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Wider den Methodenzwang (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Paul Feyerabend , Hermann Vetter
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 20,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 11. (26. Mai 1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518281976
  • ISBN-13: 978-3518281970
  • Originaltitel: Against Method. Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.500 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles geht 16. März 2007
Es ist schade, dass das ganze Potential dieses Buches nie ausgeschöpft werden konnte, da Imre Lakatos leider zu früh verstarb. Das Buch war eigentlich als ein Schlagabtausch zwischen Feyerabend und Lakatos geplant, wobei Feyerabend die Seite des Methodenpluralismus und des Anarchisten einnehmen sollte und Lakatos, als Schüler Poppers, die des kritischen Rationalismus (auch wenn er sich von Popper entfernt hatte). Da sich Lakatos Part nicht mehr aufnehmen ließ, werden vielleicht viele Leser nicht mehr die Seitenhiebe gegen den kritischen Rationalismus in Poppers Fassung oder in Lakatos Abwandlung wahrnehmen. Das trübt trotz des vorbildlichen Stils Feyerabends den Lesegenuss in meinen Augen doch ein. Ich kann daher nur empfehlen, wenigstens die ersten 100 Seiten von Poppers "Logik der Forschung" zu lesen, um das Buch noch besser nachzuvollziehen. Um Feyerabends Pluralismus zu verstehen, bzw. seine Position zum Pluralismus, ist das aber nicht nötig. Ein weiteres Highlight ist für mich auch das Kapitel über die Position der Kirche zu Galilei. Hier ist Feyerabend eine Entmystifizierung des empirischen Helden Galileis der modernen Naturwissenschaften gelungen, ohne Galileis Leistung auch nur im Geringsten Herabzuwürdigen. So war mir z.B. nicht klar, dass die Berechnungen der Kirche auf Basis des ptolemäischen Weltbildes wesentlich genauere Prognosen erlaubten als Galileis Berechnungen, da sie ein paar Rechenfehler enthielten. Nachahmenswert finde ich auch Feyerabends Inhaltsverzeichnis: Auf Überschriften verzichtet er gänzlich, stattdessen findet man nur ein kleines Abstract über jedes Kapitel, dass die Kernaussagen griffig zusammenfasst. Wissenschaftstheoretiker wie Ernest Nagel haben Feyerabend zwar schon einige Jahre vor dem Erscheinen dieses Buches die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen, für mich bleibt Feyerabend aber dennoch einer der einfallsreichsten Theoretiker, der sich ' meiner Meinung nach - gar nicht einmal soweit vom kritischen Rationalismus entfernte: Denn mit seinem provokativen und leicht lesbaren Schreibstil wird er sowohl der Forderung nach Einfachheit als auch nach provozierenden Hypothesen sehr wohl gerecht.

Trotz des vielen Lobes hat das Buch auch seine Schwächen. Erstens hatte Feyerabend eine chaotische Arbeitsweise, sodass das Buch eher ein Bündel verschiedener Essays mit stellenweise wissenschaftshistorischen Exkursen ist. Zweitens gibt es ungefähr in der Mitte des Buches einige dieser historischen Exkurse, die doch sehr langatmig sein können. Drittens fehlt Lakatos Teil, weshalb der Leser evtl. zu stark in eine Richtung beeinflusst werden könnte. Feyerabend hat stellenweise bewusst seine Rolle des Anarchisten in diesem Buch sehr stark betont, obwohl er es mit der Anarchie in der Wissenschaft, bzw. einen Methodenpluralismus genauso hält wie mit dem Schweinebraten und der Vernunft: "Gegen die Vernunft habe ich nichts, ebenso wenig wie gegen Schweinebraten. Aber ich möchte nicht ein Leben leben, indem es tagaus tagein nichts anderes gibt als Schweinebraten". Das gleiche betont er an einer Stelle in "Wider den Methodenzwang" auch für das Schlagwort "Anything Goes". Wenn es nur noch ein "Anything Goes" gäbe, wäre Feyerabend auch dagegen gewesen.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Dieses brilliante Buch stellt eine absolute Pflichlektüre für jeden dar, der in wissenschaftstheoretischen Diskussionen mitsprechen will. Feyerabend gibt hier eine Skizze seiner methodologisch-anarchistischen Erkenntnistheorie. Diese Skizze stellt er anhand vieler Beispiele aus der (vor allem physikalischen)Forschung dar. Daher ist das Buch an einigen Stellen für Sozialwissenschaftler und Psychologen, die mit der klassischen Physik und der Quantentheorie wenig vertraut sind, schwer zu verstehen. Feyerabend stellt die "klassischen Sichtweisen" der methodischen und erkenntnistheoretischen Ansätze dar und zeigt hierbei anschaulich Schwächen der verschieden Ansätze auf. Dabei kritisiert er auch die Kuhn'sche Phasenlehre und Lakatos' Methodologie der wissenschaftlichen Programme, die beide in der Methodologie einen hohen Stellenwert eingenommen haben. Der Ausweg, den Feyerabend anbietet erscheint sicherlich radikal, wenn er schreibt: "Der einzige Grundsatz, der den Fortschritt nicht behindert, lautet: Anything goes." Ein kleiner Tipp noch: Lest die Fussnoten, hier verstecken sich bissige Kommentare gegenüber Kritikern von Feyerabend's Buch, die zwar nicht wissenschaftlich sind, aber auf jeden Fall sehr amüsant.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Physiker 4. September 2000
Von Ein Kunde
Neben A. Koestlers "Sleepwalkers" das zweite Buch, das jeder Physiker (und eigentlich jeder Naturwissenschaftler) gelesen haben sollte. Der Titel des Buches sagt schon aus, was Feyerabend in zahlreichen Beispielen schildert: Eine strenge Methodologie ist oft kontraproduktiv. Fortschritt in der Wissenschaft ist auch und besonders dann möglich, wenn man kontrainduktiv vorgeht, wenn man Hypothesen verwendet, die gut bestätigten Theorien und/oder Experimenten widersprechen. "Das Prinzip von heute kann die Idiotie von morgen sein und der Mythos von vorgestern die 'Grundlage allen Denkens' von übermorgen." Besonders zu denken geben sollte die Tatsache, dass ausgerechnet der Held und "Märtyrer" Galilei in methodologischer Hinsicht so ziemlich alles falsch gemacht hat, was er nur falsch machen konnte und trotzdem zu - aus heutiger Sicht - richtigen Ergebnissen gelangt ist. Nach den Maßstäben unserer heutigen "scientific community" müsste Galilei freilich heute genau wie damals verurteilt werden. Leider kommt Wissenschaftstheorie in der naturwissenschaftlichen Ausbildung an unseren Universitäten, wenn überhaupt, nur ganz am Rande vor. Die Lektüre dieses Buches kann da sehr viel wieder wettmachen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Anarchistische Erkenntnistheorie
Trotz großer Belesenheit und Bildung des Autors: abenteuerliche Folgerungen und Abstraktionen. Man muß dieses wilde Denken mögen, um es auszuhalten. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dr. Juergen Rittberg veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Den Rationalismus schärfen, festigen und im Niveau heben
Das Buch "Wider den Methodenzwang" von Paul Feyerabend und seine Kritik am Rationalismus, vor allem an Karl Popper, ist ein wichtiges Werk zur Wissenschaftstheorie. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Thorwald Franke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Für die Methoden ist nun Feyerabend
Aus der Betrachtung der Wissenschaftsgeschichte heraus, stellt Feyerabend fest, dass es keine einzige Regel gibt, die nicht bereits einmal verletzt wurden ist; diese... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2010 von Danny Oestreich
5.0 von 5 Sternen Ein philosophischer Skandal
Paul Feyerabends Wider den Methodenzwang löste bei seinem Erscheinen 1970 in philosophischen Kreisen wahre Schockwellen aus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2008 von Rolf Dobelli
5.0 von 5 Sternen Einfach Inspirierend
Es ist jetzt ungefähr 25 Jahre her, dass ich dieses Buch von Paul Feyerabend gelesen habe. Es gibt nicht viele Bücher aus meinem Studium, die einen derart langanhaltenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2008 von Damian Sicking
5.0 von 5 Sternen Querdenker Feyerabend
"Wider den Methodenzwang" ist das erste Buch, das ich von Paul Feyerabend gelesen habe. Es kritisiert die Engstirnigkeit der wissenschaftlichen Methodik und ist ein Plädoyer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2006 von Sonne und Regen
5.0 von 5 Sternen Feyerabend lesen heißt noch nicht selber denken!
Dies ist ein Buch für freie Geister. Der Inhalt: Feyerabend beweist anhand der Forschung Galileis, dass Wissenschaft praktisch und faktisch keineswegs so funktioniert, wie es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2006 von Kankin Gawain
5.0 von 5 Sternen Unbehagen - Feierabend... - Vergnügen
"anything goes" - sagt uns der Herr Feyerabend mit einem Augenzwinkern und meint damit nichts anderes als die Methode zum (vergnüglichen) Erfahrungsgewinn. Lesen Sie weiter...
Am 24. April 2003 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Freiheit darf nie das einzige Ziel sein
Feyerabends Forderung nach der Erkenntnisfreiheit des Einzelnen ist im Grunde genommen eine Sackgasse. Lesen Sie weiter...
Am 1. Dezember 2000 veröffentlicht
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