickelt der Plot eine nachgerade hypnotische Sogwirkung. Sind es doch die archetypischen Motive der Suche nach sich selbst und der Heimkehr, die Pollak einerseits mit der nicht zu bändigenden Wucht der Musik, andererseits mit der Urwüchsigkeit der schwedischen Natur koppelt: Nach einem Herzinfarkt sucht der weltbekannte Dirigent Daniel Dareus in der Abgeschiedenheit vom hektischen Kulturbetrieb Ruhe und Erholung. Ausgerechnet sein nordschwedisches Heimatdorf hat er sich als Refugium ausgesucht, obwohl er einst alle Brücken dorthin abbrach, sogar seinen Namen änderte. In dem Provinzdorf erkennt man ergo in dem Musik-Star nicht mehr den kleinen Jungen, der vor Jahren stetes Opfer des Spottes und der Gewalt der anderen Kinder war. Behutsam, fast betulich schildert Pollak, wie sich der Neuankömmling und die Altvorderen beschnuppern. Die Gegensätzlichkeit des hochsensiblen Dirigenten und der schroffen Dorfbewohner baut eine sublime Spannung auf. Dieser Druck findet erst sein Ventil, als sich Dareus wieder mit Musik beschäftigt, die Stelle als Kantor antritt und damit das beschauliche Leben der Dorfgemeinschaft aus der Bahn schleudert. Liebe und Eifersucht, Neid und Missgunst, aber auch Treue und aufrichtige Freundschaft schlagen Schneisen in die starre Gemeinschaft. Und Daniel Dareus wird von den Mitgliedern seines Chores genau so geprägt wie umgekehrt. Wenn hier auch so mancher Konflikt zu plakativ und die Metaphorik zu aufdringlich gerät, so beweist der Regisseur dennoch sein untrügliches Gespür für die Zeichnung von Charakteren, wobei auch das außerordentliche Spiel seiner Akteure ihm zu Passe kommt. Hauptdarsteller Michael Nyqvist gelingt es, Daniel Dareus' Wandlung und Öffnung glaubwürdig darzustellen. Frida Hallgren überzeugt als seine große Liebe Lena, die - wie sollte es auch anders sein - für ihn Rettung und Anker auf der Suche nach sich selbst wird. So ist 'Wie im Himmel' nicht nur die Heimkehr des Daniel Dareus, sondern sicher auch die Rückkehr Kay Pollaks zu seinen eigenen Wurzeln - in beiden Fällen mit einem Happy End. tw.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Kaum dort eingetroffen, wird er auch schon zum Objekt der dörflichen Neugier. Fasziniert bitten ihn die Bewohner, ihrem kleinen Kirchenchor, der jeden Donnerstag im Gemeindehaus probt, "den einen oder anderen guten Ratschlag" zukommen zu lassen.
Daniel scheut die Rückkehr ins Rampenlicht, sieht aber ein, dass es nicht sehr taktvoll wäre, wenn er die Bitte des Chors ablehnen würde. Und als er tatsächlich mit ihm zu arbeiten beginnt, stellt er zur eigenen Überraschung fest, dass er dabei die schon so lang verloren gegangene Freude an der Musik wiederfindet.
Doch zugleich bedroht die Zusammenarbeit den dörflichen Status quo. Binnen kurzem ist Daniel von Neidern und Feinden umgeben, zu denen nicht nur der eifersüchtige Gemeindepfarrer zählt, sondern auch ein gewaltbereiter Gegner aus Daniels Vergangenheit. Auf der anderen Seite aber findet er hier auch neue Freunde. Zum Beispiel die bezaubernde Lena, die ihm hilft, seine Ängste und seine Einsamkeit langsam in den Griff zu kriegen. Daniels Leben, wie das des Dorfes, steht vor