Die Platte hat genau dann ihre stärksten Stellen, wenn es instrumental zur Sache geht, wie beim langen Intro von "Hellborn" und im Mittelteil von "The Haunted House". Beim ersten Anspielen dachte ich noch kurz, so hätte der Nachfolger von Metallica's "Master of Puppets" klingen müssen. Dass ich da falsch lag, merkte ich dann als der Sänger einsetzte. Hier sollte sich die Band ernsthaft überlegen, ob sich Jonas Nilsson nicht künftig besser voll auf die Gitarre konzentriert und man einen hauptamtlichen Sänger engagiert. Auch vermisse ich bei der ganzen Prügelei das eine oder andere Gitarrensoli. Dass es dennoch zu knappen vier Sternen reicht, verdanken Raise Hell der guten Produktion bzw. dem sehr ordentlichen Sound und der Tatsache, dass das Niveau insgesamt durchgängig headbangermäßig gehalten wird. Abgesehen von "Hellborn" sind aber auch keine Überflieger dabei. Knappe vier Sterne, wie gesagt.