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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Informationszeitalter geht, das Conceptual Age kommt, 11. April 2005
Der Autor von Free Agent Nation hat wieder einen Blick in die Zukunft geworfen. Die Botschaft seines neuen Buches ist, dass wir uns auf dem Weg in ein neues Zeitalter befinden, das jenseits des Informationszeitalters liegt. Er nennt es, wie der Titel schon sagt, Conceptual Age. Damit meint er ein Zeitalter, in dem es nicht in erster Linie auf Wissen und lineares Denken ankommt, sondern auf Kreativität und Erfindungsreichtum, Empathie und Verständnis von Zusammenhängen. Er belegt das mit einer Fülle von Daten aus aller Welt und allen möglichen Lebensbereichen. Seiner Meinung nach kommt es demnächst auf folgendes an: 1. nicht nur auf Funktion, sondern auch auf Design 2. nicht nur auf Argumente und Fakten, sondern auch auf Geschichten 3. nicht nur auf die Fokussierung auf Einzelheiten, sondern auch auf ganzheitliche Sichtweisen 4. nicht nur auf Logik, sondern auch auf Empathie 5. nicht nur auf Ernsthaftigkeit, sondern auch auf Spiel 6. nicht nur auf Akkumulation von materiellen Gütern, sondern auch auf Sinn und Spiritualität. Nach jedem Kapitel nennt er zahlreiche Websites, Bücher und andere Quellen, mit deren Hilfe sich die nötigen Fähigkeiten trainieren lassen. Obwohl das Buch dicht mit Fakten gefüllt ist, ist es in einem so leichten und eleganten Stil geschrieben, dass es eine reine Freude ist, es zu lesen. Für alle, die sich heute schon auf morgen vorbereiten wollen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hätte eine Übersetzung verdient, 1. Juli 2008
Die Neurowissenschaften werden uns noch lange beschäftigen. Denn der Abschied vom Homo oeconomicus ist kein "Auf Wiedersehen!", sondern endgültig. Und je länger die Diskussionen andauern, desto mehr wird sich auch bei den Büchern die Spreu vom Weizen trennen. Das ist gut so, springen doch allzu viele selbst ernannte Experten auf den fahrenden Zug und können sich drinnen kaum mit den Passagieren unterhalten. Umso bedauerlicher ist es, dass gute und nützliche Bücher wie dieses nicht schon längst übersetzt sind. Kein Desaster ist das nur nicht, weil Daniel H. Pink zu Formulierungen greift, die man auch ohne Englisch-Diplome höchster Stufe versteht. Zudem veranschaulicht er seine Thesen durch einfache, nachvollziehbare Beispiele. Schade nur, dass er mit der Metapher von der rechten Hirnhälfte arbeitet. Denn damit zementiert er ein Bild vom menschlichen Gehirn, das durch den Nobelpreisträger Roger Wolcott Sperry berühmt wurde, aber auf Forschungsarbeiten beruht, die schon sechs Jahrzehnte alt sind. Heute wissen wir, dass unser Gehirn ein dynamisches System ist, das sich nicht einfach in links und rechts einteilen lässt.
Mit der Metapher vom Rechtsdenker will Daniel H. Pink signalisieren, dass die rationalen Fähigkeiten an Bedeutung verlieren werden. Mit dieser These steht er im Einklang mit der Erkenntnis, menschliches Verhalten werde vorwiegend von den unbewusst arbeitenden Hirnarealen gesteuert. Gefordert sind daher in der Terminologie von Pink: Design, Story, Symphony, Empathy, Play und Meaning. Was er genau darunter versteht und welche Beispiele zur Illustration dienen, sollte jeder nachlesen, der sich für Konzepte interessiert, die gängige Denkgebäude aufbrechen. Die Lektüre macht auch Spaß, weil der Autor versucht, seine Ratschläge selber zu befolgen. Also erzählt er Geschichten, lockert den Text mir klugen Zitaten auf, skizziert Übungseinheiten und übersetzt Wissenschaftssprache in verständliche Bilder.
Mein Fazit: Ein locker verfasstes Buch der Kategorie "Wohin es künftig geht". Den Abzug eines Sterns begründe ich damit, dass sich Daniel H. Pink auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse stützt, die nicht immer dem aktuellsten Stand entsprechen. Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Metapher von der rechten Hirnhälfte zur Entwicklung von Konzepten verleitet, die in der Praxis wenig taugen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einfache Botschaft unterhaltsam verpackt, 20. Februar 2006
Ein Buch, das sich in wenigen Stunden liest. Es baut auf einer einfachen Botschaft auf: die Zukunft gehört den Menschen, die ihre rechte Hirnhälfte für "high concept - high touch" Aufgaben nutzen. Das Buch ist mit Beispielen aus der Praxis anhand der sechs Zukunfts-Fähigkeiten "Design , Story, Symphony, Empathy, Play und Meaning" strukturiert. Vier Sterne verdient sich Daniel H. Pink durch die verständliche Sprache und die sogenannten Portfolio-Kapitel, die es zu jeder der sechs Zukunfts-Fähigkeiten gibt. Die Links, Ideen und Hinweise in den Portfolio-Kapiteln geben noch reichlich Material für eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema. Jeder sollte sich nach Daniel H. Pink fragen, ob nicht jemand in Indien seine Arbeit billiger verrichtet und ob nicht die eigene Tätigkeit durch ein IT-System schneller realisiert werden könnte. Der Autor bleibt aber zumindest für das Outsourcing-Argument die Antwort schuldig, wieso gerade ein Entwickeln der sechs Zukunfts-Fähigkeiten und damit ein Betonen der Fähigkeiten der rechten Hirnhälfte für die Menschen in den USA oder Westeuropa ein besonderer Wettbewerbsvorteil sein soll. Denn diese Zukunftsfähigkeiten sind gerade in asiatischen Ländern weit verbreitet.
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