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Als Nele (Anna Bertheau) 1982 zum ersten Mal von West- nach Ostberlin fährt, um an der Beerdigung ihrer Großmutter teilzunehmen, hat sie keinerlei Vorstellungen vom Leben jenseits der Mauer. Es ist eine Reise in ein fremdes Land, auf das sie erst einmal völlig naiv reagiert. Und auch ihre Begegnung mit dem Punk Captain (Antonio Wannek), in den sie sich praktisch auf den ersten Blick verliebt, verändert ihre Sicht kaum. Nele sieht in ihm und seinen Freunden, die von der Stasi mit großer Feindseligkeit beobachtet werden, letztlich nur rebellierende Jugendliche, wie die Westberlinerin sie auch aus ihrem Teil der Stadt kennt. Es sind dieses Unverständnis für die politische Situation sowie ihre brennenden Gefühle für Captain, die das eigentlich eher biedere Mädchen, das gar nicht so recht in die Alt-68er-Welt ihres Vaters zu passen scheint, zu immer gefährlicheren Eskapaden treiben.
Im letzten Drittel von Wie Feuer und Flamme gehen Connie Walther und Natja Brunckhorst vielleicht etwas zu weit. Neles illegale Reise in die DDR auf einem Müllschiff wirkt kaum mehr glaubhaft. Doch zuvor haben die beiden Filmemacherinnen ihre Welt und ihre Geschichte so sorgfältig und mit solch einer Liebe zu den Details aufgebaut, dass gewisse Übertreibungen kaum mehr ins Gewicht fallen. Zudem ist es ihnen das gelungen, woran 23 letztlich doch gescheitert ist. Wie Feuer und Flamme fängt zumindest das geistige Klima im Westdeutschland der 80er-Jahre perfekt ein. Neles naive Rebellion gegen eine geteilte Welt, deren Implikationen sie nicht erfassen kann, und einen Vater, der zwar Joints raucht, aber das Aufbegehren seiner Tochter überhaupt nicht versteht, bringt letztlich all die Widersprüche dieser Dekade auf den Punkt. --Sascha Westphal
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gute Story,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wie Feuer und Flamme (DVD)
In dem Film geht es vordergründig um eine Liebesgeschichte zwischen einer West-Berlinerin (Nele) und einem Ost-Berliner (Captain, ein Punk) im Jahr 1982. Doch dahinter steckt viel Tiefe, nicht zuletzt hervorgebracht durch die einfühlsamen Schauspieler, die die Charaktere mit viel Witz, Charisma und der nötigen Ernsthaftigkeit spielen.Es ist ein sehr bildgewaltiger Film, wie man im "Making Of" auf der DVD auch erklärt bekommt. Dazu gibt es viele weitere Hintergrundinfos, Interviews und und und... Alles in Allem ein gelungener Film und eine tolle DVD! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einzigartig Schön!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wie Feuer und Flamme (DVD)
Die Geschichte, die man eigentlich nur noch vom Großvater oder den Großtanten hört in der Verpaarung mit Liebe, Spannung und den Einblick in die etwas andere Lebensweise der Punks machen diesen Film einfach wunderschön und sehr sehr sehenswert!Dieser Film geht sehr schön auf die Problematik der Punks in "der vergangenen Zeit" da und versucht einige schräge Vorurteile richtig zu stellen! Er schildert sehr genau den Unterschied zwischen dem Leben im Western und dem Leben im Osten - Beginnend von der Stasi und Endend beim Lebens- und Arbeitsstandard! Ich liebe diesen Film einfach, weil er zeigt, wie es einst wirklich in Deutschland zugegangen ist und nicht einfach die Augen schließt und drüber weg sieht! Laut der Drehbuchautorin liegt auch ein kleines Fünkchen Realität in der Geschichte - die gute Autorin war früher selbst in einen Punk von der anderen Seite verliebt! :-) "Wie Feuer und Flamme" ist ein absolutes "MUSS-HAVE" für jede DVD-Sammlung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unheimlich suess und melancholisch !,
Von Martin F (Harsewinkel) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wie Feuer und Flamme (DVD)
Wer einmal einen wirklich tollen Liebesfilm sehen möchte, der sollte hier zuschlagen. Denn dieser Film spielt nicht mit dem üblichen Schnulz sondern ist ein Meisterwerk. Eine rührende Liebesgeschichte zwischen einem Westmädchen und einem ostdeutschen Punk, die eine noch nicht weit entfernte deutsche Vergangenheit zeigt. Dazu kommt viel 80 es Lifestyle, der einfach Spass macht. Klasse Musik: Fetzender Punk- Rock meets Neue Deutsche Welle. Dazu gesellen sich der schöne, tragische Filmsound und unheimlich tolle Kameraeinstellungen. Wer gerade emotional schwach ist, wird sich hier die eine oder andere Träne sicher nicht verkneifen können.
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