Kurzbeschreibung
Der Umgang mit Bildern gehört zu den kulturellen Leistungen, über sich Humanität definiert. Zur Klärung ihrer Funktionsweise hinterfragt Gottfried Boehm ihre deiktischen Wurzeln, ihre Logik und ihre Aufhebung im Ikonoklasmus. Er skizziert die Bildgeschichte der Natur, definiert Bilder als zentrales Instrument der Erkenntnisgewinnung und beschreibt ikonisches Wissenals modellhaftes Denken. Von der Archäologie der Zeichnung spannt er den Bogen zu bildlichen Gattungen der Moderne und analysiert den Einfluss von Matisse auf Ausdruck und Dekoration. Eröterungen zur Unbestimmtheit in Bezug auf die Logik des Bildes leiten über zum Bildkurs und zur Untersuchung der Macht, die von Bildern ausgeht.
Über den Autor
Gottfried Boehm, seit zwanzig Jahren Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Basel. Er wurde von Hans-Georg Gadamer in Philosophie promoviert und hat danach in Kunstgeschichte habilitiert. Er publiziert zur Kunst der Frühen Neuzeit und insbesondere der Moderne, befasst sich mit Fragen der Interpretation, der Kunsttheorie und der Ästhetik, vornehmlich aber der Bildreflexion. Seit 2005 ist er Direktor des Schweizerischen Nationalen Forschungsschwerpunktes »Bildkritik«. Korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.