Kurzbeschreibung
Beständig steht der Mensch vor Alternativen, trifft Entscheidungen und nimmt Risiken auf sich. Anleger Kaufen Aktien, Ärzte führen Operationen durch, Glücksspieler verlassen sich auf Zahlen, Raumschiffe schweben durch das All, und Geschäftsleute bringen neue Produkte auf den Markt.
Ohne die Gesetze der Wahrscheinlichkeitsrechnung wäre Kinderlähmung noch immer eine schlimme Gefahr, und es könnte kein Flugzeug vom Boden abheben. Ohne Krankenversicherung müßten weit mehr Menschen vorzeitig sterben. Und ohne Feuerversicherung könnten sich nur die Allerreichsten eigene Häuser leisten.
Ohne die Möglichkeit, ihre Produkte schon vor der Ernte zu Festpreisen zu verkaufen, würden uns die Bauern mit weniger Nahrungsmitteln versorgen. Gäbe es keine ergiebigen Kapitalmärkte, die Sparern eine Streuung ihrer Risiken ermöglichen, wäre der Unternehmungsgeist auch der Wagemutigsten gelähmt.
Wider die Götter fügt biographische, historische und wissenschaftliche Elemente ineinander. Das Buch führt dem Leser auf die anschaulichste Weise vor Augen, wie beispielsweise Pascal, Bernoulli, Bayes, Keynes, Markowitz, Arrow und von Neumann den Weg geebnet haben für das moderne Riskmanagement.
Das Buch klärt in sehr verständlicher Weise Begriffe wie Wahrscheinlichkeit und Ungewißheit und macht den Unterschied zwischen Spiel und Investition, Schicksal und Geschicklichkeit, rationalen und irrationalen Entscheidungsmustern deutlich.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Verlag über das Buch
Der moderne Mensch, ob Politiker, Manager, Anleger, Wissenschaftler oder Glücksritter, steht ununterbrochen vor Alternativen und Entscheidungszwängen. Aus früherer Schicksalsgläubigkeit und Gottergebenheit wurde Risikomanagement. Aus Spiel wurde Investition, aus Schicksal Geschicklichkeit.
Das Revolutionäre bestand darin, Risiko begreifbar und messbar zu machen. Es war ein entscheidender Schritt hin zu einem System, das über die Möglichkeit von freier Wahl und Entscheidung verfügt und diese mit wissenschaftlichem Instrumentarium auszuloten vermag - der Kern der modernen Marktwissenschaft. Um ermessen zu können, bis zu welchem Grade die heutigen Methoden des Risikomangements Segen oder Fluch bedeuten, müssen wir die Geschichte ihrer Entwicklung kennen. Die Wurzeln des modernen Risikoverständnisses liegen im hindu-arabischen Zahlensystem. Aber erst in der Blüte der Renaissance entdeckte man die Wahrscheinlichkeitstheorie und damit den mathematischen Kern des Risikobegriffs. Diese quantitativen Methoden der Risikosteuerung förderten das immer schnellere Tempo der modernen Gesellschaftsprozesse. Leipniz regte Bernoulli dazu an, das Gesetz der großen Zahl und statistische Methoden zur Auswertung von Stichproben zu finden. Die Struktur der Normalverteilung - auch als »Gauß'sche Glockenkurve« bekannt - wurde 1730 erkannt, das Fundament heutiger Prinzipien für das Management von Kapitalanlagen entstand wenig später. Alle uns heute verfügbaren Hilfsmittel zur Risikosteuerung und für die analytische Vorbereitung von Wahl und Entscheidung - von der strikt rationalen Spieltheorie bis hin zu den Herausforderungen der Chaostheorie - rühren von Erkenntnissen her, die zwischen 1654 und 1760 gemacht wurden. Ohne Zuhilfenahme der Wahrscheinlichkeitstheorie und anderer Methoden zur Risikosteuerung hätte es die allermeisten wissenschaftlichen Erkenntnisse und ihre technische Umsetzung nicht gegeben. Peter L. Bernstein erzählt die Geschichte der Vision, die Zukunft in den Dienst der Gegenwart stellen zu können. Ein Muss für jeden Entscheider! Ein Vergnügen für jeden Kulturinteressierten. Weltweit wurden von diesem Buch mehr als 500.000 Exemplare verkauft